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Selbstbeschreibung in der Klinik «südhang»

Zu meiner Person

Ich bin am liebsten allein.

Unter Leute bin ich seit jeher nur gegangen, um zu saufen und Nonsens zu hören und zu verzapfen; es ist mir nicht möglich, das Leben ernst zu nehmen. Dazu ist es zu absurd und zu paradox.

Ich gehe nicht mehr ins Kino, nicht mehr ins Theater, an Parties, Vernis-sagen, Konzerte, Geburtstage, Hochzeiten, Beerdigungen, Taufen und dergleichen, auch an keine Fussballspiele. Das ödet mich alles an.

Wenn ich mit Leuten rede, geht es immer um Projekt, Ihre oder meine. Nur so zum Spass kann ich keine Leute treffen. Das Normale langweilt mich und verursacht körperliches Unbehagen.

Ich will mich nicht ändern, weil die erwähnte Grundhaltung ein Zustand ist, der sich mit den Jahren allmählich entwickelt hat und meiner Persönlichkeit sowie meinem Charakter entspricht.

Die Menschen sind mir egal. Alle. Wenn sich so etwas wie Beziehungen ergeben, lösen sie sich auf, sobald ich den Ort wechsle. Dort ergeben sich, wenn lohnend, neue Beziehungen. Die Vergangenheit kümmert mich nicht, sie ist passé.

Meine Phantasie bietet mir genügend Unterhaltung, Nervenkitzel und Beschäftigung. Ich liebe es, sie zu erforschen und zu entdecken.

Gleichmut ist der Gemütszustand, den ich anstrebe.
Das ist alles.


Klinik «südhang», 23.03.2003




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 04.10.2005