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BVB: Linie 3

Linie 3: Linienführungen

von bis    
10.05.1897 11.06.1906 Missionsstrasse (Burgfelderplatz) - Birsfelden (Schulstrasse)
12.06.1906 14.03.1930 Burgfelderstrasse - Birsfelden (Schulstrasse)
15.03.1930 21.05.1932 Burgfelden Grenze - Birsfelden (Schulstrasse)
22.05.1932 heute Burgfelden Grenze - Birsfelden Hard
(Betriebsbedingte Umleitungen nicht berücksichtigt)

Geschichte der Linie 3

Keine andere Linie ist ihrer ursprünglichen Strecke derart treu geblieben wie die Linie 3: Seit ihrer Betriebseröffnung am 10.05.1897 fuhr sie zwischen Burgfelderplatz und der Schulstrasse in Birsfelden. Eine erste Verlängerung westwärts wurde nötig, um den damals stark frequentierten Kannenfeldfriedhof an das Tramnetz anzubinden, was erst nach Verlegung der Elsässerbahn aus dem Spalenring möglich wurde.

seit 1930

Die nachfolgenden Streckenverlängerungen nach Burgfelden Grenze (15.03.1930) und Birsfelden Hard (22.05.1932) waren logische Folge der Stadtexpansion. Die Streckenlänge zwischen diesen beiden Endhaltestellen betrug 1932 6296 Meter (heutiges offizielles Mass: 6402m), die Höhendifferenz zwischen dem tiefsten (Bären) und höchsten (Birsfelden Hard) Punkt beträgt 19.96 Meter. 1932 betrug die Fahrzeit von Endhaltestelle zu Endhaltestelle 24 Minuten. Bei einem Fahrplanintervall von 6 Minuten wurden 9 Kurse benötigt. Seit 1932 hat die Linie 3 keine Änderung mehr erfahren, von unbedeutenden Geleiseverschiebungen und Haltestellenänderungen abgesehen.

Anfangs der 50-er Jahre war die Linie 3 vorübergehend von der Umstellung auf Busbetrieb bedroht, ein Vorhaben, das glücklicherweise nie realisiert worden ist und heute keinerlei Aktualität mehr hat. Am 1.Dezember 1965 wurde der billeteurlose Anhängerbetrieb eingeführt.

Heute wird darüber nachgedacht, die Linie 3 westwärts ins Elsass via Bourgfelden nach St.Louis und ostwärts Richtung Augst-Pratteln zu verlängern. Konkrete, ausführungsreife Projekte dazu liegen aber noch nicht vor.

Linie 3: Technische Daten

Burgfelden Grenze - Birsfelden Hard: 6.402 km
Steilste Strecke
(Adhäsionsstrecke):
Be 4/6 616 20.10.01 
Kohlenberg 7.99% (andere Angabe in Literatur: 7.3%)
 
Engster Kurvenradius:Schlaufe Burgfelden Grenze: 14m
Fahrzeit
Burgfelden Grenze - Birsfelden Hard
ca. 24 Minuten

Linie 3: aktuelle Haltestellen

Linie 3: Fahrzeuge

Die Vierachsmotorwagen fuhren ab 1962 mit B4, meist der ersten Serie (1401-1415). Heute verkehen Kompositionen aus Be 4/6 (Sänfte) + Be 4/4, Be 4/6+Be 4/6 (Düwag), Be 4/4 + B4 + Be 4/4 oder Be 4/4 + B4. Züge mit 2 B4 sind auf der Strecke über den Kohlenberg nicht zugelassen.

1897-1909

Für die Linie 3 mit ihrer Steilstrecke am Kohlenberg mussten 1897 neue, zweimotorige Wagen mit einer Leistung von 2 x 22 PS angeschafft werden (27-40, später umnummeriert 8-21). Diese sogenannten "Birsfelder Wagen" waren ursprünglich offen und verkehrten bis 1900 solo, ab 1900 auch mit C2 (45-49, 205-219) oder mit Sommeranhängern.

1909-1912

Ab 1900 wurden erste, einfache Stirnwandverglasungen eingebaut. Zwischen 1907 und 1909 wurde die ganze Motorwagenserie umgebaut und erhielt geschlossene und abgerundete Plattformen. Die Wagen verkehrten solo, mit C2 201-219 oder mit Sommeranhängern.

1912-1919

1912 erhielt der 3-er neue, stärkere Motorwagen (137-151, später umnummeriert 56-70, 2 x 35 PS). Diese Wagen blieben der Linie 3 bis 1951 treu. Die Wagen verkehrten solo, mit C2 201-219 oder mit Sommeranhängern. Ausnahmsweise wurden auch Ce 2/2 152-163 eingesetzt.

1919-1935


Die inzwischen umnummerierte Motorwagenserie 56-70 [ex 137-151] dominierte. Als Anhänger wurden offene Sommerwagen oder geschlossene Anhänger mit offenen oder geschlossenen Plattformen eingesetzt. Ab 1922 wurden sie durch umgebaute Anhänger mit Mitteleinstieg ersetzt. Ausnahmsweise fuhren auch Ce 2/2 137-148 [152-163] mit zugehörigen Anhängern (Quelle: Pleuler in TB10: 62).

1936-1951


Standardmotorwagen war immer noch ein Ce 2/2 der Serie 56- 70 [ex 137- 151] solo oder meist mit Mitteleinstiegsanhänger, im Sommer auch mit offenem Sommerwagen.

1951-1962 (Rollmaterial der Einsatzkurse weggelassen)

1951 wurden die zweiachsigen Motorwagen von den Vierachsern (401- 452) abgelöst (ab 1958 401-456). Die Vierachsmotorwagen fuhren bis 1962 solo oder mit zweiachsigen Anhängern (B2 1170 ff.).

1962-1998 (Rollmaterial der Einsatzkurse weggelassen)

Copyright Heiner Ziegler Copyright Heiner Ziegler
Be 4/4 401-452 (423-452: Standard) mit B4 1401 ff. (Standard)
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Be 4/4 453-456 (gelegentlich) mit B4 1401 ff.

Seit 1998

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Be 4/6S 659 ff. + Be 4/4 466 ff.: Standardzug

Ferner:

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Düwag-Doppeltraktion Be 4/6 603 ff.
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Be 4/4- Doppeltraktion: Be 4/4 466 ff. + Be 4/4 466-476
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Be 4/4- Doppeltraktion: Be 4/4 466 ff. + Be 4/4 466-476 mit B4 1423 ff.
Copyright Heiner Ziegler Copyright Heiner Ziegler Copyright Heiner Ziegler
Be 4/4- Doppeltraktion: Be 4/4 466 ff. + Be 4/4 466-476 mit B4S 1449 ff.

Be 6/8 "Combino" seit Dezember 2004.

Beispiele von Fahrzeugeinsätzen

Montag, 29.7.2002

Sonntag, 8.12.2002

Dienstag, 30.12.2003

Kurs 1
Kurs 13
Kurs 14
Kurs 2
Kurs 11
Kurs 3
Kurs 12
Kurs 4
660 + 476
673 + 469
661 + 468
668 + 474
680 + 478
663 + 472
683 + 471
669 + 473
Kurs 1
Kurs 2
Kurs 3
Kurs 4
Kurs 5
Kurs 6
499 + 1486
642 + 629
666 + 475
668 + 473
498 + 1463
660 + 474
Kurs 11
Kurs 22
Kurs 23
Kurs 12
Kurs 32
Kurs 13
Kurs 41
Kurs 31
668 + 466
499 + 1486 + 476
661 + 471
673 + 469
684 + 468
666 + 472
663 + 475
628 + 627

Linie 3: Bilder

Bild vom 24.6.01  
Fast 50 Jahre lang haben die Baracken das Bild der Linie 3 geprägt (Be 4/4 434 am Aeschenplatz). Kein einziges der Fahrzeuge der 2. Generation (423 - 452) ist erhalten geblieben! (434 und 456, Birsfelden Hard).
 
Die Baracken waren Arbeitspferde, die auch mit einem B4-Anhänger den Kohlenberg problemlos meisterten. Bis 1962 fuhren die Baracken mit einem B2-Anhänger, danach mit einem B4, meist der ersten Generation (434 und 1405, Schulstrasse).
 
Heute kann man mit etwas Glück auf der Linie 3 immer wieder Kuriositäten antreffen: Be 4/4 474 und 475 in Doppeltraktion (12.08.2001, St.Alban-Tor) ...

... oder Düwags solo (614 und 606 am 26.8.01 am Kohlenberg).

 


Alle Rechte © www.tram-basel.ch und Heiner Ziegler (Stand: 22.12.2004) - Letzte Änderung: 17.07.2012