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Die Umgekehrte Null

Eine Un-Fuge

von René Saliminand Schweizer

Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere die rechte Gerade.

Für Karl und Groucho Marx

Zur «Technik» des Schreibens der UMGEKEHRTEN NULL

So wie es mir nie einfiele, ein Haus eigenhändig zu bauen, so käme es mir nie in den Sinn, das Gerüst für ein Theaterstück selbst zu bauen.
Wir leben im Überangebolt. Alles ist im Überfluss vorhanden: Formen, Inhalte, Werte, Moden, Meinungen, Ideen, Bilder ... Garagen.
Getreu dem Worte «Neues wird nie gesagt, es wird nur Altes neu gesagt» habe ich mir für die UMGEKEHRTE NULL das Gerüst von Friedrich Dürrenmatts «Physikern» ausgeborgt und Aussage für Aussage ersetzt.
Manchmal, wenn mir ein Dürrenmattsatz gefiel oder mir gerade nichts einfiel, beliess ich ihn so wie er war.

Verfasst 1989 auf einer Autofahrt von Los Angeles nach Miami und zurück über Memphis und Las Vegas.

Ort

Ort: Im Schlund der Zeiten

Nähere Umgebung: Das Sternbild des Wahns mit dem Radiergummifluss, in welchem die Dorfelefanten baden, wenn sie eine schlechte Idee hatten.
Am Himmel schwebt eine leuchtende Gurke. Ihr grünliches Licht taucht die dösende Landschaft in einen dämmrigen Dunst.
Salvadór Dalí reitet am Horizont auf einer Giraffe von rechts nach links, von links nach rechts, von rechts nach links und hängt seiner Methode von der kritischen Paranoia nach.
Ein Legastheniker mit Sombrero liegt aus einer Strandguitarre und seufzt der Jail House Rock.
Riesige Pinsel bemalen ununterbrochen den Hintergrund: hellgrün, pink, mauve, buchhaltungsgrau ...
Césars hoch gereckter Daumen verspricht, es sei alles in Ordnung. Ein enormer, von Christo eingepackter Hundekuchen denkt über die Natur der Dinge nach ...




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 04.10.2005