www.tram-basel.ch - Das unabhängige Basler Tram-Portal
                 
Netz:               


Strecke: St. Jakob - Muttenz (1921)

Zum Park Linie 5 Schänzli 1897: Aeschenplatz - Breite - Birsfelden Freidorf Muttenz 1916: St.Jakob - Hardstrasse Linie 3 Zum Park Linie 5 Schänzli 1897: Aeschenplatz - Breite - Birsfelden Freidorf Muttenz 1916: St.Jakob - Hardstrasse Linie 3 1922: Pratteln Schützenstrasse Zum Park Linie 5 Schänzli 1897: Aeschenplatz - Breite - Birsfelden Freidorf Muttenz 1916: St.Jakob - Hardstrasse Linie 3 1922: Pratteln Schützenstrasse Käppeli 1922: Pratteln Zum Park Linie 5 Schänzli 1897: Aeschenplatz - Breite - Birsfelden Freidorf Muttenz 1916: St.Jakob - Hardstrasse Linie 3 1922: Pratteln Schützenstrasse Käppeli Linie 22 1922: Pratteln 1916: St.Jakob - Hardstrasse Zum Park Linie 5 Schänzli 1897: Aeschenplatz - Breite - Birsfelden Freidorf Muttenz 1916: St.Jakob - Hardstrasse Linie 3 1922: Pratteln Schützenstrasse Käppeli 1922: Pratteln 1916: St.Jakob - Hardstrasse

Weil das Fahrangebot zwischen Basel und Liestal durch die Bundesbahn als ungenügend erachtet wurde, reichte die Baselbieter Regierung 1913 beim Bundesrat ein Konzessionsgesuch ein für den Bau einer elektrischen Schmalspurbahn. Die Bewilligung erfolgte am 4. April 1914, später wurde sie abgeändert und ein etappenweiser Bau der Strecke bewilligt. Für die vorgesehene Tramstrecke Basel - Liestal gaben die Basler Strassenbahnen den Bau eines vierachsigen Prototyp-Motorwagens mit Niederflur-Mitteleinstieg in Auftrag. Dieser wurde dann allerdings auf der Linie nach Aesch eingesetzt und ist heute noch als Oldtimer unter dem Namen "Tante Schuggi" im Einsatz. Die Betriebsbewilligung für die zuerst projektierte Strecke nach Pratteln ging an die eigens dafür im Jahre 1920 gegründete Basellandschaftliche Uebelandbahn AG (BUeB). Am 22.1.1921 erfolgte die Eröffnung der einspurigen Strecke nach Muttenz, am 20.10.1922 jener nach Pratteln.

Von St. Jakob her überquerte die Tramlinie die Birs auf einer schmalen Eisenbogenbrücke, die auch dem Verkehr auf der Kantonsstrasse diente. Entlang der Kantonsstrasse führte die Strecke zur Ausweichstelle Freidorf. Oberhalb dieser Haltestelle prallten übrigens am 22.7.1922 in der unübersichtlichen Kurve die Motorwagen 152 und 153 frontal ineinander, ein Fahrgast kam ums Leben und ein Wagenführer wurde schwer verletzt. Im gleichen Jahr noch wurde die Strecke zwischen der Birsbrücke und der Haltestelle "Birsfelderstrasse" (heute "Zum Park") doppelspurig ausgebaut und zusammen mit der Strecke nach Pratteln am 20.10.1922 eröffnet. Am 19.11.1931 wurde die Doppelspur zwischen der Birsfelderstrasse und Muttenz Dorf eröffnet, zusätzlich entstand bei der Muttenzer Schlaufe ein neues, langes Abstellgleis parallel zum Streckengleis. Am 3. Februar 1951 erhielt das Tram eine eigene doppelspurige Betonbrücke über die Birs, gleichzeitig wurde eine neue Linienführung vom Schänzli bis zum Käppeli von der Kantonsstrasse weg via Höhlebachgraben eröffnet. Im gleichen Jahr wurde die Schlaufenanlage "Schänzli" in Betrieb genommen. 1976 wurde die heutige Trambrücke bis zur Station Freidorf erstellt. Mitten auf dieser Brücke wurde eine Haltestelle "Hagnau" eingerichtet, welche die Haltestellen "Schänzli" und "Freidorf" ersetzen sollte. Etwa zwei Jahre lang war sie in Betrieb, danach wurde sie nach Protesten der Trambenützer wieder aufgehoben. 1978 schliesslich folgte mit einem Kostenaufwand von 6 Mio. Franken eine völlige Neukonzeption der Schlaufenanlage Schänzli. Im Spätsommer 1997 wurde die Schlaufe Muttenz stillgelegt und abgebrochen.

Streckenplan St.Jakob - Muttenz











historische Postkarte

Zwischen 1921 und 1951 überquerten Tram und Kantonsstrasse die Birs auf einer schmalen Eisenbogenbrücke. Seither benützen beide Verkehrsträger separate, breite Betonbrücken (Bild aus Jeanmaire 1969: 203).
historische Postkarte

1921 war die Strecke St.Jakob-Muttenz einspurig. Nach einer folgenschweren Frontalkollision wurde die Strecke bereits 1922 teilweise doppelspurig. Der Streckenverlauf entlang der Kantonsstrasse erwies sich mit der Zeit als problematisch, weshalb 1951 der Abschnitt zwischen Schänzli und Käppeli grossräumig verlegt wurde. Auf der Foto links die alte, rechts die neue Strecke via Höhlebachgraben (Bild aus Jeanmaire 1969: 203).
 


Alle Rechte © www.tram-basel.ch und Heiner Ziegler (Stand: 06.02.2005) - Letzte Änderung: 17.07.2012