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Strecke: Dreirosenbrücke (1934)

Linie 1 1900: Schifflände - St. Ludwig Voltaplatz Linie 1 1913: Lysbüchel - Kannenfeldplatz 1900: Schifflände - St. Ludwig Voltaplatz 1913: Lysbüchel - Kannenfeldplatz Dreirosenbrücke 1897: Claraplatz - Kleinhüningen 1897: Claraplatz - Kleinhüningen 1897: Claraplatz - Kleinhüningen 1923: Schönaustrasse - Badischer Bahnhof Dreirosenbrücke 1897: Claraplatz - Kleinhüningen 1923: Schönaustrasse - Badischer Bahnhof Brombacherstrasse Brombacherstrasse Dreirosenbrücke Dreirosenbrücke Novartis Campus Novartis Campus Voltaplatz Voltaplatz 1900: Schifflände - St. Ludwig 1900: Schifflände - St. Ludwig

Am 25.06.1925 wurde in Basel ein Volksbegehren eingereicht, das den Bau einer Brücke zwischen den Quartieren St.Johann und Horburg / Kleinhüningen forderte. Bereits sechs Jahre später lag der Ratschlag der Regierung vor, die Kredite wurden bewilligt und am 1. September 1934 konnte die neue Brücke eingeweiht werden. Mit dem Bau der Dreirosenbrücke wurde auch eine schon 1898 geplante Tramlinie zwischen dem St.Johannbahnhof und dem Badischen Bahnhof realisiert und auf diesem Streckenabschnitt am 20. Dezember 1934 in Betrieb genommen. Damit konnte der bisherige, kurze Streckenabschnitt zwischen dem St.Johannbahnhof und dem Lysbüchel durch die Hüningerstrasse aufghoben werden. Die Kreuzung Klybeckstrasse / Horburgstrasse erhielt einen doppelspurigen Gleisbogen von der Brücke Richtung Kleinhüningen, sowie eine einfache Verzweigung Richtung Stadt. Letztere wurde um 1966 aufgehoben, statt dessen wurde die Kreuzung mit einem doppelspurigen Gleisbogen von der Mustermesse her Richtung Kleinhüningen ergänzt. Ebenfalls 1966 wurde die Verzweigung auf dem Voltaplatz umgebaut und an Stelle der weggefallenen Verbindung über die Johanniterbrücke eine neue Umfahrungsmöglichkeit via Dreirosenbrücke ermöglicht.

Ab 01.09.1939 bis 26.05.1946 war der ganze Streckenabschnitt vom Voltaplatz über die Dreirosenbrücke bis zur Mustermesse kriegsbedingt stillgelegt. Im Ratschlag 6464 betreffend Ausbau des Cityrings zwischen Heuwaageviadukt und Wettsteinplatz vom 8. Februar 1968 war vorgesehen, die Linie über den äusseren Ring und die Dreirosenbrücke durch eine Buslinie 41 zu ersetzen, da die Dreirosenbrücke sowieso einer Autobahnbrücke weichen müsse. In seinem Gesamtverkehrsplan, den Prof. Grabe im Auftrag der Regierung erstellt und 1976 vorgelegt hatte, empfahl auch dieser eine Umstellung der Tramlinie auf Busbetrieb aus den gleichen Gründen wie oben erwähnt. Die Linie 1 hat diese beiden Atacken bisher unbeschadet überlebt und fährt nun auf der soeben eröffneten Autobahnbrücke auf eigenem Trasse, sozusagen über die eine Etage tiefer verkehrenden Autos hinweg. Vor dem Neubau dieser Autobahnbrücke war der Trambetrieb auf der Strecke Horburgstrasse - Riehenring - Messeplatz von 1995 bis 24.12.1998 stillgelegt.

Streckenplan Dreirosenbrücke

        

Haltestellen

In den Fünfzigerjahren erhielt die bisherige Haltestelle "Horburgstrasse" die Bezeichnung "Dreirosenbrücke", und die bisherige Haltestelle "Dreirosenbrücke" hiess fortan "St.Johann-Hafen" (seit den Siebzigerjahren "Sandoz", seit 2004 "Novartis Campus"). 1958 wurde die bisherige Haltestelle "Voltastrasse" umbenannt und heisst seither "Voltaplatz". Bis dahin befand sich ein Platz dieses Namens am südwestlichen Brückenkopf der Dreirosenbrücke (am Ende der Mülhauserstrasse), auf dem Kartenabschnitt oben erkennbar. Die Haltestelle "Lagerhaus" wurde in den Siebzigerjahren aufgehoben.



historische Postkarte

Diese Postkarte aus den Dreissigerjahren zeigt die damals neue, heute nicht mehr bestehende Dreirosenbrücke mit einem Tramzug der Linie 1 (Ce 2/2 101-136 mit C2). Wo die Fussgänger in den Rhein blicken, floss damals die rote Flut von Schlachthausabfällen ungefiltert in den Rhein und zog über Kilometer eine lange rote Spur durch das Wasser (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
 


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