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Archiv: Aktuelles 2013

9. Januar 2013, 04:24 Uhr




Ich bin mir nicht im klaren darüber, wies weitergeht. Werde ich mich nach und nach zu Tode langweilen? Oder noch die grosse Liebe finden? Vielleicht werde ich reich. Oder krank. Oder es fällt mir ein Ziegelstein oder ein besoffener Gott auf den Kopf. Oder ich ersticke an einem zu grossen Chewing Gum.
Es kann natürlich auch geschehen, dass das Buch, welches Michael Titze über mich in Arbeit hat, ein Grosserfolg wird. Es heisst "Therapeutischer Humor im Kleinbasel" und wird vor meinem siebzigsten Geburtstag im Juli erscheinen. Der Untertitel lautet "Hommage an René Schweizer" und beschreibt ziemlich umfassend mein lebenslanges Ringen darum, aus diesem pflichtsüchtigen Planeten einen freudetriefenden Himmelsball zu machen.
Man weiss ja nicht, was passiert. Vielleicht ist das Buch zu klug, um ein Bestseller zu werden. Dann gebe ich endgültig auf.
Vermutlich gehe ich nach Honolulu zu meiner alten Freundin Cathy Rhodes und ihrem Sohn John, der mir vor vielen Jahren für meine Tage im Krater jeweils sein kleines Zelt ausgeliehen hat, und koche jeden Monat einen Rindsbraten mit Kartoffelstock. Ab und zu würde ich nach Waikiki gehen und mich vom Getriebe zu absurden Texten inspirieren lassen.
Vielleicht besuche ich aber stattdessen meine Kusinen Sibylla und Carmen in Locarno, wo meine Mutter herkommt, und geniesse die mediterrane Küche und dazu den wunderbar leichten Chiaretto del Garda, mit dem mich mein hoch bewunderter Onkel Hermann anfangs der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts tagtäglich beglückt hat.
Es kann auch sein, dass ich jemanden um Hilfe bitte, der oder die sich damit auskennt, einen Schierlingsbecher zuzubereiten. Dann würde ich diesen leer schlürfen und derweil an Sokrates denken, meinen verschmitzten Spiessgesellen aus dem alten Athen.
Es hängt alles davon ab, wie es mit dem Buch herauskommt. Mein gegenwärtiges Bild von der Menschheit deutet darauf hin, dass die Mehrheit zu blöd für die darin verarbeiteten Gedanken ist. Die Chance für den erwünschten Erfolg schätze ich auf 10 zu 90 dagegen ein. Das wären bei geschätzten einhundert Millionen Deutschsprechenden weltweit zehn Millionen.
Aber der Haken dabei ist: Ich bin nicht der Autor, sondern das Thema ...
Ein weiteres Mal Pech gehabt - vermutlich das aller-, aller-, allerletzte Mal.
Junge, komm bald wiiieder, bald wiiieder nach Haus.

12. Februar 2013

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Ende 1983 flog ich zum ersten Mal nach New York. Ich hatte im Juli meinen vierzigsten Geburtstag gehabt und mich auf diesen zwei Monate lang auf Bergwandermärschen vorbereitet. Ich wollte wissen, wie ich mein weiteres Leben gestalten sollte und kam zwei Tage vor dem Geburtstag zur Einsicht, dass die Schweiz für mich ein abgelutschtes Terrain war und ich es mal mit den Vereinigten Staaten versuchen wollte.
In New York lernte ich einige interessante Leute kennen. Darunter Alex Kayser, der als erfolgreicher Fotograf seit Jahren am Westbroadway ein Loft-Atelier bewohnte und es sich zur Gewohnheit gemacht hatte, interessante Besucher aus der Schweiz bildlich festzuhalten.
Als ich bei ihm zu Besuch war, ging es nicht lange und er hatte eine Idee. Er holte einen roten Pullover mit Schweizerkreuz auf der Brust und sagte, ich solle mich ausziehen; er wolle, dass ich nur den Pullover trage. Ich tat wie geheissen, und er prüfte sein Objekt durch den Sucher.
"Es fehlt etwas", sagte er und griff sich ans Kinn. "Du solltest eine Erektion haben", sagte er plötzlich.
"Wenn ich mir dich anschaue, bekomme ich das Gegenteil davon" antwortete ich.
Er lachte schallend. "Dort hinten liegen ein paar Playboy Magazine. Geht das?"
Ich schüttelte den Kopf. "Ich brauche weibliche Berührung" erklärte ich.
Er schaute in eine Ecke seines Ateliers, wo eine seiner Assistentinnen mit irgendwas beschäftigt war. Er zeigte auf sie und fragte: "Ginge das?"
"Ich glaube schon", meinte ich nach einem Blick auf die junge Frau.
Alex ging zu ihr hin und flüsterte mit ihr. Ein Lächeln flog über ihr Gesicht, und sie schaute zu mir hin. Alex fasste sie am Arm und führte sie zu mir.
Ich wollte schon den Pullover anheben, als er sagte: "Moment, ich muss erst alles bereit machen." Die junge Frau, deren Namen ich im Verlaufe der Jahre vergessen habe, lächelte mir leicht verlegen zu, und ich bemühte mich, es ihr gleich zu tun.
"Okay, let's go" sagte Alex plötzlich. Ich hob den Pullover leicht an und entblösste mein Glied. Ohne Probleme griff sie nach dem Ding, und dieses war plötzlich drei- bis viermal grösser und zeigte gen Himmel. Es machte klick! klick! klick!, und Alex sagte: "Grossartig! Und grad noch einmal." Da war mein stolzes Ding schon in sich zusammengesunken. Ich schaute entschuldigend zu der Assistentin und sagte: "Can you try it again?" Sie nickte bloss lächelnd und packte erneut zu. So ging das einige Male, bis der Meister sein Bild im Kasten zu haben glaubte.
Ich habe dann meine Retterin noch ein paarmal getroffen und mir die Dias ihrer Bilder angeschaut; sie war eine begabte Malerin. Und hatte auch noch andere angenehme Talente ...

25. April 2013, 23:54 Uhr

Seit gestern sind einige autobiograhische Erzählvideos auf Youtube unter "René Schweizer" abrufbar. Nun gibt es ausser meinem Buch Alles Gute und viel Glück (siehe www.zvab.de), dem in Bälde erscheinenden Hommage-Buch von Dr. Michael Titze über mich (siehe www.humor.ch) und den diversen Abschnitten in der Rubrik VITA auf dieser Webseite also noch live erzählte Tatsachen.
Ich weiss ja nicht, ob ich es noch schaffe, den Grossteil meines Survival Trips auf diesem Planeten in Wörter und Sätze zu giessen und in Buchform herauszubringen. Deshalb werden weitere YOUTUBE-Videos folgen. Die müssen allerdings professioneller daherkommen als die jetzt online gestellten. Wir dachten: Bringen wir wenigstens mal das, was wir haben und ersetzen es dann nach und nach durch das hoffentlich perfektere Material.
Ich wünsche trotzdem mal viel Vergnügen.

Mittwoch, 29. Mai 2013 (Frühlinsmonat!), 07:38 Uhr

Alle meine Videos auf Youtube gründen auf einer Strategie, der sogenannten Schwachsinn-Strategie des Taktischen Wahnsinns, welche wiederum direkt zurückgeht auf des Surrealisten Salavadór Dalí paranoisch-kritische Methode der Verwandlung der Wirklichkeit durch systematische Irreführung der Interpretation - und diese wiederum auf die Grundeinsichten und Methoden des Dadaismus, deren Ableger der Surrealismus ist.
Die Schwachsinn-Strategie des Taktischen Wahnsinns hat eine Sogwirkung. Man kann sich ihr nicht entziehen, wenn man potentiell dazu gehört. Die Zeit ist jetzt reif (Entwicklungsstand der Kommunikationsmittel).

Intellektuelle können sie nicht verstehen, sie ist dem logischen Denken fremd.

Nur potentielle Künstler werden angesprochen, das Elitereservoir der menschlichen Möglichkeit. Diese Möglichkeit muss konkretisiert und in eine Form gebracht werden.
Eine noch zu gründende Agentur zur Klärung der Letzten Fragen und der Entwicklung der Methode zur Inszenierung des Übergangs vom Zeitalter der Extremidiotie - in dessen Ausläufern wird jetzt noch leben - nimmt die Kampagne mit und legt sie in die mit Hochtalent gesegneten Hände.
Es gibt kein Entrinnen. Zu überragend ist das vereinte Hochtalent unseres Globus ...

Mittwoch 19. Juni 2013, 17:41

Ich bin dabei, die Rückkehr in meine Heimat vorzubereiten.
Dazu gehört ein Resumé, die Quintessenz meiner Erkenntnisse und Einsichten über diesen Planeten zu Handen jener Wesen, in deren Auftrag ich hier ein Leben als Mensch verbracht habe.
Vermutlich werde ich mich kurz fassen: Xp4*7q~17/à (Code für "Menschheit") ist eine Gattung der Idiotie: laut, selbstgefällig, anmassend, unbeherrscht und überheblich - aber bedeutungslos.
Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, solange wir sie im Auge behalten und bei Erfordernis einen Korrekturstrahl senden; denn sie stehen sich selber im Weg herum: alle allen.
Ihr Reifungsprozess wird diese Spezies wohl irgendwann jäh selbst unterbrechen, indem sie sich aus Unachtsamkeit auslöscht.

Ihr, die Ihr diese Einschätzung lest, könnt langsam loslassen und Euch auf die Rückkehr in unsere Welt zu freuen beginnen.
Der Auftrag ist erfüllt. The job is done.

Suna (a.k.a. René Schweizer)

Mittwoch, 10. Juli 2013, 22:16 Uhr

Vor ein paar Tagen ist das Buch zu meinen Ehren (siehe unten und hier) erschienen. Am 26. Juli bin ich in der Sendung Telebar bei TeleBasel zu Gast, direkt nach der Sendung "7vor7".
Als Pfleger und Aufpasser kommt Enrico Luisoni mit; er ist der Marketingmeister des Buchprojektes und Präsident der Webseite www.humor.ch und wird mir helfen, wenn mir aufgrund meiner altersmässigen Verblödung nichts einfällt oder ich einen Stuss erzähle.
Am 27. Juli, meinem Geburtstag, findet ab 16:00 Uhr in den Räumen der Buchhandlung Thalia die Vernissage mit dem Autoren Michael Titze statt. Da sollte man sich anmelden.
Im September, am 11. und 12. wird in einem Theater in Riehen die Säuferin mit Miriam Fiordeponti aufgeführt. Genaueres folgt noch. Den zweiten Teil des Abends werde ich bestreiten. Ich werde alte und neue Briefe vorlesen und einige Abenteuer erzählen, beispielsweise wie es dazu kam, dass ich Salvadór Dalí besuchen konnte.
Geplant sind auch einige Zeitungsartikel und Radiosendungen. Haltet die Ohren steif ...

Webmaster-Info vom 27. Juli 2013

Zum 25567sten Lebenstag von René Schweizer sei ihm immer und ausschliesslich alles Beste gewünscht, für jetzt und in alle Ewigkeit. Nehmen wir noch einen? Aber klar doch ... ;-)

Montag, 5. August 2013, 03:17 Uhr, schön warm mit sperrangelweit geöffnetem Fenster

Nun bin ich 70, seit neun Tagen. Bin froh, dass das vorbei ist. Es war zwar lustig, mit alten Gesichtern von früher im Manger & Boire bei idealem Wetter zu feiern und zu lachen, aber jetzt ist diese Zeit vorbei, und es ist alles egal. Philosophisch gemeint.Mich interessiert ausser Atmen nichts mehr. Zwar bin ich praktisch noch nicht so weit, denn manchmal hätte ich Lust auf ein gutes Essen mit passendem Wein. Das kann ich mir leider kaum je leisten, und um eine Einladung mag ich auch nicht bitten.
Für mich geht's jetzt, nachdem ich der "Meister des Blödsinns" genannt worden bin, bloss noch um das Eindringen in die Lebensgeheimnisse jener, welche von nichts gelebt haben und dadurch die Glücklichsten waren: die Wüstenväter der ersten nachchristlichen Jahrhunderte im Nahen Osten. Anschliessend will ich mich um die Geschichte der Säulenheiligen kümmern und um jene möglichst aller anderen, welche alles hinter sich gelassen haben, um die vollkommene Ruhe zu finden. Ich will mich nach und nach von deren Geist und Seelenzustand beeinflussen lassen und hoffen, dass mich das weiterbringt auf meinem Weg in die Ewigen Jagdgründe, wo der Kaugummi gratis sein soll und das sprituelle Schlaraffenland auf mich wartet.
Wenn Sie interessiert daran sind, wie die Medien auf meinen 70sten reagiert haben, klicken Sie hier und schauen Sie da mal rein. Sie finden Presse, Radio und TV.

Habe die Ehre.

11.September 2013, 16:18

Heute Abend treten Miriam Fiordeponti mit meinem Monolog Die Säuferin und ich mit Geschichten und Nonsensbriefen aus dem Best of-Band von EIN SCHWEIZERBUCH im neuen Theater in Riehen auf. Beginn halb 8. Ort: Riehendorf. Dann rechts am Ende des Hauses diagonal gegenüber von der Polizei, im Keller.
Ich hoffe, dass doch noch einige, die das lesen, sich kurzfristig zu entscheiden vermögen. Sonst ist morgen um die selbe Zeit nochmals Gelegenheit.

Herzlich Willkommen und liebe Grüsse
René Schweizer

Freitag, den 13. Dezember 2013 (!), 11 Uhr 34

Der Wiedehopf, der Wiedehopf,
der hopft nicht lange wieder.
Er liebt das Bier auch ohne Hopf
doch lieber ist ihm Flieder.

Jaja, so ist der Wiedehopf
Er hopft nicht lange wieder.
Es zieht ihn weg vom kalten Hopf
und hin zum Duft vom Flieder.

Drum, wenn du hörst den Wiedehopf,
denk an sein Herz und schweige.
Halt ein den Schritt und grüsse ihn,
den Wiedehopf, den klugen,
der nicht so gern sehr lange hopft ...
viel lieber träumt im Flieder.

Der Wiedehopf, der Wiedehopf.



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