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Durst

Suchend

irre ich

durch abgetretene Wege

meine sie jungfräulich

Erkennend

stehle ich mich davon

sorgsam meine Spuren

verwischend

Beschämt

hebe ich den Becher

und schleudere ihn Sokrates

ins Gesicht:

... dass ich nichts weiss!


René Schweizer, 1968



Aus dem Gedichtheft ZWISCHENGAS, das in einer Auflage von fünfundzwanzig Exemplaren erschienen und vom Autor mit einer persönlichen Widmung versehen worden ist.




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 13.02.2006