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Strecke: Riehen Dorf - Riehen Grenze (1914)

Lörracherstrasse Riehen Dorf Riehen Grenze Weilstrasse 1908: Riehen - Basel Lörracherstrasse Riehen Dorf Riehen Grenze Weilstrasse 1908: Riehen - Basel Lörracherstrasse Riehen Dorf Riehen Grenze Weilstrasse Fondation Beyeler 1908: Riehen - Basel 1919: Lörrach Lörracherstrasse Riehen Dorf Riehen Grenze Weilstrasse 1908: Riehen - Basel 1919: Lörrach Linie 6 Linie 6 Linie 6 Linie 6

Die Strecke zwischen Riehen Dorf und der Landesgrenze wurde am 1. Dezember 1914 eröffnet und gleichzeitig ein durchgehender Trambetrieb Riehen - Allschwil eingerichtet (Linie 6). Zu diesem Zeitpunkt war die Verlängerung nach Lörrach bereits vorgesehen, sie verzögerte sich aber bis 1919 wegen des Ersten Weltkriegs (1914-1918). Im Weichenplan von 1915 sind die Geleise bereits ein kleines Stück über die Grenze hinaus eingezeichnet.

Die Situation in Riehen Grenze (Veränderungen 1914-1973)

Im Bereich der Landesgrenze hat sich die Gleissituation wiederholt geändert: Inbetriebnahme 1.12.1914. 1918 wurde die Strecke an der Grenze auf eine Spur reduziert und 1919 die Lörracher Strecke in Betrieb genommen. Ab 1926 fuhr das Tram durchgehend grenzüberschreitend (bis 1938). 1947 entstand die Schlaufe, 1967 wurde der Trambetrieb in Lörrach eingestellt und 1973 die Schlaufe umgebaut.



Streckenplan Riehen Dorf - Riehen Grenze

Die Strecke zwischen Riehen Dorf (damals "Riehen Kirche") und der Landesgrenze war durchgehend doppelspurig, bis auf ein kleines Einspurstück beim Erlensträsschen in Riehen Dorf. 1947 wurde die Schlaufe bei der Landesgrenze gebaut, 1949 diejenige im Dorf. 1959 verschwand das dritte Gleis in Riehen Dorf, gleichzeitig wurde das 62 Meter lange Einspurstück beim Erlensträsschen doppelspurig ausgebaut. 1973 wurde die Wendeschlaufe an der Grenze umgebaut, die Fahrtrichtung in der Schlaufe umgekehrt, ein Überholgeleise gebaut und die drei Abstellgeleiseentfernt.

Während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) wurde der Streckenabschnitt zwischen Dorf und Grenze nur sehr reduziert zu Spitzenzeiten mit einem einzelnen Pendelkurs befahren. Die übrigen Kurse der Linie 6 wendeten in Riehen Dorf.

Haltestellen

Die Haltestelle "Rössligasse" bestand nur während sehr kurzer Zeit, 1919 wurde sie bereits wieder aufgehoben. Ab 1908 hiess die zentrale Haltestelle in Riehen "Riehen Dorf", ab 1914 "Riehen Kirche", ab etwa 1930 "Riehen" und seit etwa 1945 wieder "Riehen Dorf".





In Riehen Dorf begann dorfauswärts ein kurzes Einspurstück, auf dem Bild aus den Zwanzigerjahren gut erkennbar. Am 01.09.1939 wurde dieser Streckenabschnitt gesperrt und eine Panzersperre eingerichtet. Diese Sperre in der Baselstrasse im Bereich der Rössligasse wurde vor der Wiederaufnahme des Tramverkehrs bis zur Grenze am 21. Oktober 1940 wieder beseitigt (Bild aus "Riehen, Geschichte eines Dorfes" von 1972).


Mit dem Ausbruch der Ersten Weltkriegs am 31.07.1914 wurde die zuvor offene Grenze nach Deutschland geschlossen. Geplante Tramverlängerungen von Basel aus ins benachbarte Ausland mussten vorerst ruhen. Das Bild zeigt die Zollstation zwischen Riehen und Lörrach im Jahr 1915, im Hintergrund liegt Lörrach Stetten, der Fotograf steht auf Schweizer Boden und hält im Bild einen diensteifrigen Grenzbeamten fest, der eine Markgräflerin mit unterwürfigem Gesichtsausdruck kontrolliert (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Bei genauem Hinsehen erkennen wir im Staub der Landstrasse die Tramschienen, die schon 1914 bis kurz über die Landesgrenze hinaus verlegt worden sind. Im Weichenplan von 1915 sind diese bis zu diesem Zeitpunkt noch nie befahrenen Schienen eingezeichnet. 1919 schliesslich wurde der Trambetrieb nach Lörrach endlich aufgenommen.


Die Haltestelle "Riehen Grenze" in den Fünfzigerjahren. Bis 1967 verkehrten hier Be 4/4, danach Düwags. Die Linie 9 verkehrte damals nicht nach Riehen, sondern bis 1960 zwischen Allschwil und dem Eglisee. Kurse, die ab Riehen nach Allschwil fuhren, wurden mit der Endzielnummer 9 beschildert (Foto Lehnhart, Wien).
 


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