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Das Fritzenkunst-Spiel

"Fast jeder Mensch wird als Genie geboren und stirbt als Arschloch."
(Charles Bukowski)

These

Das Leben ist ein uraltes geheimes Weltbilder-Wettspiel zwischen diversen kosmischen Teams.
Gegenwärtig ist die Erde der Haupt-Austragungsort des Spiels.
Das Ziel ist der endgültige Sieg eines Weltbildes über alle anderen.
Ist das Ziel erreicht, beginnt das Spiel von vorne.
Zeit spielt keine Rolle.
Alle Tricks sind erlaubt.
Beide Seiten arbeiten mit Spionen.
Das Spiel ist in vollem Gange.

Story

Vor einiger Zeit ist den Knörks vom Weltbild der Wirrnis ein brillanter Spielzug gelungen. Sie verankerten völlig unerwartet eine geniale taktische Metapher im Ideenstrom des Spiels: die umgekehrte Null. Dadurch wurde die gesamte Spielsituation gleichzeitig auf den Kopf gestellt und um ihre Querachse gedreht. Oben war plötzlich unten und rechts plötzlich links, heiter plötzlich ernst und klug plötzlich blöd. Seither müssen die Neugeborenen der betroffenen Teams den langen Weg vom Genie zum Arschloch gehen.

Leere

Bei der Situationsanalyse entdeckten die Fritzen vom Weltbild der Narrheit, dass die Idee der umgekehrten Null direkt aus der Leere stammt, der Essenz des nicht erschaffenen Seins, dem Urquell alles Existierenden.
Damit war den Meisternarren klar, dass das Gegenmittel auch nur dort gefunden werden konnte.
In der Leere kann man nur finden, wenn man nicht sucht.
Den Zustand des nicht suchenden Findens erreicht man, wenn man sich in einen ausservernünftigen Zustand bringt.
Diesen konnten die Fritzen mit der Methode des Zweckgähnens erreichen. Man setzt sich bequem vor ein gerahmtes Fritzenkunstwerk, lässt den Unterkiefer fallen und atmet durch den Mund ein und aus. Wenn das Gähnen einsetzt, verschwindet die Welt (das Bild); sie weicht der Leere. Lässt man diese in seine Brust strömen, erkennt sie den brennenden Herzenswunsch und erfüllt ihn. Auf diese Weise wurden die Fritzen mit dem Luxusbegriff der Lunst beschenkt, der Verschmelzung von Lust und Kunst.

Fritzenkunst-Rahmen

Jedes Fritzenkunstwerk hat einen Rahmen, der die Leere in Grenzen hält und auf ihr Symbol reduziert.
Beim Fritzenkunstwerk ist der Rahmen wichtiger als der Inhalt, selbst wenn die Leere der Inhalt ist.
Der Rahmen macht die Wahrheit sichtbar.

1. Grobfassung, 2004, Forel Klinik

 

"Wenn man alles, was nicht möglich ist, ausgeschlossen hat, dann muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, und sei sie noch so unwahrscheinlich."
(Sherlock Holmes)

 

Erweiterung

Die Fritzenkunst dient zur Erkenntnis und Verdeutlichung der eigenen Mittelmässigkeit und Durchschnittlichkeit. Da jeder Mensch in Wirklichkeit ein Gott ist, sucht er im Trivialen unbewusst das Vergnügen in der Einfachheit. Dies im Sinne des Postulates von Josef Beuys: 'Jeder Mensch ist ein Künstler.'
Die Mehrheit weiss dies einfach nicht, weil sich ihr diese Frage nicht stellt.

5. Dezember 2008

Weiteres

Das Fritzenkunst-Werk

Die Bilder.




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 05.12.2008