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Strecke: Neuewelt - Münchenstein (1902)

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Für den Streckenabschnitt Neuewelt - Münchenstein bestehen einige offene Fragen. Klar ist, dass die Strecke von der Neuen Welt bis zur Birsbrücke im Eröffnungsjahr 1902 durch weitgehend offenes, unbebautes Gelände führte und gradlinig dem Talboden entlang bis zur Birsbrücke führte. Bis zur Ausweichstelle "Hofmatt" war sie einspurig, ebenso auf der engen Birsbrücke bis zur Ausweichstelle in Münchenstein. Statt der Kantonsstrasse Richtung Arlesheim zu folgen, führte das Trasse zur Elekrtitätsgesellschaft Allioth (später Brown Boveri), um von dort stetig ansteigend zur Kantonsstrasse zu gelangen (bei der späteren Haltestelle Baselstrasse).

Schon bald nach Betriebseröffnung musste die Streckenkapazität durch Ausbau auf Doppelspur erhöht werden, der Abschnitt Birsbrücke - Münchenstein machte 1903 den Anfang. 1922 wurde an Stelle der bisherigen, von Tram und Autos gemeinsam benutzten und engen Birsbrücke, eine neue allein für die Bahn gebaut. 1981 wurde diese erneuert und dabei die Strecke begradigt. 1925 war die ganze Strecke zwischen der Neuen Welt und Brown Boveri doppelspurig. Erst 1995 konnte nach aufwändigen Erweiterungsarbeiten des Einschnitts die Strecke bei der Kreuzmatt, zwischen Brown Boveri und Baselstrasse, doppelspurig angelegt werden. Um diesen Streckenausbau zu ermöglichen, wurde 1995 eine Kehrschlaufe gebaut, die heute im normalen Bahnbetrieb allerdings nur selten Verwendung findet.

Einige Fragen sind offen: Im Jahre 1902 bestanden die späteren Haltestellen "Birseckstrasse" und "Dammstrasse" (ab 2001 "Zollweiden") noch nicht. Wann genau sie entstanden, ist unklar, vermutlich anlässlich des Ausbaus auf Doppelspur im Jahre 1925.

Im Weichenplan von 1902 ist als erste Ausweichstelle östlich des Dreispitz eine solche namens "Münchensteinerbrücke" eingezeichnet. Damit muss die Hofmatt gemeint sein, die nahe bei der Birsbrücke zu Münchenstein liegt. Im Streckenplan für Bahnwärter ist zwar die Haltestelle "Birsbrücke" (am rechten Birsufer), nicht aber die Haltestelle "Hofmatt" (am linken Birsufer) eingezeichnet.

Wann genau die Haltestelle "Baselstrasse" entstanden ist, ist unklar. 1902 jedenfalls existierte sie noch nicht.

Streckenplan Neuewelt - Münchenstein







Massenandrang bei der Ausweichstelle Hofmatt im Jahre 1902. In den ersten Jahren wurde die Linie nach Dornach durch die BStB betrieben, die Birseckbahngesellschaft stellte dazu 4 Motorwagen bereit. Zur Verstärkung kam auch BStB-Rollmaterial zum Einsatz. Auf dem Bild BEB-MW Nr. 4 mit BStB-Sommerwagen sowie zweimotorige BStB Ce 2/2 ("Birsfelderwagen") mit Sommeranhängern (Repro aus TCB-Bulletin 15).


Die alte Birsbrücke beim Bruckgut im Jahr 1920, zwei Jahre vor ihrem Abbruch. Die Tramstrecke verjüngt sich von der Ausweichstelle "Hofmatt" her kommend auf eine Spur. Rechts die Eisenbahnbrücke der Jurabahn. Hier ereignete sich am 14. Juni 1891 das bisher schwerste Eisenbahnunglück der Schweiz, bei dem 71 Personen den Tod fanden (Foto aus der Heimatkunde Münchenstein, 1995).


Bis 1922 diente eine schmale Birsbrücke dem Tram und Privatverkehr gleichermassen. 1922 erhielt die Birseckbahn ihre eigene, doppelspurige Brücke. Auf dem Bild BEB-Ce 2/2 Nr. 4 bei der Haltestelle "Birsbrücke" im ersten Betriebsjahr, im Hintergrund die Dächer der Hofmatt (Foto Archiv BEB).


Das Werkgelände der Elektra Birseck bei der damaligen Haltestelle "Birsbrücke" im Jahre 1916. Die Elektra, eine Stromhandelsfirma, lieferte der Birseckbahn ab dem ersten Betriebsjahr die Elektrizität (Werkfoto Ce 2/4 11 BBC).


Die Haltestelle "Münchenstein Dorf" um 1910. Auf dem Bild ein zweiachsiger Motorwagen der Birseckbahn mit einem Sommeranhänger, im Vordergrund das Restaurant "Tramstation" dahinter der Laden der "Birseckschen Produktions- und Consum-Genossenschaft" (Foto aus der Heimatkunde Münchenstein, 1995).


Der Ce 2/2 Nr. 2 im ersten Betriebsjahr bei der damaligen Haltestelle "Münchenstein E.G.A.". Die drei Buchstaben stehen für "Elekro Gesellschaft Allioth", später Brown Boveri AG. Im Hintergrund die Birsebene mit Dächern und Kaminen der Elektra Birseck (Foto Archiv BEB).


Nach Münchenstein gelangte das steil ansteigende Trasse durch einen Geländeeinschnitt zur Hauptstrasse Richtung Arlesheim. Auf dem Bild der Einschnitt in der Kreuzmatt mit der Griebengassbrücke. Erst 1995 wurden die schrägen Bahnborde durch Mauern ersetzt und dieser Streckenabschnitt doppelspurig ausgebaut (Foto Archiv BEB).
 


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