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Durchsichtig

Ich sehe die Trauben
Ich sehe den Wind
Ich sehe den Gürtel
Ich sehe das Kind
Ich sehe den Acker, den Mond und die Nutte,
den Übergeier in blassblauer Kutte
Ich sehe die Dame, die keine mehr ist
Ich sehe die Leute mit all ihrem Mist
Ich sehe und schaue und blinzle und döse
und strample per Fahrrad bis an die Meuse
Dies alles seh ich und ich seh noch viel mehr:
Ich sehe den Arsch
und ein Furz macht ihn leer ...



aus dem Gedichtheft ZWISCHENGAS, das in einer Auflage von fünfundzwanzig Exemplaren 1971 erschienen und vom Autor mit einer persönlichen Widmung versehen worden ist.




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 07.10.2007