www.rene-schweizer.ch
                 

Standort: Werk > Dichter > Gier

Gier

Wenn letzte Winde
krächzend heulen
und die Natur
den Nacken beugt -
wenn grosse Flüsse
leidend stöhnen,
der Kreatur der Atem stockt
und stolze Wälder fallen,
dann hat der hohle Mensch
sein Ziel erreicht,
die Welt zerstört,
die einst für ihn erschaffen.
Dann flieht die Seele
seinen Körper,
sucht hechelnd
einen frischen Ort zum Sein,
wo sie erbarmungslos
und ohne Gnade
ein neues Spielbrett
für ihre Sucht entdecken kann.


René Schweizer, 2008




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 16.07.2008