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Strecke: Badischer Bahnhof - Wettsteinbrücke (1897)

Wettsteinplatz Kunstmuseum 1897: Badischer Bahnhof Bankverein 1895: Barfüsserplatz - Handelsbank Bankverein - Centralbahnplatz Wettsteinplatz Kunstmuseum 1913: Mustermesse Bankverein Linie 2 1895: Barfüsserplatz - Handelsbank Bankverein - Centralbahnplatz 1895: Handelsbank - Aeschenplatz 1895: Handelsbank - Aeschenplatz

Bereits ein Jahr nach der Betriebseröffnung beschloss der grosse Rat in seiner Sitzung vom 23. April 1896, die überaus gut frequentierte Stammstrecke durch eine zweite Linie von Bahnhof zu Bahnhof zu ergänzen. Dazu mussten auch 14 zusätzliche einmotorige Motorwagen nachbestellt werden. Ein Jahr später, am 14.4.1897, konnte die neue Strecke über die Wettsteinbrücke eröffnet werden; später erhielt sie die Liniennummer 2.

Die Strecke war von der Riehenstrasse bis zum Wettsteinplatz zunächst einspurig, wurde aber um etwa 1921 auf Doppelspur ausgebaut. Beim Wettsteinplatz wurde eine Ausweichstelle eingerichtet. Die Wettsteinbrücke war zu bis am 24.4.1939 einspurig. Das Gleis lag am flussaufwärts gelegenen Trottoirrand. 1939 wurde die Wettsteinbrücke verbreitert und modernisiert, damit konnten auf dem Sockel der alten Brücke die Fahrbahnen mit Tram-Doppelspur und auf den Anbauten Velostreifen und Trottoirs angelegt werden. Wahrzeichen der alten Wettsteinbrücke waren vier grosse, gusseiserne Basilisken, die auf den Brückenköpfen aufgestellt waren.

Streckenplan Badischer Bahnhof - Handelsbank (Zustand ab 1897)

     

Haltestellen-Abstände

19311934
Riehen-Anlage
400m400m
Wettsteinplatz
592m592mLänge Einspurstrecke = 424m
Rittergasse(= "Kunstmuseum")
172m172m
Handelsbank
249m249m
Klosterberg

Die Tabelle zeigt die Abstände zwischen den Haltestellen in den Jahren 1931 und 1934.

In den ersten Betriebsjahren befanden sich kurz nach dem Wettsteinplatz zwei Haltestellen: Die Haltestelle "Alemannengasse" lag auf Höhe des Brunnens beim Theodorskirchplatz und wurde 1929 aufgehoben, die Haltestelle "Rheinweg" befand sich bis etwa 1915 auf dem Brückenkopf über dem Rheinweg. Zwischen 1932 und 1936 baute der bekannte Basler Architekt Rudolf Christ das heutige Kunstmuseum, welches nach dessen Eröffnung der bisherigen Haltestelle "Rittergasse" den heute noch gültigen Namen gab. Bei der heutigen Haltestelle Bankverein, damals Handelsbank genannt, baute man 1897 eine einfache Verzweigung in die Aeschenvorstadt, davor und dahinter einfache Gleiswechsel. Dieser Bankvereinbogen verschwand etwa 1962. 1994 wurde die Bankvereinkreuzung durch doppelspurige Verzweigungen Richtung Steinenberg und Aeschenvorstadt aufgewertet.



Der Wettsteinplatz um die Jahrhundertwende. Mitten auf dem damals ruhigen und beschaulichen Platz ein Springbrunnen, dahinter ein Ce 2/2 der ersten Serie 1-12. Die gerade in den Hintergrund entschwindende Strasse ist der Claragraben, wo man das Kamin des ersten Tram-Kohlekraftwerks erkennt. Auf den Hausdächern sind erste Elektro-Installationen nicht zu übersehen (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Der Grossbasler Brückenkopf um die Jahrhundertwende mit seinen wuchtigen Basilisken. Auf der Einspurstrecke der fast fabrikneue Ce 2/2 Nr. 52 (später Nr. 24‘‘) auf der Fahrt Richtung Wettsteinplatz, während er von einem Velofahrer überholt wird (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Dieselbe Brücke mit dem Grossbasler Brückenkopf in den Zwanzigerjahren. Gut erkennbar das schwere, gusseiserne Brückengeländer, die dazu passenden Beleuchtungskandelaber und die lichtdurchflutete Eisenkonstruktion der Brückenbogen. Auf der Brücke ein Ce 2/2 der Serie 22‘‘-49‘&lsquo (Postkarte gestempelt 12.03.1928 Sammlung H.Ziegler).


Der St.Albangraben von der heutigen Bankvereinkreuzung aus betrachtet Richtung Wettsteinbrücke, vermutlich um 1902. Im mittelalterlichen Eckhaus rechts ist ein Geschäft für Möbelrenovationen und Dekorationseinrichtungen einquartiert. Wenige Jahre später steht an dieser Stelle das wuchtige Gebäude einer Grossbank (vergleiche Bild unten). In der Haltestelle zwei Motorwagen der Serie 1-12, links vermutlich Nr. 4. Der linke Motorwagen ist angeschrieben mit "Prov. Bahnhof" (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Dasselbe Bild wie oben, nur wenige Jahre später (um 1904). Das wuchtige Bankgebäude rechts im Bild steht heute, rund 100 Jahre später, in unveränderter Form. Auf dem Originalbild ist die Haltestellentafel am Ende dieses Gebäudes gut erkennbar. Die restlichen Gebäude auf dem Bild sind längst abgebrochen worden (Postkarte Sammlung H.Ziegler).

 


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