Strecke: Aeschengraben - Centralbahnplatz (1895)
Am 29. Juni 1857 beschloss der Grosse Rat, "auf dem Feld vor dem St. Elisabethenbollwerk, extra muros" einen durchgehenden Bahnhof zu bauen. Dieser erste, 1870 eingeweihte Centralbahnhof war genau betrachtet der dritte in Basel gebaute Bahnhof: Der erste befand sich auf dem heutigen Schällenmätteli und der zweite als Provisorium bei der heutigen Engelgasse.
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Von 1895 bis 1897 endete die einzige Tramlinie stumpf auf dem Centralbahnplatz, 1897 ergänzt durch die Gleisanlagen der von der Wettstein- brücke her kommenden Linie. Bei der Einmündung der Nauenstrasse befand sich eine gleichnamige Haltestelle, die 1919 aufgehoben wurde. Als 1902 der alte Centralbahnhof abgerissen wurde, wurde die spätere Linienverlängerung Richtung Markthalle gebaut. Zwischen 1902 und 1907 erhielt die Linie 2 aber vorübergehend eine andere Linienführung: Statt zum Centralbahnplatz fuhr sie zum Bahnhofsprovisorium via Güterstrasse. Am 22. Juni 1907 wurde der innert fünf Jahren von den Architekten Emil Faesch und Emanuel La Roche mit einem Aufwand von 36 Mio. Franken erbaute heutige Bundesbahnhof eingeweiht. Damit erhielt die Linie 2 ihre urprüngliche Streckenführung über den Centralbahnplatz zurück, gleichzeitig wurden auf dem Centralbahnplatz zwei Gleiswechsel eingebaut.
1911 wurde die Weiche Nr. 1 als erste in Basel elektrifiziert. 1925 wurde die Gleisanlage erweitert und mit einer beidseitigen Wendeschlaufe ergänzt. Diese Wendemöglichkeit gewann in den folgenden Jahrzehnten vor allem für den Messeverkehr eine grosse Bedeutung. Um 1952 wurde der letzte verbliebene Gleiswechsel am Bahnhof SBB entfernt. Die erste Haltestelle nach dem Centralbahnplatz Richtung Brausebad befand sich beim französischen Bahnhof und hiess "Passerelle", sie wurde 1959 aufgehoben. 2001 wurde die gesamte Gleisanlage durch den heutigen Trambahnhof ersetzt und damit die neu gebaute Merianstrecke zur Einführung der Vorortslinien 10 und 11 angeschlossen.
Streckenplan Aeschengraben - Centralbahnplatz (Zustand ab 1925)
Haltestellen-Abstände
| | | 1931 | 1934 |
| | Aeschenplatz | | |
| | | 494m | 494m |
| | Centralbahnplatz | | |
| | | 117m | 117m | Passerelle-Centralbahnplatz L2 = 109m |
| | Passerelle | | |
| | | 237m | 237m | Passerelle-Markthalle L4 = 247m |
| | Markthalle | | |
Die Tabelle zeigt die Abstände zwischen den Haltestellen in den Jahren 1931 und 1934.

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Der alte Centralbahnhof in einer Abbildung, als das elektrische Tram noch nicht existierte. Damals verkehrte das schienenlose Pferdetram zwischen den beiden Bahnhöfen. Der alte Centralbahnhof wurde 1902 abgebrochen (Postkarte Sammlung H.Ziegler). |

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(Retouchierte) Postkarte des Centralbahnplatzes im Zustand, als noch keine Wendeschlaufen existierten. Der neue Bundesbahnhof wurde 1907 eröffnet, die erste Wendeschlaufe entstand 1925 (Postkarte Sammlung H.Ziegler). |

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Als 1903 die Tramlinie über den Ring eröffnet wurde, war der heutige Bahnhof SBB eine Grossbaustelle. Der Platz wurde deshalb nur von einer einzigen Tramlinie bedient. Die Wettsteinlinie fuhr vorübergehend via Elisabethenanlage direkt zur Margarethenbrücke und weiter zum provisorischen Bahnhof. Der heutige Bahnhof wurde 1907 eröffnet, womit auch die Linie 2 wieder hierher verkehrte (PK 7.8.1908 Sammlung H.Ziegler). |

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1925 wurde die Gleisanlage auf dem Centralbahnplatz ausgebaut. Sie erhielt dabei auch eine zweiseitige Wendeschlaufe. Diese hatte besonders für den Messeverkehr der folgenden Jahrzehnte eine grosse Bedeutung. Ab 1934 wendete hier auch die neue Tramlinie nach Binningen. Die Foto von etwa 1932 zeigt einen alleinfahrenden Be 2/2 der Linie 8 (PK Sammlung H.Ziegler). |
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