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Zwischengas

Auf einem Pfade hinter dem fünften Stern des Nachmittags stellte mal einer jene Frage nach der nächste Tankstelle.
Man antwortete mit Gruppensex und Urwald. Barsch kamen die Entgegnungen, und selbst die Leisetreter murrten hörbar auf. Ganze Rucksäcke wurden verschoben, respektive deren Inhalt ... es war wie im tiefsten Schnee.
Ein Mann mit einem ausgefallenen Namen nahm bald darauf alles in die Hand; die Zügel wurden gelockert, man achtete auf die Haarlänge und die Dauer der Sätze. Schlagzeugende Grillen fanden vorübergehend einen Job, Hopfen und Malz wurden wiedergefunden, und Dietrich von Bern sang die einleitende Melodie. Der Chor der Milchstrasse kam um eine Viertelstunde zu spät - es wurde gestreikt an jenem Tag.
Mit dem Rhythmus kam die Sicherheit und die Freude am Bahnhof. Ein ältlicher Idealist demissionierte und verbrannte seine Aufzeichnungen.
Der Schnee begann sich gelb zu färben, und es roch ein wenig stark nach Adam.



aus dem Gedichtheft ZWISCHENGAS, das in einer Auflage von fünfundzwanzig Exemplaren 1971 erschienen und vom Autor mit einer persönlichen Widmung versehen worden ist.




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 15.02.2006