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Haltestelle: Eglisee

Fondation Beyeler Hirzbrunnen-Claraspital Habermatten

Das hölzerne Tramhäuschen mit Ziegeldach bei der Haltestelle Eglisee stammt aus dem Jahr 1908, in dem die Linie nach Riehen eröffnet worden ist (7.August). Leider scheint das Publikum diesem Kleinod nicht immer die nötige historische Wertschätzung entgegenzubringen, wie Schmierereien und Verschmutzungen zeigen. Bis 14. Mai 1930 hiess die Haltestelle "Lange Erlen".

Die Kehrschlaufe wurde 1948 gebaut, die dahinterliegende Abstellanlage zehn Jahre später. Letztere ersetzte damals hauptsächlich die vor dem Badischen Bahnhof gelegenen Abstellgeleise. Nach der grossen Verschrottungsaktion Ende der Siebzigerjahre wurde die Anlage vorübergehend kaum mehr gebraucht. Am 1. Januar 1991 wurden die Geleise 4 bis 6 reaktiviert, die Anlage diente dem Abstellen von Kursen der Linie 2, da die Depots zu wenig Platz boten. Heute dient die Abstellanlage der Remisierung ausgedienter Schienenfahrzeuge, wo sie vor einer allfälligen Verschrottung für einige Zeit abgestellt werden. Ist für ein Fahrzeug sein letzter Tag gekommen, wird es in die Hauptwerkstätte Klybeck oder ins Depot Wiesenplatz geschleppt und dort auf ein Pneufahrzeug verladen. Die grosse Problematik dieser Abstellanlage besteht in ihrer Lage in der Grundwasserschutzzone. Aus diesem Grund ist die ganze Anlage mit einer von der BVB erstellten Ölwanne abgesichert.

Das Paradepferd der Oldtimerflotte, die "Tante Schuggi", ist dank den Bemühungen des Tramclubs vor dem sicheren Abbruch gerettet worden. Heute mag es fast unvorstellbar sein, dass dieser und andere wertvolle Wagen fast zehn Jahre lang in der offenen Abstellanlage standen, dem Wetter und Vandalen schutzlos ausgesetzt. Deshalb gab 1979 die Direktion der BVB dem TCB die Möglichkeit, über den Geleisen 2 und 3 eine geschützte Abstellhalle zu errichten. Nach verschiedenen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Baubewilligung wurde diese am 5.2.1982 schliesslich auf provisorischer Basis für die Dauer von fünf Jahren erteilt. In zahllosen freiwilligen Arbeitsstunden, mit Tausenden von Spendefranken finanziert, wurde die Halle von Mitgliedern des TCB in Frohnarbeit gebaut. Die Freude währte nicht lange: Anfangs 1987 lief die bisherige provisorische Baubewilligung ab, eine neue Bewil- ligung scheiterte am Widerstand Riehens, der Stadtbildkommission und am Wasserschutzgesetz. Selbst ein Gang vor das Obergericht konnte den Abbruch der Halle nicht verhindern: Diese musste auf den 31. März 1991 entfernt werden. In der Folge konnten die Museumsfahrzeuge vorübergehend in Rodersdorf eingestellt werden.

Als Endhaltestelle

von bis    
04.07.1966 heute Richtung Wettsteinplatz - Bahnhof SBB
03.12.1939 27.11.1960 Richtung Barfüsserplatz - Allschwil
15.10.1956 10.11.1961 Richtung Innere Margarethenstrasse - Bruderholz

Weichenplan Eglisee

Bilder Haltestelle Eglisee

Bild vom 02.09.2001   Bild vom 23.12.2001
Der Combino 310 hat soeben die Haltestelle verlassen und überfährt die zur Kehrschaufe führende Weiche Richtung Habermatten. Das Hauptsignal im Vordergrund hat soeben auf Rot gewechselt, das knapp sichtbare Signal im Hintergrund steht auf Grün.   Eigentlich ein schmuckes Wartehäuschen bei der Haltestelle Eglisee - Abfall und Sprayereien trüben leider das Bild.
 
Bild vom 11.08.2001   Bild vom 13.05.2001
Wieviele Juwelen haben in den letzten Jahrzehnten hier gestanden, und alle sind sie fort: rechts vorne Be 4/4 449, dahinter 427, 456, 444 und 435, links 434, 450 und 451.   Nicht eine Nostalgiebahn im tropischen Tschungel, sondern das Gleis der BVB zur Abstellanlage beim Eglisee.
 


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