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Die Kritiken

Basler Stadt-Zytig (10. Juni 2005)

Claudia Federspiels Spiel mit der Feder

Hanna Lohr ist eine Vorzeigefrau, die nie krank war, nie gefehlt hat und immer mehr für ihren Arbeitgeber tat, als andere. Hanna Lohr ist verzweifelt. Sie wurde gefeuert. Das packende Theaterstück aus der Feder der Basler Schauspielerin Claudia Federspiel ist jetzt erstmals in Basel zu sehen.

Typisch Clauda Federspiel. Wenn sie etwas anpackt, zieht sie es auch durch. (...) Also setzte sich Federspiel hin und schrieb innerhalb von zwei Wochen das Stück «Entlassen».

Warum gerade «Entlassen»? «Es hätte auch ein anderes Thema sein können», erklärt Federspiel, «aber ich denke, Arbeitslosigkeit und Alkoholismus liegen oft nah beieinander.»

Federspiels Darstellung ist umso erstaunlicher, wenn man in Betracht zieht, dass sie nicht nur Autorin und Schauspielerin, sondern auch noch Produzentin ist, die kaum Unterstützung erhielt.

Das Projekt «Zeit totschlagen» ist nicht nur Theater, es ist auch eine kritische Auseinandersetzung mit drängenden Themen der Zeit, die durchaus auch ein Stück weit als Therapiehilfe für Betroffene herhalten könnte.

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Webjournal.ch (7. Juni 2005)

Mit Reinhard Stumm unterwegs

Thema «Entlassen»

Je ein Stück von Komiker René Schweizer mit Tiefgang und ein oberflächliches von Claudia Federspiel am Wochenende vom 10. bis 12. Juni 2005 im «Unternehmen Mitte» in Basel

Katja Gaudard spielt den dreiviertelstündigen Monolog mit dem Titel «Die Säuferin», und spielt sie übrigens auch verdammt gut.

Der Zuschauer wird mitgenommen in diese Lebensgeschichte der Säuferin, die Schritt um Schritt aufgedeckt wird, so dass jeder nachvollziehen kann, wie die Sackgasse aussieht, aus der es kein Zurück mehr gibt. Das hat was zum Fürchten!

Was Claudia Federspiel bringt, ist (...) Beschreibung von Oberfläche, ist Werbung um Solidarität bei den Zuschauern.

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Basler Stadt-Zytig (3. Juni 2005)

Erfolg bei Bühnen-Premiere: René Schweizer «Säuferin»

«Die Säuferin» ist ein packender Monolog, der eindringlich die Problematik der Alkoholabhängigkeit thematisiert.

Eindringlich und ausdrucksvoll nimmt die Schauspielerin Katja Gaudard das Publikum mit auf eine Reise durch die Psyche einer alkoholkranken Frau.

«Die Säuferin» pendelt zwischen Depression und Glückseligkeit - ist mal ganz obenauf und voller Zuversicht, und im nächsten Augenblick wieder ganz unten und ohne Perspektive. Momentaufnahmen einer Sucht, die unter die Haut gehen.

Was da abwechselnd kraftvoll, wimmernd, leidend, selbstmitleidig, optimistisch, resignierend und einsichtig von der «Säuferin» monologisiert und körpersprachlich umgesetzt wird, packt das Publikum. Der Monolog gibt Einblicke in die Abgründe des eigenen Suchtpotentials jedes einzelnen Zuschauers.

Was die Botschaft des Monologes betrifft, sagt René Schweizer: «Ich will aufzeigen, was für Problematiken und Gedanken in einem befallenen Gehirn aufkommen. Darüber hinaus will ich dokumentieren, dass es, trotz aller Einsichten und Therapien sehr schwer ist, von der Genussdroge Alkohol wegzukommen.»

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Basler Zeitung - Kultur Magazin (30. Mai 2005)

Absaufen und Abmotzen

Zwei Erstaufführungen der neu gegründeten Theatergruppe XXXL in Dornach

René Schweizer, Autor, ehemaliger Schauspieler am Theater Basel und Mitbegründer von XXXL, verfasste den realitätsnahen und stellenweise äusserst poetischen Text.

Katja Gaudard spielt die wissens- und alkoholbegierige Regina mit einer Körperpräsenz, wie sie selten anzutreffen ist. Festgenagelt auf einem Stuhl scheint sie dennoch zu tanzen. Jede Geste ist so exakt ausgeführt, dass sogar die kleinste Fingerbewegung von intensiver Ausdruckskraft ist. Auch die sprachliche Arbeit - Redeschwall an Redeschwall - ist trefflich. Denn trotz dieser Präzision berührt die Figur, gerade auch weil Gaudard in den richtigen Augenblicken die nötige Distanz wahrt.

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Basellandschaftliche Zeitung (30. Mai 2005)

Neues Theater am Bahnhof

In der Regio Basel gibt es ein neues Monolog-Theater: das «Theater XXXL». Es will ein «Inspirationstheater» sein. Zwei Frauen-Monologe bildeten die Premiere.

Die Idee des «Theater XXXL» ist hervorragend (...) da sie als Vehikel das schwierigste Fach aufgreift, welches die Bühne bietet: den Monolog. Wenn nur ein Mensch auftritt - wohlgemerkt kein Kabarettist, der Zeitbezüge humorvoll darstellt - nur bewaffnet mit seiner Mimik, Gestik und seinem Talent, um einen literarischen Text zum Leben zu erwecken, dann muss aber alles stimmen: Text, Aussage und Spiel.

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Basler Zeitung - Kultur Magazin (26. Mai 2005)

Selbstgespräche

Das Wandertheaterprojekt «XXXL»

Humorist René Schweizer und Schauspielerin Claudia Federspiel bringen mit ihrem Wandertheaterprojekt «XXXL» Schicksale auf die Bühne. An verschiedenen Orten sollen ausschliesslich Monologe in Erstaufführung gezeigt werden.

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Dornacher Wochenblatt (26. Mai 2005)

Neues Theater am Bahnhof

Zeit totschlagen - zwei Monologe als Schweizer Erstaufführung

Mit den beiden Monologen zeigt das Theater XXXL, gegründet von Claudia Federspiel und René Schweizer, seine erste Produktion, die immer eine Erstaufführung sein soll.

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Baslerstab (13. April 2005)

Sich selber therapiert

René Schweizer macht wieder von sich reden. Der frühere Nonsens-Aktivist hat sich der ernsten Muse zugewandt.

In langen Diskussionen mit einer dem Suff verfallenen Leidensgenossin, die er in einer Schweizer Alkoholklinik kennen gelernt hatte, begann sich René Schweizer intensiv mit sich und seiner Sucht auseinanderzusetzen.

Diese Frau hat alles, was ein Leben lebenswert macht. Sie studierte Altphilologie und war beruflich hoch qualifiziert.

Der Text ist prägnant verfasst und geht unter die Haut. Für den Autor hatte der lange Prozess bis zum Endprodukt und die theatralische intensive Vorarbeit eine therapeutische Wirkung.

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Matthyas Jenny, Verlag Nachtmaschine, Internationales Literaturfestival Basel und BuchBasel

Reaktion auf den Text «Die Säuferin»

«Ein sehr guter Text, ein literarischer Text mit Sogwirkung»




Alle Rechte © www.theater-xxxl.ch - Original: 02.01.2007, letzte Änderung: 30.09.2007