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Strecke: Centralbahnstrasse - Margarethenbrücke (1902)

IWB Barfüsserplatz Markthalle Spalentor Universität 1902-1907: Bahnhofsprovisorium Linie 2 Musikakademie Linie 2 1897: Centralbahnplatz - Wettsteinbrücke 1900: Aeschenplatz - Denkmal - Güterstrasse IWB Barfüsserplatz Markthalle Spalentor Universität 1902-1907: Bahnhofsprovisorium Linie 2 Musikakademie Linie 2 1897: Centralbahnplatz - Wettsteinbrücke 1900: Aeschenplatz - Denkmal - Güterstrasse Linie 1 Linie 1 1903: Centralbahnplatz - Missionsstrasse 1903: Centralbahnplatz - Missionsstrasse IWB Barfüsserplatz Markthalle Universität Linie 2 Musikakademie Linie 8 1912: Heuwaage - Margarethenbrücke 1900: Aeschenplatz - Denkmal - Güterstrasse IWB Barfüsserplatz Markthalle 1903: Centralbahnplatz - Missionsstrasse Universität Linie 2 Musikakademie Linie 2 1912: Heuwaage - Margarethenbrücke 1900: Aeschenplatz - Denkmal - Güterstrasse Linie 1 Linie 1 1903: Centralbahnplatz - Missionsstrasse 1903: Centralbahnplatz - Missionsstrasse 1903: Centralbahnplatz - Missionsstrasse 1934: Binningen

1902: Elisabethenanlage - Margarethenbrücke

Zwischen 1902 und 1907 wurde der alte, aus dem Jahre 1870 stammende Centralbahnhof durch einen Neubau ersetzt. Für das Bahnpublikum wurde während dieser Zeit ein Bahnhofsprovisorium bei der Güterstrasse, mit Zufahrt über die verlängerte Gempenstrasse, betrieben. Die Linie 2 erhielt von der Elisabethenanlage her eine neue doppelspurige Zufahrt und gelangte über die neu erstellte Margarethenbrücke in die Güterstrasse. Die Linie vom Bahnhof über das Bachlettenviadukt bestand zu diesem Zeitpunkt noch nicht, da dieser Streckenabschnitt bis zum 12. Mai 1901 durch die Elsässerbahn belegt war. Der provisorische Bahnhof ab 3.9.1902 Endpunkt der Linien 2 und 5. Am 24. Juni 1907 wurde das Bahnhofsprovisorium stillgelegt, mit ihm auch die zuführenden Tramgeleiseanlagen. Das stadtauswärts führende Gleis in der Elisabethenanlage wurde übrigens nach 1907 belassen und verschwand erst anfangs der 60-er Jahre mit dem Bau des Heuwaageviadukts. Es diente über 50 Jahre lang als (selten verwendetes) Abstellgleis. Der davor liegende, zunächst rechtsläufige Gleiswechsel 167/168 wurde um 1952 durch einen linksläufigen ersetzt und ebenfalls um 1964 entfernt.

1912: Innere Margarethenstrasse



Die Erstellung einer Tramlinie durch die Innere Margarethenstrasse war vom grossen Rat schon wiederholt angeregt worden. Sie sollte vor allem der Erschliessung des Neubads dienen. Die Erstellung der Neubadstrecke verzögerte sich aber wegen Uneinigkeit in der Linienführung. Das Eidgenössische Schützenfest im Juli 1912 gab dann den Ausschlag, diese Direktverbindung vom Bachlettenviadukt zur Innenstadt bevorzugt zu erstellen und mit der neu geschaffenen Linie 9 zu befahren. Die Strecke durch die Innere Margarethenstrasse, von der Heuwaage zur Margarethenbrücke, wurde am 5.7.1912 eröffnet.

Merkwürdigerweise bestand während langer Zeit keine direkte Schienenverbindung von der Inneren Margarethenstrasse geradeaus zur Margarethenbrücke. Diese wurde erst 1928 auf Drängen der Bevölkerung des Gundeldingerquartiers gebaut. Eine eigens dafür geschaffene Linie 25 eröffnete am 1.8.1928 diese Direktverbindung ins Gundeldingerquartier.

Die Strecke durch die Innere Margarethenstrasse steigt von der Heuwaage (264 müM) zur Markthalle (280 müM) hoch und ist nach dem Kohlenberg der zweitsteilste Streckenabschnitt in Basel. Vor der Zeit der Vierachser verkehrten auf der Linie 18 unter anderem Motorwagen der Serie 137‘‘-148‘‘ ohne Luftbremsen in Kombination mit relativ schweren Dreiachsanhängern. Da diese Anhänger keine Sicherheitsbremsen hatten, musste sich der Billeteur gemäss Dienstvorschrift während der Fahrt durch die Margarethenstrasse im Bereich der Handbremse aufhalten, um bei Gefahr rechtzeitig eingreifen zu können. Am 14.11.1958 hat sich auf dieser Strecke ein Tramunglück ereignet, als ein abwärts fahhrender Zug der Linie 26 wuchtig auf einen davor fahrenden 18-er pralle. Die Steilstrecke wurde nachts auch wiederholt für Bremsversuche und Messfahrten genutzt.

Streckenplan Elisabethenanlage - Margarethenbrücke


Haltestellen-Abstände

Linie 1Linie 4
PasserellePasserelle
237m247m
MarkthalleMarkthalle
485m268m
SteinenringMargarethenstrasse

Die Tabelle zeigt die Abstände zwischen den Haltestellen in den Jahren 1931 und 1934.





Die Centralbahnstrasse um 1918: Alle auf dem Bild erkennbaren Gebäude, mit Ausnahme der Post ganz im Hintergrund, stehen heute noch. Heute ist das Fotografieren oder das Überqueren der Strasse an dieser Stelle wegen dichten Autoverkehrs fast unmöglich (PK 19.02.1918 Sammlung H.Ziegler).


Diese Karte von 1933 ist in mancherlei Hinsicht besonders interessant: Man erkennt das in die Elisabethenanlage führende Gleis als Rest der Zufahrt zum Bahnhofsprovisorium. Mitten auf der Strasse steht ein Motorwagen der Serie 22-48 mit Linienschild 4, daneben eine an die Fahrleitung gelehnte Holzleiter und ein Lastwagen des Fahrleitungsdienstes (PK 06.03.1933 Sammlung H.Ziegler).
historische Postkarte

Die Margarethenbrücke wurde 1902 mit dem Tram erschlossen, und zwar durch die Strecke zum Bahnhofsprovisorium in der Gempenstrasse. Die Innere Margarethenstrasse war von der Heuwaage her erst ab 1912 mit dem Tram befahrbar. Die Foto von 1928 zeigt die neu gebaute Markthalle und links die Garage "Schlotterbeck" (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
historische Postkarte

Die Margarethenbrücke und die Garage "Schlotterbeck" um 1930. Beachte das markante, leider längst verschwundene Tramhäuschen links im Bild vor der Garage (Postkarte Sammlung R.Gerbig).
historische Postkarte

Luftbild aus den frühen Sechzigerjahren: Links die Heuwaage, rechts die Markthalle, dazwischen die Innere Margarethenstrasse. Die grossen Grünanlagen links und rechts der Heuwaage wurden um 1965 dem Bau des Heuwaageviadukts geopfert, das inzwischen wie eine Staumauer die Heuwaage überspannt und vierspurig freie Fahrt für freie Bürger bietet (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
 


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