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Strecke: Basel - Reinach (1907)

Schaulager 1902: Münchensteinerbrücke - Dreispitz Surbaum Heiligholz Loogstrasse Landhof Landererstrasse Ruchfeld Gartenstadt Reinacherhof Reinach 1902: Münchenstein - Arlesheim - Dornach 1902: Münchensteinerbrücke - Dreispitz Schaulager 1902: Münchensteinerbrücke - Dreispitz Surbaum Spengler Heiligholz Loogstrasse Landhof Landererstrasse Ruchfeld Gartenstadt Reinacherhof Reinach Lochacker 1902: Münchenstein - Arlesheim - Dornach 1902: Münchensteinerbrücke - Dreispitz 1907: Reinach - Aesch

Am 25. März 1906 hielt die "Trambahngesellschaft Basel- Aesch" ihre konstituierende Sitzung ab. Bereits eineinhalb Jahre später, am Samstag, 7.12.1907, nahm die Linie 11 zwischen Aeschenplatz und Aesch ihren Betrieb auf. Die Strecke zwischen Ruchfeld und Reinach war einspurig und besass eine einzige Ausweichstelle beim Heiligholz. Auf diesen Einspurstrecken passierten mindestens zwei schwere Frontalkollisionen: am 15.10.1933 beim Heiligholz und am 14.12.1935 bei der Brauerei Reinach. Ab 1926 wurde die Strecke kontinuierlich auf Doppelspur ausgebaut, die letzte Einspurstrecke verschwand allerdings erst 2000. Die Strecke führte ursprünglich durch weitgehend unbebaute Landschaft. Inzwischen ist das Gebiet dicht bebaut, weshalb in den letzten Jahren einige Haltestellen neu entstanden sind.

Streckenplan Ruchfeld - Reinach

                     

Der Streckenabschnitt zwischen Heiligholz und Surbaum wurde 1926 als erster doppelspurig, gleichzeitig entstand die neue Haltestelle "Surbaum" (eröffnet am 12. April 1926). Am 15.10.1933 krachten auf dem Einspurstück nach dem Heiligholz zwei schwere Tramzüge frontal ineinander. Beide Motorwagen (Be 4/4 450 [Schuggi] und Be 2/2 71 [später Be 2/3 301]) sowie 5 Anhänger wurden massiv beschädigt. Die Haltestelle "Landererstrasse" existiert seit dem 28. Januar 1939 und wurde eingerichtet, als von Reinach her die Doppelspur verlängert wurde, wobei die bisherige Haltestelle "Brauerei" aufgegeben wurde. Bei der Brauerei stiessen am 14.12.1935 zwei schwre Züge frontal gegeneinander (Ce 2/2 72 [später 302] gegen Ce 2/2 175). 15 Personen wurden verletzt und in der nahen Praxis von Dr. Vogel behandelt. Die Wendeschlaufe Surbaum entstand 1955/1956 (eröffnet 30. Januar 1956). Anlässlich des Baus der Doppelspurstrecke vom Tunnelweg bis zur Binningerstrasse wurde am 1. November 1957 eine neue Haltestelle eingerichtet und "Fichtenhölzli" benannt. Am 20. Oktober 1958 erhielt sie den Namen "Fichtenwald", und am 20. Juni 1992 schliesslich den heute gültigen Namen "Spengler". Die Haltestelle "Lochacker" am Rande Reinachs wurde am 13.6.1981 eröffnet. Die Haltestelle "Tunnelweg" heisst seit dem 29.6.2001 "Schaulager". Bis zum 3.4.2000 befand sich zwischen Ruchfeld und dieser Station der letzte bedeutende Einspurabschnitt der Linie 11. Danach wurde diese Strecke von rund 400 Metern zwischen den Haltestellen Ruchfeld und Tunnelweg auf Doppelspur umgerüstet und damit ein betrieblicher Engpass beseitigt. Am 08.06.2000 wurde das bisherige Wahrzeichen der Haltestelle "Tunnelweg", ein altes hölzernes Wartehäuschen, abgerissen.



Unfallaufnahme BStB

Das Unfallbild der BStB vom 15.10.1933 gibt einen guten Eindruck von der ursprünglich einspurigen Strecke. Wir blicken von der Ausweichstelle "Heiligholz" stadtwärts, rechts die bereits asphaltierte Kantonsstrasse. Das Geleise ruht auf Holzschwellen, die Fahrleitung wird von einfachen Holzmasten getragen (Fotoarchiv BVB).
Unfallaufnahme BStB

Ebenfalls ein Unfallbild der BStB, das anlässlich der Frontalkollision vom 14.12.1935 erstellt wurde. Im Hintergrund links wäre heute die Haltestelle "Landererstrasse". Das Bild dokumentiert gut die Unübersichtlichkeit dieser damaligen, ungesicherten Einspurstrecke (Fotoarchiv BVB).
 


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