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Strecke: Aeschenplatz - Münchensteinerstrasse (1900)

Grosspeter 1895: Aeschenplatz Denkmal 1895: Aeschenplatz 1902: Münchensteinerbrücke - Dornach Münchensteinerbrücke - Güterstrasse 1895: Aeschenplatz Denkmal Münchensteinerstrasse Münchensteinerstrasse Grosspeter 1902: Münchensteinerbrücke - Dornach Münchensteinerbrücke - Güterstrasse Linie 10 Linie 5 Linie 5 Linie 5 Linie 10 Linie 5 Linie 11 Linie 11 Grosspeter 1895: Aeschenplatz Denkmal 1895: Aeschenplatz 1902: Münchensteinerbrücke - Dornach Münchensteinerbrücke - Güterstrasse 1895: Aeschenplatz Denkmal Münchensteinerstrasse Münchensteinerstrasse Grosspeter 1902: Münchensteinerbrücke - Dornach Münchensteinerbrücke - Güterstrasse Linie 10 Linie 15 Linie 5 Linie 5 Linie 10 Linie 15 Linie 11 Linie 11 Linie 15 Linie 10 Linie 11 Linie 10 Linie 11 2001: Peter-Merian-Strecke

Das vor der Jahrhundertwende in kurzer Zeit als architektonische Einheit gebaute und dicht besiedelte Gundeldingerquartier bedurfte dringend eines Tramanschlusses; leider war aber der direkte Weg zum Bahnhof noch durch die Elsässerbahn versperrt, die Margarethenbrücke existierte noch nicht. Die erste Erschliessung des Gundeldingerquartiers mit dem Tram erfolgte deshalb mit einem Umweg vom Aeschenplatz her über die Münchensteinerbrücke zum Tellplatz in die Güterstrasse. Diese Strecke wurde am 2. August 1900 eröffnet. Am 15. Oktober 1900 wurden die beiden Linien St. Ludwig - Marktplatz und Aeschenplatz - Güterstrasse miteinander zu einer einzigen Linie verbunden (später mit Liniennummer 5). Ab 1902 befuhr zusätzlich die Birseckbahn, ab 7. Dezember 1907 die Linie 11 von Aesch her die Teilstrecke zwischen der Münchensteinerbrücke und dem Aeschenplatz. Um 1906 wurde der Einspurbereich der Münchensteinerbrücke, um 1909 jener zwischen dem St.Jakobsdenkmal und der Grosspeterstrasse auf Doppelspur ausgebaut.

1926 wurde das Verzweigungsgebiet "Münchensteinerstrasse" durch einen doppelspurigen Gleisbogen ergänzt, der eine Direktverbindung von der Thiersteinerallee in Richtung Dreispitz (und umgekehrt) ermöglichte. 2001 schliesslich wurde - erstmals wieder seit vielen Jahrzehnten - eine neue Tramstrecke im Stadtgebiet von Basel eröffnet, die Direktverbindung von der Münchensteinerbrücke zum Bahnhof SBB. Zuvor musste die Münchensteinerbrücke neu gebaut und massiv verbreitert werden. Die neue breite Brücke ermöglichte den Einbau einer dritten Tramspur für getrennte Fahrspuren Richtung Aeschenplatz bzw. Richtung Bahnhof SBB.

Haltestellen

Bis 1929 existierte zwischen dem Aeschenplatz und dem St.Jakobsdenkmal eine zusätzliche Haltestelle "Langegasse". Gleichzeitig mit deren Aufhebung erhielt die ursprüngliche Haltestelle "St.Jakobsdenkmal" ihren noch heute gültigen Namen "Denkmal". Um 1971 wurde die Haltestelle "Münchensteinerstrasse" der Linie 15 aufgehoben. Seit 2001 die Linien 10 und 11 über die Merianstrecke verkehren, besteht zur Linie 15 keine direkte Umsteigebeziehung mehr.

Streckenplan Aeschenplatz - Münchensteinerstrasse







Die St.Jakob Strasse kurz nach Eröffnung der ersten Tramlinie ins Gundeldingerquartier, etwa um 1900. Zwischen Aeschenplatz und St.Jakobsdenkmal verlief die Strecke seit Beginn doppelspurig. Die Gegend galt damals als Quartier für Begüterte und war reich an prächtigen Villen in grossen Parkanlagen (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Der fabrikneue Birseckbahn-Motorwagen Nr. 11 im Jahr 1916 in der damaligen Haltestelle "St.Jakobsdenkmal". Vermutlich handelt es sich bei dieser als Postkarte herausgegebenen Fotografie um eine Werkaufnahme der Brown Boveri AG. Interessant ist das Kopfschild des Fahrzeugs, auf dem "Basel" angeschrieben steht. In späteren Jahren lautete die Beschilderung stets "BEB" (Postkarte Sammlung H.Ziegler).


Der Be 2/2 65‘‘ schleppt an diesem Junitag im Jahr 1963 nicht etwa ein automobiles Pannenfahrzeug in die Haltestelle "Grosspeterstrasse", sondern wirbt unglaublicherweise für freie individuelle Fahrt. Das Resultat dieses Werbefeld- zugs ist offensichtlich: Nicht ein Gebäude oder ein Baum auf diesem Bild hat den Fortschritt in Richtung autogerechte Stadt überlebt. Offenbar waren die Kassen damals ebenso leer wie heute, so dass sogar ein Pakt mit dem Teufel gerade noch Recht genug war (Foto H.Braun Sammlung H.Ziegler).


Die Münchensteinerbrücke in den Zwanzigerjahren. Im Hintergrund sie 1912 erbaute Heiliggeistkirche, in der Ferne das noch völlig unbebaute und unerschlossene Bruderholz. Das Eckhaus links ist der Thiersteinerhof. Die schöne Villa rechts wurde 1944 durch amerikanische Bombenangriffe zerstört (PK Sammlung H.Ziegler).
 


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