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Strecke: Aeschenplatz (1895)

1895: Barfüsserplatz - Aeschenvorstadt Aeschenplatz Aeschenplatz Aeschenplatz Linie 3 Linie 5 1900: Aeschenplatz - Münchensteinerbrücke Linie 1 1895: Aeschenplatz - Centralbahnplatz 1897: Aeschenplatz - Breite 1895: Aeschenplatz - Centralbahnplatz 1897: Aeschenplatz - Breite Aeschenplatz 1895: Aeschenplatz - Centralbahnplatz Aeschenplatz 1895: Barfüsserplatz - Aeschenvorstadt 1895: Barfüsserplatz - Aeschenvorstadt 1895: Barfüsserplatz - Aeschenvorstadt Aeschenplatz Aeschenplatz Aeschenplatz 1895: Aeschenplatz - Centralbahnplatz Linie 10 Linie 10 Aeschenplatz Aeschenplatz Aeschenplatz Linie 11 1895: Aeschenplatz - Barfüsserplatz 1897: Aeschenplatz - Breite 1900: Münchensteinerbrücke - Güterstrasse Linie 11 Linie 3 1895: Aeschenplatz - Barfüsserplatz 1895: Aeschenplatz - Centralbahnplatz 1897: Aeschenplatz - Breite 1900: Münchensteinerbrücke - Güterstrasse Aeschenplatz 1900: Münchensteinerbrücke - Güterstrasse

Vor 1858 war vorgesehen, auf dem Aeschenplatz den Centralbahnhof zu bauen. Zu diesem Zweck riss man im gleichen Jahr das Zollhaus vor dem Stadttor und die Stadtmauer nieder. Das vom Grossen Rat verabschiedete Gesetz, alle mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlagen um die Stadt zu entfernen, folgte erst am 27. Juni 1859, am 31. Mai 1861 verschwand das Aeschentor. Hundert Jahre nach dem Fall des Aeschentors riss man gleich die ganze Aeschenvorstadt nieder. Somit ist aus rein "verkehrstechnischen Gründen", wie man damals wie heute argumentierte, ein schöner historischer Stadtteil Basels verschwunden.

Die erste Tramlinie aus der Aeschenvorstadt Richtung Centralbahnplatz tangierte den Aeschenplatz 1895 nur am Rande. Bereits 1897 wurde die Strecke nach Birsfelden eröffnet. Die Birsfelderlinie wurde an den bestehenden Gleisbogen der Stammstrecke von 1895 angeschlossen. Etwa dort, wo sich später der Trambahnhof für die Vorortslinien entstand, wurde ein Abstellgleis und ein Gleiswechsel angelegt. 1900 entstand die Strecke Richtung St.Jakobsdenkmal - Gundeldingen. Die Bauarbeiten für die Tramstrecke nach Dornach begannen am 27.02.1902, am 6. Oktober des gleichen Jahres wurde bereits der Betrieb aufgenommen. Bis zum Denkmal verlief die Strecke, die gemeinsam mit der Linie 5 benutzt wurde, doppelspurig.



Ab 7. Dezember 1907 fuhr die Linie 11 Richtung Aesch ab Aeschenplatz. Dazu wurde auf dem Aeschenplatz Ende 1907 ein zusätzliches Abstellgleis erstellt. Die beiden Linien 10 und 11 wendeten zunächst in der St.Jakobstrasse vor dem Polizeiposten. Dieser Zustand war auf Dauer unhaltbar, Ende 1908 wurde deshalb eine grosszügige Geleiseanlage mit Wendeschlaufe mitten auf dem Aeschenplatz in Betrieb genommen. 1922 wurde der Einfahrtsbereich vor dem Aeschenposten geändert (siehe Gleisplan). Um 1925 wurde der rechtsläufige Gleiswechsel 236/237 entfernt. 1970 wurde die Anlage geändert und der Schlaufenradius erweitert. Sie diente bis zum Jahr 2001 als Endhaltestelle der Linien 10 und 11, besteht aber seither weiterhin.

Streckenplan Aeschenplatz (Zustand 1895 - 1900)

Streckenplan Aeschenplatz (Zustand ab 1902)



historische Postkarte

War der Aeschenplatz (im Gegensatz zu heute) vor 100 Jahren ein städtebauliches Juwel! Mitten auf dem Platz ein grosser Springbrunnen, links davon erkennen wir die Linie Richtung Centralbahnplatz, im Vordergrund Teile der Strecken Richtung Gundeldingen und Birsfelden. Die Wendeschlaufe ist auf dieser Foto von 1903 noch nicht vorhanden. Keines der abgebildeten Gebäude steht heute noch (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Fototechnik anno 1903: Bei allen fünf abgebildeten Motorwagen sind mit der Lupe die Wagennummern erkennbar! Von links nach rechts: Motorwagen Nr. 10, Nr. 5, Nr. 63, Nr. 53 (Beschilderung: St. Ludwig) und ganz rechts, halb abgeschnitten, Nr. 36. Dieser Motorwagen trägt seitlich die Aufschrift "Missionsstrasse - Barf...". Alle Gebäude auf dem Bild existieren heute nicht mehr (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
historische Postkarte

Die Mode der Jahrhundertwende, Postkarten zu kolorieren, hat zwar eine Schwund von Details zur Folge, auf der anderen Seite gibt sie uns Vorstellungen über den Anstrich der damaligen Tramwagen. Hier steht ein damals gelb lackierter Sommerwagen der Basler Strassenbahnen und ein grüner Birsfelderwagen auf dem oben erwähnten Abstellgleis auf dem Aeschenplatz (PK 05.03.1903 Sammlung H.Ziegler).


Der Aeschenplatz in den Zwanzigerjahren: Auf dem Abstellgleis links ein Ce 2/2 der Serie 101-136 mit Linienschild 5, daneben drei Zweiachsanhänger der Birseckbahn (zuvorderst Nr. 32), ganz im Hintergrund zwei kreuzende Dreiertrams der Serie 56‘‘-70‘‘. Die breite Säule im Vordergrund ist ein Kiosk (Postkarte Sammlung R. Gerbig).
 


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