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Biografie 2008

René Schweizer, am 27. Juli 1943 um 21.15 Uhr in Basel geboren.

1962: Maturitätsabschluss der Kantonalen Handelsschule Basel.
Anschliessend Angestellter in der Wertschriften- und Börsenabteilung der American Express Co. Inc.
1963: Kaufm. Angestellter bei «Regent Beleuchtungskörper AG» (gefeuert wegen einer Pultschublade voller leerer Whiskyflaschen).
Herbst 1963: Zusammen mit Jörg Müller nach Paris und London. Von der Kuba-Krise erst erfahren, als sie vorbei war. Erste Bekanntschaft mit Zen und Free Jazz.
Diverse Jobs, vom Metzgereiarbeiter über den Malereiangestellten bis zum stellvertretenden Schullehrer.
1964: Bewerbung um ein kantonales Stipendium für die Schauspielschule Zollikon (Linde Strube).
Besuch der Schule während einiger Monate zusammen mit Matthyas Jenny.
1966/67: Studium von Sprache und Geschichte an der Universität Basel. Erste Bekanntschaft mit Marihuana.
1967: Angestellter in der Werbeabteilung des Warenhauses Rheinbrücke Basel, dann kurzfristig bei GGK Werbeagentur, Basel.
Ende 1967: Lektüre von Hermann Hesse's "Steppenwolf".
7. Feb. 1968: Bankbetrug. Reise nach Spanien, Marokko, Italien und Israel.
5. Juli 1968: Verhaftung in Mailand. Übers Radio verliebt in Patty Bravos "La Bambola". Bekanntschaft mit Giancarlo Lodigiani, Papierexperte in einer Geldfälscherbande, Erich Schaufelberger, Falschgeldtraffikant, und Heribert von Goldammer, deutscher Baron und Wehrmachtoffizier; er sagte, er sei unschuldig.
13. Sept. 1968: Auslieferung an die Schweiz. Lohnhof Basel, Strafanstalt Oberschöngrün bei Solothurn und Schällemätteli in Basel.
13. Sept. 1969: Entlassung aus dem Gefängnis.
Aufenthalt in Ligornetto (Tessin). Handel mit Haschisch, LSD, Speed und Me-scalin etc.
1971: Rückkehr nach Basel. Gründung von ASS, Organisation zur Veränderung der Welt und zur Verblüffung des Erdballs. Mitglieder: Christoph Schwegler, Rinaldo Brevi, Silvio Caduff, Dominik Müller, Steffi Egeler, Peter Bertrand, Paul Huber.
Arbeit als Zügelmann bei der Fusion von CIBA und Geigy mit "Totechopf-Charlie" Fisler.
1972: Mit Giselle Morandi Besuch bei Salvador Dalí in Cadaques. Sie gefiel ihm besser, und ich war out!
1973: Niederschrift des "Francobollophänomen", zuerst in Italien, dann in Spanien und in der Provence. Lebensunterhalt finanziert von Robert Käppeli jun.
Winter 1973: Los Gorgonzolas, Gauklertruppe, zusammen mit Wini Sauter gegründet.
Für die Hungerkatastrophe in Aethiopien über Fr. 30'000.- gesammelt (Aktion des Magazins Der STERN).
1974: Auftritte mit Tony Smart und Jane Carpenter als "Buffalo, Banana und Ubaldo" in Cadaquez; anschliessend mit Tony Reise in die Schweiz, um Geld für unsere Theaterpläne aufzutreiben.
1976: Berlin. Erster Fernsehauftritt in einer Musiksendung mit Karl Dall als Präsentator und mit Udo Lindenberg, Hanns Dieter Hüsch u.a.
Kurze Saufbesuche mit Susanne X in Ostberlin.
1977: EIN SCHWEIZERBUCH Band 1 im Robert Käppeli Verlag.
TV-Auftritte: Talkshow "Je später der Abend" mit Reinhard Münchenhagen.
Talkshow in Berlin mit Guido Baumann und Inge Meisel.
"Karussell"-Beitrag im Schweizer Fernsehen.
Show im ORF mit Guido Baumann.
TV-Show in Berlin mit Curt Jürgens.
1978: Reise nach Brasilien. Nach drei Wochen panikartige Rückkehr in die Schweiz wegen Angst vor Caipirinha-Suchtgefahr. Dreiwöchige Fastenkur in der Buchinger-Klinik in Überlingen am Bodensee.
EIN SCHWEIZERKÄSE (Verlag Nachtmaschine Basel).
WDR-Film "Grocks Erben" mit EMIL und DIMITRI.
Show im Schweizer Fernsehen mit Christoph Schwegler und Mani Hildebrand (mit Ludwig Hirsch und Country Joe).
"Kölner Treff" mit Elke Heidenreich, Reinhold Messner und Paul Breitner. Von Paul Breitner mit einem Flammenschwert zur Berühmtheit geschlagen und berühmt gesprochen (mit Urkunde).
"KUNST-Kissenschlacht" mit Breitner und Reinhold Messner.
Unzählige Radiosendungen im SWF3, Radio DRS (U.a. "Das Prominente Mikrophon") und in der BRD.
1979: Das GAGAistische Manifest, Sphinx Verlag.
Gast in der Dichterklause des Grazer Stadtmuseums.
1980: Erdballstempelungsprojekt in Berlin. Pressekonferenz mit Bubi Scholz.
1981: Auf Einladung der Organisatoren der ART 12'81 - UNART-Ausstellung auf einer Fläche von 200 m2 in Basel. Nonsens-Video, Performance "GAGA-MEMNONS ZAHNTECHNIKERPARTY", Face-Building und Kunststempelungen.
1982: EIN SCHWEIZERBUCH Band 2 und Band 3. Rückzug in die Berge. Meditationen auf unzähligen Gebirgsmärschen (Alpen-philosoph).
Saufen, was das Zeug hält; dann Powerwandern, um das Gift wieder los zu werden.
Erstes KUNSTERBUNT mit Rinalda Caduff in den Räumen ihrer Tanzschule in Chur. Präsentation einiger der Objekte aus der UNART-Ausstellung. Modeschau von Eva Olgiati, Schwester von Valerio und Tochter des legendären Flimser Architekten.
Mitwirkung als Schauspieler in der Serie des Schweizer Fernsehens über die Schweiz in der Zeit der Industrialisierung. Rolle: Schwindsüchtiger Weber, Säufer und Vater eines Sohnes, den er mit Ohrfeigen traktiert.
1983, 27. Juli: 40. Geburtstag. Als Einstimmung zweimonatige Rosskur mit langen Märschen von Tal zu Tal zu Tal und Diät.
In der Nothütte der Alp Guv im Safiental zwei Tage vor dem Geburtstag mitten in der Nacht endgültig erkannt, dass "alles ein Spiel" ist und die Schweiz kein Ort für mich und meine Ideen.
Ende 1983 bis April 1985 mehrere Aufenthalte in den USA. Verschiedene Projekte und Konzepte, wie SNOSE und FUNFIGHTER, Akademie der Hofnarren.
1984: Bahnreise von New York nach Süden bis New Orleans. Ich komme an Lynchburg Tennessee vorbei, wo der legendäre Jack Daniels Whiskey hergestellt wird. Es ist sehr früh am Morgen, alles vom Tau bedeckt, aber glücklicherweise habe ich ein kleines Fläschchen auf mir und leere es zur Ehre dieses grossen Ortes auf der Landkarte. Der Zug rollt weiter nach Westen bis El Paso. Dort bin ich kaputt von der Air Condition, steige aus und fliege den Rest der vorgesehenen Strecke nach Los Angeles, wo ich Markus (siehe unten) und Marty Chatelet, eine Exfreundin meines Vaters aus Jugendtagen treffe, die mir erzählt, sie habe ihm Geld für den Flug zu schicken angeboten und ihn beschworen, nach Amerika zu kommen. Sie war völlig überzeugt, dass er ein zweiter Walt Disney geworden wäre, aber er war zu feige. Sie arbeitete als Kindermädchen bei den Stars, zum Beispiel Paul Newman, denn sie war absolut diskret und loyal.
1985: ALLES GUTE UND VIEL GLÜCK beim Verlag Nachtmaschine Basel, mein Erlebnisroman über das Abenteuer Bankbetrug.
1986: Erster Aufenthalt auf der Hawaii-Insel Maui. Besuch bei Dan Kriz.
Mitwirkung in Ruedi Straubs Produktion von John Millington Synges Stück "The Champion of the Western World" auf Schweizerdeutsch in der Rolle des Gastwirtes. Titel: "En schööne Held". Tournee durch die deutschsprachige Schweiz.
Mitwirkung im "Cabaret Local", welches Gast im legendären Basler In-Lokal Atlantis war. Prominente Gäste wie Guido Baumann, BLICK-Martha, Sue von "Peter, Sue und Marc" und Heidi Abel, deren selbstverständlicher Charme mir fast die Luft abstellte.
1987: Apartment bei Diane Loeffler, einem Star aus der amerikanischen Fernsehserie "77 Sunset Strip". Jede Nacht Baccardi-Orgien zu zweit, bis es Zeit für sie war, sich ins Bett zu ihren fünf Telefonen zurück zu ziehen und mit den Börsengeschäften zu beginnen.
Dort erlebte ich den Crash der New Yorker Börse vom Oktober. Mehrere von Dianes Freundinnen brachten sich um, da sie alles Geld verloren hatten und verarmt nicht weiterleben wollten.
1988: Mit Markus Schaub von der legendären Basler Band "The Red Devils" zusammen ein Haus am Orange Drive in Hollywood gemietet. Markus war mit ToniAnn, der Halbschwester von Sylvester Stallone verheiratet und arbeitet bei Paramount in jener Abteilung, welche nicht verwendetes, aber tadelloses Filmmaterial verscherbelt.
Jetzt habe ich endlich Lust mich der Aufgabe zu widmen, meinen ersten Laptop auszusuchen. Es ist nicht möglich, weil jeder etwas anderes erzählt. Ich reise nach San Francisco, wo mein Schulkamerad aus der Kantonalen Handelsschule Basel und Wegglibueb-Partner, Jean-Pierre Salzmann, eine Werbeagentur betreibt. Er kennt sich sehr gut aus mit dem neuen Medium und berät mich kompetent. Ich hole mir einen Tandy bei Radio Shack, fliege zurück nach Los Angeles und setze mich mit dem Ding in den Garten unseres Hauses. Es ist nicht einfach, inbesondere auch deswegen nicht, weil Ferdinando, der Bassett-Hund unserer jungen Nachbarn, mit denen wir den Garten teilen, offenbar nichts Interessanteres kennt als das orange Kabel, das von meinem Schlafzimmer bis zum Tisch, an dem ich arbeite, auf dem Boden liegt.
1989: Schnee in Los Angeles, Chaos auf den Free Ways. Flucht nach Westen. Da das Wetter in Palm Springs immer noch schlecht ist und ich im TV die ineinander gekeilten Autos sehe, beschliesse ich, weiter nach Westen zu fahren. Erst in El Paso herrscht blauer Himmel. Die Lust umzukehren ist nicht vorhanden. So fahre ich denn weiter und weiter - bis nach Miami Beach. Dort stelle ich den Wagen auf den Flughafenparkplatz und fliege auf die Bahamas. Weil dort Linksverkehr herrscht, werde ich als Fussgänger fast überfahren. Unterstütze eine bettelnde Mutter mit beschämend wenig Geld (10 Dollar). Leider läuft sie mir nicht mehr über den Weg, und seither habe ich ein Gewissensproblem. Von West nach Ost reise ich auf der Interstate 1, der südlichsten Autobahn. Beim Rückweg fahre ich zuerst nach Norden bis zum zweitsüdlichsten Freeway und besuche das Geburtshaus von Elvis Presley und Graceland, seine Villa in Memphis, Tennessee. Besonders beeindruckt bin ich von den vergoldeten Hahnen und Griffen in seinem Privatjet "Lisa-Marie".
Während der Hin- und Rückreise arbeite ich fast jeden Abend an meinem Theaterstück "Die Umgekehrte Null". Ich habe dazu Dürrenmatts Buch "Die Physiker" vor mir und ersetze jeden Satz durch einen von mir. Der Inspektor ist bei mir ein Indianerhäuptling, und die verrückte Klinkleiterin Dürrenmatts habe ich zur Madame Pompadour gemacht. Bis heute hat sich noch niemand getraut, das Stück aufzuführen, obwohl es bald zwanzig Jahre her ist, seit ich es geschrieben habe. Kleingeister!
1991: 700 Jahre Schweizerische Eidgenossenschaft. Kaspar Linder hat ein Projekt am Laufen, das mich interessiert. Deshalb fliege ich mal wieder zurück. Ich habe noch meine Wohnung in Arosa und freue mich auf die Wanderungen. Am zweiten Tag nach meiner Ankunft, klingelt der Telefon-Münzautomat vor der Wohnungstür. Als ich abnehme, höre ich nur ein zaghaftes "Hilfe ... Sie treibt mich in den Wahnsinn". Es ist mein Vater. Ich kenne ihn und seine Spässe, lache und frage, wie's geht. "Sie macht mich wahnsinnig." "Wer?" "Diese Kuh da, die Irre." Jetzt weiss ich, dass etwas nicht stimmt. Sicher bin ich nicht. "Komm vorbei" sagt er. "Ich bin in Arosa, für heute ist es zu spät. Ich komme morgen gegen Mittag." Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass mein Vater einen oder vielleicht auch zwei Hirnschläge gehabt und seine Frau einen Dachschaden davon getragen hat. Nun wird die Zeit hart für mich. Ich muss alles organisieren. Es gibt keine staatliche Koordinationsstelle, die einem helfen könnte. Alle tun nur, das, was in ihren Bereich fällt. Ich überanstrenge mich, gehe nicht mehr wandern, richte mir aber in Basel ein Büro ein und saufe jeden Abend, nachdem die beiden Patienten in die Heia gegangen sind. Ich koche, organisiere Hilfe bei den Gemeindeschwestern und anderer Organisationen. Mein Onkel weiss auch nicht mehr. Es fehlt Geld, das nicht mehr zum Vorschein kommt, meine Stiefmutter holt jeden Tag wie ein Roboter hundert Franken auf der Post und legt sie auf einen Stapel in der Schreibtischschublade. Ich nehme ihr die Postkarte weg. Als wir am Bankschalter Geld holen und der Beamte meine Stiefmutter fragt, wie viel sie wolle, sagt sie: "Ja, geben Sie mir soviel sie haben." Der Beamte und ich schauen uns an. "Dreihundert Franken", sage ich. Erleichtert wiederholt er: "Dreihundert Franken" und atmet langsam aus.
Nach einem monatelangen Martyrium findet ein Amt für beide je einen Platz in der Leimenklinik. Nun kann ich ab du zu wieder nach Arosa.
Projekt HUMORATORIUM mit der Firma Graf & Reber organisiert und an der Messe Infrastructa präsentiert. Beratung durch Dr. Michael Titze, Soziologe und Psychotherapeut in Deutschland.
1992 fliege ich nach Los Angeles, bleibe eine Weile und fliege weiter nach Maui auf Hawaii, wo ich eine Luxuswohnung direkt am Meer in Maalaea miete und mit einem Cowboy aus Montana, der im Happy Valley eine Schriftenmalerwerkstatt betreibt und in Maalaea wohnt, Bourbon saufe, Riesensteaks verschlinge und Storys erzähle und erzählt bekomme. Neben ihm liegt immer eine geladene Winchester. "Wofür ist denn die?" frage ich. "Es gibt zu viele Bekloppte", antwortet er grinsend.
1993: Herausgabe des lang ersehnten vierten Bandes der Schweizerbuch-Reihe. Mein Co-Autor, der hochbegabte, aber völlig abgefahrene Heinrich von Löwenspur, Fährtenleger, half mir in nächtelanger Arbeit in der Villa Frisia in Arosa, das Material zusammenzustellen. Für mich ist dieses Buch reine Kunst. Deshalb kommt es bei der grossen Masse auch weniger an als bei den Gewöhnlichen und Durchschnittlichen. Löwenspur und ich sind beide sehr stolz auf dieses Werk. Seit bald fünfzehn Jahren weilt er in Indien und versucht dort in einem Ashram lachende Blumen zu züchten. Er sagt, er habe den Dreh dazu rausbekommen und wisse endlich wie es geht. Aber er verspürt nicht die geringste Lust, die Menschheit daran teilhaben zu lassen Ausnahmen macht er bloss mit einem Prinzen von Thailand und einiger Multimillionären weltweit, welche die ähnliche Leidenschaft für Blumen empfinden wie Löwenspur. Mir ist das eigentlich egal, solange ich meine Kneipen und Ideen fürs Schreiben habe. (Siehe zum Beispiel AKTUELL, Dichter oder Weitere Texte)
1994: Herausgabe des Band fünf der Schweizerbuchreihe. Dieser ist etwas Spezielles, habe ich doch meinen zwei jungen Verlegern vom Verlag Der gesunde Menschenversand freie Hand gegeben. Da ich zur Zeit der Zusammenstellung des Materials zwecke Alkoholentwöhnung im Basler Irrenhaus Friedmatt hauste, konnte ich mit dieser grossartigen Adresse Leute anschreiben und erhielt auch die skurrilst vorstellbaren Anrworten. Lassen Sie sich diese Lektüre nicht entgehen. Sie hat Heilkraft.
1994: Umzug ins Burgund.
1995: Niederschrift des Theaterstückes "Der Happy End Express."
1996: Ersten Kongress "Humor in der Therapie" initiiert und zusammen mit der Messe Basel und Michael Titze organisiert. Stargast: Paul Watzlawick aus Palo Alto.
1997 - 2000: Vier Folgekongresse "Humor in der Therapie".
1997: Höheren Werkbeitrag vom Regierungsrat der Stadt Basel aus den Geldern des Lotteriefonds für das Theaterprojekt "Der Happy End Express" zugesprochen bekommen.
1999: Teilnahme an Stefan Puchers Inszenierung von Tschechows "Kirschgarten" in der Rolle des Fiers im Schauspielhaus Komödie am Theater Basel. Einladungen der Aufführung nach Amsterdam, Frankfurt und Hamburg.
2000: Teilnahme an Stefan Puchers Inszenierung von Shakespeares "Sommernachtstraum" in der sehr frei angelegten Rolle des "Zettel" in Christoph Marthalers Schiffbau-Atrium. (Regen, oh holdes Nass, das du vom Himmel kommst, in meinen Schuhen landest und die Socken durchnässt).
2001: Teilnahme an Davis Freemans Dance-Production "Too shy to stare" als Barman (nachdem klar geworden war, dass niemand je auch nur im Ansatz einen Tänzer aus mir würde machen können).
Beginn der Niederschrift des Erlebnisromans "Baron Füdi" (später in Der Happy End Express umbenannt) über meinen Freund Kasimir, einen Transvestiten.
2002: Je eine Lungenentzündung am Anfang und Ende des Jahres. Krankenhausaufenthalt. Komplikationen wegen Inkompetenz eines Halbidioten in der Arztschürze. Diskussionen über meinen Umgang mit Alkohol.
2003: Viermonatiger Aufenthalt in der Alkoholentwöhnungsklinik "südhang" in Kirchlindach bei Bern. Bekanntschaft mit dem weiten Feld des "Gestaltens". Freude am Malen. Entwicklung der Fritzenkunstidee.
Ende 2003/anfangs 2004: Viermonatiger Aufenthalt in der Abteilung U1 (Alkoholentwöhnung) der Psychiatrischen Universitätsklinik von Basel.
Ende 2004/anfangs 2005: Zweimonatiger Aufenthalt in der Alkoholentwöhnungsklinik "Forel" in Ellikon an der Thur. Inspiriert vom Schicksal einer Mitpatientin verfasse ich den Text zum Alkoholikermonolog Die Säuferin.
2005: Uraufführung der Säuferin im Theater Dornach mit Katja Gaudard in der Rolle der Regina. Regie: Claire Guerrier. Weitere Aufführungen im Safe des Unternehmens Mitte. Sehr gute Kritiken. Siehe: Theater XXXL (Archiv-Version der früheren Homepage)
2008: Am 27. Juli, meinem fünfundsechzigsten Geburtstag, Eintritt in den offiziellen, das heisst staatlich anerkannten Ruhestand. Ich bekommen eine AHV-Rente und Ergänzungsleistungen. Mit dem Geld komme ich gut über die Runden, da ich nicht mehr soviel für Alkohol ausgebe, weil ich immer wieder tagelang meine Höhle nicht verlasse. Wenn ich es dann tue, kann ich den Zaster springen lassen. Essen tu ich meistens zu Hause, ein Haustier oder ein Automobil habe ich nicht, und die Reiserei in ferne Gegenden ist mir verleidet. Ich bin bereit für die Ewigen Jagdgründe. Um die Zeit totzuschlagen schreibe ich ziemlich regelmässig Beiträge für die Rubrik AKTUELL dieser Web Seite.
2008 bis zur Gruft: Innere Vorbereitung auf die Welt danach und verblüffte Beobachtung der Welt bevor (the world before).

12.06.2015 in Basel verstorben.




Alle Rechte © René Schweizer - Letzte Änderung: 15.06.2015