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Archiv: Aktuelles 2014

28.1.2014, 16:46 Uhr - der Tag vor der gefürchteten Augenoperation

Der Hund hat hundert Hasen geholt.
Henri Huber hadert mit Heidi.
Er ergänzt eine ehrliche Ebene exzessiv.
So sudelt Susi seinen Sack sehr sinnvoll.

Festlich füllen die Ferkel fiskalische Feiern.
Und Udo Umberswald ulkt urig um unsere Uhren.
Ziel der Zersetzung zerbricht am Zebra des Zebedäus.

15. Februar 2014, 15:37 Uhr

Die Narren sind die Zufriedensten und Glücklichsten.
In der Simplizität liegt die Ruhe,
in der Komplexität der Lärm.
Deshalb ist der Mensch wohl das lauteste Geschöpf im Universum.

22.02.2014, 14:25 Uhr

Vielleicht ergibt sich aus dem folgenden Text ein neuer Bühnenmonolog im Gefolge des Säuferin-Textes. Mich würde das jedenfalls vor allem deshalb freuen, weil ich mich darin ausgiebig mit der vollumfassenden Bedeutung des Jetzt befassen kann. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Aussage, dass der Mensch durch das unverhoffte Lachen in ein Vakuum des Nichtdenkens hinein geschleudert wird, wo neben dem Lachen nichts anderes Platz hat, insbesondere das Denken nicht. Also 'Lachen schlägt Denken'. Mehr dazu, wenn der Reifeprozess fortgeschritten ist. Evviva la paëlla!

Die Schlussstrecke

Jetzt bin ich siebzig, seit einigen Monaten, genau seit sieben. Mein Vater ist mit 76 Jahren verstorben, sein Vater (mein Grossvater) ebenfalls; auch einer meiner Onkel mütterlicherseits starb mit 76.
Kurz bevor mein jüngster Onkel 76 war, traf ich ihn am Claraplatz.
"Ich bin jetzt bald 76", sagte er, "und werde sterben. Alle sterben mit 76 in unserer Familie."
Mit 80 lebte er immer noch. Ich glaube, er war leicht enttäuscht und jammerte wohl vor dem Spiegel zu Gott: Alle sterben mit 76. Weshalb nicht ich? Ich habe mich darauf eingestellt. Jetzt bin ich achtzig.

Mir kommen auch schon die ersten Gedanken über meinen Todestag. Werde ich die Familientradition fortsetzen und mit 76 sterben? Oder vielleicht sogar früher, schon bald, womöglich in einer Stunde oder in zwanzig Minuten. Oder jetzt ...?
Jetzt ist immer. Solange man lebt, ist immer jetzt. Auch wenn man tagträumt oder einfach seinen Gedanken nachhängt. Es ist immer jetzt. Nur jetzt ist wahr und wirklich echt. Gestern ist Vergangenheit, "vor einer Minute" ist auch schon Vergangenheit, vorbei, endgültig, unwiderruflich. Und morgen ist Zukunft, genauso wie "in einer Stunde" oder "in einer Minute". Nur jetzt ist tatsächlich vorhandenes gelebtes Leben. In der Gefahr wird einem das bewusst. Wenn ich in den Bergen stürze und auf dem Hosenboden im Sommer ein Schneefeld hinunterrutsche, ist mir plötzlich klar, dass das gegenwärtige Jetzt rasch zur Vergangenheit wird, wenn ich weiter rutsche und 100 oder 200 Meter bis zum Aufprall in den Abgrund falle. Dann sind die ganzen schrecklichen Minuten und Sekunden bis zum Tod ein einziges Jetzt-Stakkato, eine Kette von aneinandergereihten und schnell aufeinanderfolgenden Jetzte. Pumm – vorbei, vielleicht Ruhe, vielleicht nichts, vielleicht Harfenklänge und Engelsstimmen, vielleicht der Gehörnnte persönlich.

Jedenfalls bin ich siebzig. Irgendwie komm ich mir vor wie ein Verbrecher oder Betrüger, einer, der was Schlimmes angestellt hat. Man kann doch nicht siebzig werden, das ziemt sich doch nicht für einen rechtschaffenen Menschen.

Als ich vierzehn war, kamen mir die Siebzigjährigen suspekt vor, irgend etwas stimmte nicht mit denen. Jedenfalls kam es mir so vor. Ich wollte nichts damit zu tun haben und vergass es, um nie wieder daran zu denken.

Jetzt hat es mich eingeholt.

20. April 2014, 04:36 Uhr, schlaflos am Schreibtisch

Zitat aus dem Buch LEBEN UND LEHREN der Meister im FERNEN OSTEN, Seite 186:

Jesus antwortete: 'Gott ist das Prinzip, das hinter allem heute Existierenden steht. Das Prinzip hinter einer Sache ist Geist, und Geist ist allmächtig, allgegenwärtig, allwissend. Gott ist der einzige Wille, der direkt und indirekt alles Gute um uns her verursacht.
Gott ist die Quelle alles Lebens, das wir um uns her wahrnehmen. Gott ist ein unpersönliches Prinzip. Gott ist niemals persönlich, ausser Er werde für einzelne zu einem persönlichen, liebenden Vater-Mutter-Prinzip. Gott kann niemals zu einem grossen Wesen werden, das irgendwo in den Höhen in einem sogenannten Himmel wohnt. Er hat nirgends einen Thron, auf welchem Er sitzt und die Menschen nach ihrem Tode richtet, denn Gott ist das Leben selbst, und das Leben stirbt nie. Alles dies ist eine irrige Auffassung, welche ausgegangen ist von der Unwissenheit der Menschen. Gott ist weder ein Richter noch ein König, der euch Seine Gegenwart aufdrängt oder euch vor Seinen Richterstuhl schleppt. Es hat nichts zu bedeuten, wer oder was ihr seid, noch was ihr gewesen sein möget. Die Willkommensfeier erwartet euch jederzeit, die Tafel ist stets gedeckt, und wenn ihr zurückkommt, wird euch kein Vorwurf gemacht von einem Bruder, der den Weg vor Euch gefunden hat; alle können jederzeit von Gott inspiriert werden, wenn sie nur wollen!'

Bleibt nur noch die Frage: Womit ist die Tafel gedeckt? Ist da Bocuse drauf? Oder Hirtenfutter? Für mich ist das ein entscheidender Unterschied. Gott hin oder her. Und kann man da auch einen Witz erzählen? Oder muss man anständig sein? Man hats einfach nicht leicht in dieser Welt.

7. Juli 2014, 08:16 Uhr, bewölkt, aber trotzdem sehr warm

Da meine Anfrage für einen vorzeitigen Abbruch meiner Abklärungsaufgabe auf dem Planet der Materie (der Erde), und die damit verbundene Rückkehr in die Ewigen Jagdgründe, leider unbeantwortet geblieben ist, suche ich eine Tätigkeit für die Restzeit meines Aufenthaltes.
Wer glaubt, eine solche geeignete Tätigkeit vorschlagen zu können, melde sich bitte bei mir oder meinem Webmaster.

Mit bestem Dank und herzlichen Grüssen
René Schweizer

28. Juli 2014, 18:02 Uhr - ein Tag nach meinem einundsiebzigsten Geburtstag, den ich stundenlang genussvoll allein vor der Glotze verbracht habe: zuerst in der Nacht von 23:00 bis 06:00 Uhr eine Reihe toller Boxing Fights (z.B. Triple GGGs K.O. im Madison Square Garden von New York, wo ich in den frühen achtziger Jahren noch Martina Navratilova gegen Pam Shriver Tennis spielen gesehen habe); dann einige beachtenswerte Kämpfe in Deutschland, am frühen Nachmittag Formel 1 auf dem Hungaro Ring und schliesslich der Abschluss der Tour de France auf den Champs Elysées

Nun also zu meiner Nachricht: Wie erst heute bekannt wurde, ist beim Absturz des malaisischen Flugzeugs in der Ukraine ein Gnu getötet worden. Es habe sich zufällig auf einer Bildungsreise um die Welt in der Gefahrenzone aufgehalten.
Der Präsident der Internationalen GNU Association Umbadur Gnu sagte wörtlich übersetzt: 'Jetzt weiss die Welt mal wieder, weshalb wir Gnus heissen. Wir haben allesamt gnu von den Menschen, die sich in blinder Unverschämtheit über die gesamte Natur ergiessen, gerade so, als ob sie ihnen gehörte. Sogar die terroristische Tätigkeit der Löwen, welche uns in unerträglicher Aufsässigkeit in Aferika verfolgen und Jagd auf unsere Kinder machen und diese auffressen, wenn sie sie erwischen, sind nicht so arg wie der Mensch, der bloss tötet, weil er gerade nichts anderes zu tun hat.'
Man sollte den Sicherheitsrat mal auf dieses Problem ansprechen.

Da bleibt mir nur ein solidarisch schweizerisches Alpen-Muuuh ...

René Schweizer, Vertreter der Kuh-Gnu-Gemeinschaft der Nordwestschweiz

1. September 2014, 05:34

Sie sass neben mir am Tisch. Bloss in Gedanken. Denn da ich die Geschichte erst angefangen hatte, wusste ich noch nicht mehr über sie.
Würde es überhaupt eine Geschichte werden? Vielleicht über eine Zirkustänzerin oder eine Zahnarztassistentin? Oder eine Zeitungsverträgerin, Physikerin oder schlicht einen Transvestiten? Eigentlich gefällt mir nichts von alledem. Und um weiter zu spekulieren, fehlt mir das Interesse. Deshalb schlage ich ihr mit einem schweren Hammer den Schädel ein und schleiche mich aus dem missratenden (oder misslungenen?) Geschichstanfang davon.

Uff. Glück gehabt. Ich höre schon die Polizeisirenen ...

Samstag, 6. Dezember 2014, Nikolaustag, 16:58 Uhr

*Nett an Yahu* ist, dass er

- sich täglich rasiert

- seine Socken pflegt

- seine Frau beglückt

- der Benjamin von Israel ist

- krumm für gerade sein lässt

- Fischers Fritz seine frischen Fische fischen lässt

- selten oder nie in Angola anzutreffen ist

- ab und zu ins Kino geht

- nicht öffentlich Geige spielt

- seine Notdurft stilsicher verrichtet

- Inge Meisel keine Träne nachweint

- vielleicht nicht der Hellste ist

- kaum in Zürich-Schwamendingen anzutreffen ist

- nicht Mathematik studiert hat

Dies alles ist *Nett an Yahu*.

Wer dies liest und Lust dazu verspürt, die Liste fortzusetzen, ist hiermit herzlich eingeladen. Vielleicht ergibt sich ein Buch ...



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