Haltestelle: Barfüsserplatz
Seit der Betriebseröffnung am 06.05.1895 war der Barfüsserplatz einer der zentralsten Stellen im Tramstreckennetz. In den ersten Betriebsjahren befand sich dort sogar ein kleiner Trambahnhof mit diversen Spurwechseln, einem kleinen Stationsgebäude (genannt Reseanum, eröffnet am 15.Oktober 1900) und einem Wendegeleise. Dieses Geleise war der Rest der ehemaligen Geleisestrecke durch die Gerbergasse, der ursprünglichen Linienführung Richtung Marktplatz vor Entstehung der Falknerstrasse (1899). Es gab sogar noch ein kurzes Abstellgeleise in der Streitgasse (Richtung Freie Strasse). Am 10.08.1927 wurde im Stationsgebäude ein Bombenattentat ausgeführt, deren Urheber nie eruiert werden konnten. Ein Tramangestellter wurde dabei getötet, etwa ein Dutzend Personen zum Teil schwer verletzt.
1947 wurde das prächtige Jugenstilgebäude mit seinen gusseisernen Verzierungen abgebrochen und durch ein nüchternes Stationsgebäude mit Beton-Flachdach ersetzt. Im Gebäude befand sich auch die Abrechnungsstelle und Diensträume für das Fahrdienstpersonal.
1968 wurde am Kohlenberg eine elektrische Bodenheizung eingebaut. Um 1977 wurde das System der "Doppelhaltestelle" eingeführt.
2001 wurde ein neues Stationsgebäude (Architekt: Rolf Furrer) mit Dienstleistungszentrum für die Tramkunden eröffnet. Wegen Budgetüberschreitungen und baulicher Unzulänglichkeiten war es lange in den Schlagzeilen der Basler Presse.
2006 stand die Gleissanierung im Bereich Barfüsserplatz - Theaterstrasse - Steinenberg an, während der die betroffenen Gleise auf eine gigantische, 5000 Tonnen schwere Betonplatte verlegt wurde. Diese Betonplatte ist auf 760 Federelemente schwingungsgedämpft gelagert und vermindert dadurch Lärmbelästigungen durch den Tramverkehr im angrenzenden Musiksaal des Stadtcasinos um mindestens 90%. Während den Sommerferien 2006 war die Innenstadt deshalb für sechs Wochen komplett für das Tram gesperrt. Eine ausführliche Foto-Dokumentation dazu finden Sie hier.
Als Endhaltestelle
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bis |
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| 01.06.1900 |
14.10.1903 |
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Richtung Heuwaage - Morgartenring |
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| 01.07.1905 |
30.04.1911 |
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Richtung Morgartenring - Allschwil |
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| 05.07.1912 |
09.07.1912 |
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Richtung Innere Margarethenstrasse - Festplatz Schützenmatte |
| 22.05.1922 |
03.12.1939 |
Richtung Heuwaage - Allschwil |
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| 24.12.1910 |
30.04.1911 |
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Richtung Schifflände - Hüningen |
| 01.07.1915 |
14.05.1927 |
Richtung Denkmal - Bruderholz |
| 02.09.1939 |
06.09.1939 |
Richtung Denkmal - Bruderholz |
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| 22.05.1932 |
01.09.1939 |
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Richtung Aeschenplatz - Leimgrubenweg |
Bilder Haltestelle Barfüsserplatz
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Blick vom Steinenberg zum Kohlenberg. Seit 1905 ist die Strecke zwischen Barfüsserplatz und Gewerbeschule (Lyss) doppelspurig. Gut erkennbar ist auch der Gleiswechsel kurz vor Beginn des Kohlenbergs. Die Haltestelle "Barfüsserplatz" der Linie 3 befand sich an der Strassenecke (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
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Dieselbe Stelle heute, allerdings auch schon im Detail historisch: Vom Barfüsserplatz her nähert sich der inzwischen verschrottete Be 4/4 427 der Linie 16. Wo früher eine gemütliche Quartierbeiz war, hat sich heute der amerikanische Konzern für Wegwerfverpackungen eingenistet (Bild vom 23.06.2001).
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Der Barfüsserplatz aus entgegengesetzter Richtung betrachtet um 1904: Die schöne Häuserkulisse im Hintergrund sowie die mittelalterliche Burg (Lohnhof) sind heute weitgehend unverändert, das Jugendstil-Tramhäuschen ("Reeseanum", abgebrochen um 1948) und das alte Stadtcasino links im Bild sind verschwunden. Bis Ende der 60-er Jahre wurde der ehemalige Marktplatz als Autoparking missbraucht (Postkarte Sammlung H.Ziegler).
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Heutiger Blick auf die Haltestelle der Tramlinien Richtung Marktplatz und auf das neue Stationsgebäude. Die Häuserzeile im Hintergrund ist seit 100 Jahren so gut wie unverändert geblieben.
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Weitere Informationen
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