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Strecke: Hammerstrasse - Mittlere Brücke (1895)

Linie 4 Linie 4 Linie 8 Linie 1 Linie 4 Linie 8 Clarastrasse Claraplatz Rheingasse Depot Hammerstrasse Mittlere Brücke - Barfüsserplatz 1895: Badischer Bahnhof Claraplatz - Kleinhüningen Clarastrasse Claraplatz Rheingasse Mittlere Brücke - Barfüsserplatz 1913: Badischer Bahnhof Claraplatz - Kleinhüningen

Die erste, 2777 Meter lange Tramstrecke Basels verband ab 6. Mai 1895 die beiden Bahnhöfe durch die mittelalterliche Innenstadt über die alte hölzerne Rheinbrücke aus dem Jahre 1225. Im Kleinbasel führte die Linie von der damaligen Bahnhofstrasse (heute Riehenring) via Claraplatz durch die enge Greifengasse zur alten Mittleren Brücke.





Beim Claragraben zweigte ein Gleis zur ersten Tramwerkstätte am Claragraben und zum ersten Tramdepot in der Hammerstrasse ab. Dieses Dienstgleis führte via Claragraben und Clarahofweg in die äussere Hammerstrasse. Um 1909 wurde das Gleis in der Hammerstrasse, um 1934 im Clarahofweg und um 1956 im Claragraben stillgelegt.

Im Juli 1899 durch Volksabstimmung beschlossen, wurde zwischen 1903 und 1905 die heutige Mittlere Brücke gebaut. Am 27. Mai 1903 fuhr letztmals das Tram über die alte Brücke, ab 28. Mai 1903 wurde die Tramlinie doppelspurig über ein Brückenprovisorium etwas unterhalb der heutigen Brücke geführt. Auf der Kleinbasler Seite verlief das Brückenprovisorium mit einem grossen Bogen und mündete beim heutigen Brückenkopf. Am 11.11.1905 wurde die neue Mittlere Brücke eröffnet.

Am Claraplatz endete von 1897 bis 1903 die Tramlinie nach Kleinhüningen. Wegen fehlender Gleisverbindung in die Greifengasse mussten die Wagen ab 1903 eine Spitzkehre durchführen und konnten deswegen keine Anhänger mitführen. 1921 wurde der direkte Gleisbogen von der Unteren Rebgasse in die Greifengasse erstellt. Der Gleiswechsel in der Unteren Rebgasse (erstellt 1910) wurde 1979 entfernt.

Die Greifengasse war nur einspurig befahrbar. Um 1921 wurde der untere Teil der Greifengasse bis zur Einmündung der Utengasse doppelspurig, der obere Teil erhielt eine Gleisverschlingung. Nach dem Abbruch der gesamten westlichen Häuserfront zwischen der Mittleren Brücke und dem Claraplatz konnte die Strasse deutlich verbreitert und das Tram ab etwa 1929 durchgehend doppelspurig geführt werden. Die Haltestelle "Hammerstrasse wurde 1924 in "Clarastrasse" umbenannt.

Streckenplan Clarastrasse - Mittlere Brücke

Zustand ab 1895

  Zustand ab 1921

Haltestellen-Abstände

Claraplatz
213mLinie 4
Rheingasse
284m
Schifflände

Die Tabelle zeigt die Abstände zwischen den Haltestellen im Jahr 1931.



historische Postkarte

Blick vom Claraplatz in die Clarastrasse um 1900. Im Vordergrund rechts ist das in den Claragraben abzweigende Gleis erkennbar. Es führt zur ersten Hauptwerkstätte (bis 1897) und zur Remise Hammerstrasse. Dieses erste Tramdepot wurde nach Eröffnung des Depots Allschwilerstrasse aufgehoben (heute kantonale Eichstätte), das Gleis im Claragraben blieb aber als Abstellgleis noch bis etwa 1956 erhalten (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
historische Postkarte

Blick auf den Claraplatz um 1900. Links das herrliche, mittelalterliche Schettyhaus, das 1951 abgebrochen wurde und einem profanen Neubau Platz machen musste. Im Vordergrund links die seit 1897 von Kleinhünigen her einmündenden Geleise. Die Linie 4 endete hier bis 1903. Bis 1921 mussten die Kurse der Linie 4 auf der Fahrt Richtung Grossbasel eine Spitzkehre vollführen. Anhänger konnten deshalb keine mitgeführt werden. (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
historische Postkarte

Blick vom Claraplatz in die Greifengasse um 1900. Die nach rechts abzweigenden Geleise führen seit 1897 nach Kleinhünigen. Im Vordergrund ist gut sichtbar, wie die Richtung Mittlere Brücke führende Strecke einspurig weiter geführt wird. Im Hintergrund rechts das alte Restaurant "zum schiefen Eck". Schon vor dessen Abbruch wurde die direkte Gleisverbindung (der Schiefeneckbogen) von der Greifengasse Richtung Kleinhüningen im Jahr 1921 endlich gebaut (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
historische Postkarte

Blick von der (neuen) Mittleren Brücke in die Greifengasse um 1908. Die Brücke wurde am 11.11.1905 dem Verkehr übergeben und ist bis heute unverändert geblieben. Die enge Greifengasse wurde bis 1929 einspurig befahren. Nach dem Abbruch der gesamten linken Häuserfront von der Engelmannschen Apotheke bis zum schiefen Eck wurde die Strasse verbreitert und die Tramstrecke doppelspurig geführt (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Während des Baus der heutigen Mittleren Brücke wurde wenige Meter flussabwärts eine provisorische, aber vollwertige Holzbrücke erstellt, Notbrücke genannt. Die Karte zeigt das Brückenprovisorium im Vordergrund während des Baus, im Hintergrund in der Bildmitte die Schifflände. 1903 fuhr nicht nur ein Tram letzmals über die 1225 erbaute erste Rheinbrücke, auch die Strecke durch die Eisengasse wurde damit aufgehoben (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
 


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