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Archiv: Aktuelles 2008

4. Januar 2008

Mitteilung: Seit anfangs Jahr lebe ich getrennt von meinem Vermögen.

12. Januar 2008

Gestern habe ich einen Mann angetroffen, den ich gut mag. Er hat einen Hund, zwei Kinder, eine Frau und eine Schwiegermutter. Es scheint ihm gar nicht schlecht zu gehen.

6. Februar 2008, 11:03 Uhr, sonnig

Vor kurzem sollen sie durch eine neue Methode der Teleskoptechnologie Galaxien entdeckt haben, die Tausende von Lichtjahren von der Erde entfernt ihr unbekanntes Dasein fristen.
Da hätte ein Ferrari keine Chance, auch wenn alle zweihundert Kilometer eine Zapfsäule stünde und der Chauffeur ausgewechselt werden könnte.
Wenn ich über so etwas nachdenke, bekomme ich Lust, meinen Körper zu verlassen und mich als Wolke im ganzen Kosmos auszubreiten.
Da würde mein Gewicht endlich keine Rolle mehr spielen.

7. Februar 2008, 08:09 Uhr, sonnig

Sind in Grossbritannien die Grossmütter grossmütiger als in Kleinasien? Ist die Grossmut der Vater der Grossmutter?
Hat eine Grossmutter aus Kleinlützel mehr Kleingeld als eine aus Kleinhüningen?
(aus der Rubrik 'Fragen, die die Welt nicht braucht')

5. März 2008, 07:13 Uhr, bewölkt

Toni sagte vor ein paar Tagen: "Such doch mal im Internet etwas zum Thema Freitod ... über allfällig angebotene Mittel, die wir zur Anwendung bestellten könnten. Wenn ich so etwas zu Hause hätte, würde mich das sehr beruhigen, weil das Gefühl des Grauens angesichts des Alltagslebens relativiert würde. Vielleicht könnten wir auch mit einer Schar von Freundinnen und Freunden eine Sterbeparty organisieren - in einem tiefen, abgelegenen Wald oder an einem Inselstrand, wo die Flut unsere Leichnahme wegspülte."
Ich setzte mich an mein Notebook und tippte das Wort "Freitod" ein. Eine ganze Liste mit Angeboten surrte herbei. Eines davon stach mir besonders ins Auge; es stammte von der Satire-Zeitschrift "Titanic".
Hier der Text: "IM ANGESICHT DES TODES. Wer würde ernsthaft bestreiten, dass die ganze Welt ein Irrenhaus ist? Man muss nicht einmal Beispiele anführen (Weltklimakonferenz, Privatfernsehen, Islam) - aus privatistischer wie aus globaler Perspektive lassen sich unschwer Belege im Dutzend finden, dass das Projekt Zivilisation als ziemlich gescheitert bezeichnet werden darf, der Mensch als geistig runiert und kollektiver Selbstmord als einzige Lösung. Dennoch hört man kaum Stimmen, die dieser Möglichkeit ernsthaft das Wort reden.
Eine Ausnahme ist der Schweizer Philipp Müller, dessen Buch hält, was sein schön apodiktischer Titel verspricht: "Freitod - Die beste Lösung. Eine Abrechnung mit der Lebens-Bejahung" (zu bestellen unter www.ja-zum-freitod.ch).
Abgerechnet wird da mittels eines biographisch angelegten Textes tatsächlich mit einigem Furor. Etwa mit der "Arbeitsproblematik": "Arbeit lehne ich heute als Teil des lebensbejahenden Kampfes ab. Bis heute und wohl für immer muss der Mensch zu seinem Überleben Anstrengungen unternehmen, welche Körper, Geist und Seele zerstören. Da Arbeit zerstört, müssen Begriffe wie Karriere, Erfolg, Erfüllung durch Arbeit usw. als unehrlicher Schwachsinn abgetan werden."
Mit der "Schönheitsproblematik": Nur schöne Menschen können kurzfristig ein glückliches Sexualleben haben, und man sollte gerade aus moralischer Rücksicht auf die vielen Hässlichen das Leben und die Menschheit als Ganzes in Frage stellen." Und mit den Frauen: "Auf die Frauen zu setzen kann keine Lösung sein, weil sie sich im besten Falle als Mittäterinnen erweisen und ebenso klar zur Mafia gehören wie die Männer."
Abgerechnet wird aber auch mit Mutter Teresa, dem "fürchterlichen Schriftsteller Elias Canetti", mit Karl Marx ("Wichtigtuer"), Heidegger ("unsinnig komplizierte Wortspielereien") und René Descartes: "Es ist ein Armutszeugnis für die Philosophie, wenn ein solcher Denker in die Geschichte eingeht und bis heute diskutiert wird."
Müllers "beste" bzw., wie es im Buch weiter hinten heisst, "am wenigsten schlechte Lösung" ist tatsächlich "kollektiver Freitod der Friedlichen". Und dass er es ernst meint, dass er aus äusserster Verzweiflung an der Welt und insbesondere der offenbar zutiefst bürgerlichen Welt des Schweizer Kantons Schaffhausen zu den stärksten Formulierungen greift, macht ihn das zu einer Figur, wie sie ohne weiteres bei Thomas Bernhard vorkommen könnte: todessehnsüchtig, gegen ihren Willen in die Welt geworfen, Schipfkanonaden abfeuerend, philosophisch-ernst und komisch zugleich und stets mit einem Bein in der psychiatrischen Anstalt - hätten nicht seine Eltern interveniert, wäre Müller mit 22 Jahren zwangseingewiesen worden, weil er trotz medikamentengeschützter Psychotherapie nicht von dem lassen wollte, was er als richtig erkannt hatte: dass jeder Mensch das Recht hat, seinem Leben ein willkürliches Ende zu setzen.
Komisch wird Müllers Buch, weil in ihm Welten aufeinander treffen, ja: ungebremst zusammenstossen. Nämlich die Welt der Hochphilosophie hie, die Ehrfurcht gebietet gegenüber ihren Themen und Vertretern, und die Welt des Philipp Müller da, der nach bürgerlichen Massstäben als klinisch Irrer gelten darf stets die eigenen Gedanken über jegliches Schulbuchwissen stellt. Denn "angesichts des Todes ist alles lächerlich" (Bernhard), und Erkenntnisse wie der "durschnittliche Schweizer Mann, dem man in einer Rekrutenschule begegnet, erweist sich ganz einfach als Katastrophe", die Rede vom "geistig Kriminellen", der dann "natürlich ein Freund meines Chefs vom Schulbus ist, von der "unglaublich lügenhaften und denkerischen Fehlleistung fast der gesamten Menschheit" und "der Grundsatzfrage, ob der Mensch nicht automatisch in dieser Welt zum Verbrecher wird", machen Philipp Müllers Buch möglicherweise nicht zum "wichtigsten der ganzen Menschheitsgeschichte", wie er im Vorwort mit der ihm eigenen Hybris behauptet - aber immerhin zu einem vollkommen authentischen und doch unterhaltsamen. Denn er hat ja recht mit seiner "Wut auf die Welt und ihre Menschen." Aber solange es so sympathische Käuze wie Müller gibt: lebe ich trotzdem ganz gern auf ihr."

Ich halte Euch auf dem Laufenden ...

8. März 2008, 15:46

Das Buch über den Freitod ist eingetroffen. Ich habe im Restaurant "Zum Alte Schluuch" darin zu lesen begonnen. Seither ist es verschwunden. Ich weiss nicht, ob ich es liegen gelassen habe oder ob es entwendet worden ist, als ich auf der Toilette war. Jetzt muss ich das zuerst abklären, bevor ich weiterfahren kann mit meinem Bericht. Etwas ist mir jedenfalls aufgefallen: Der Autor beklagt sich darüber, dass er auf der Welt und diese so beschissen ist. Eigentlich beklagt er sich über alles, was mit dem Leben zu tun hat. Was mir dabei nicht einleuchtet: Wie kann man sich ohne Adressat beklagen? Er ist Atheist und glaubt nicht an Gott. Wer aber ist dann die Anlaufstelle für seine Wut? Irgendwelche undefinierbaren Kräfte oder eine personifizierte Energie wie Gott, Allah oder der Grosse Manitou. Ich halte die Idee des Freitodes für eine faszinierende Alternative zum Weiterleben bis zur geistigen und körperlichen Verkrüppelung und zum Verlöschen als Greis, aber einigermassen plausibel sollte das Nachher schon gezeichnet sein. Ist es das Paradies - das totale Verlöschen oder einfach der Übergang von einer Jahrmarktgeisterbahn zur nächsten?

Wer diesbezüglich originelle Ideen hat, soll sie hier einbringen. Vielleicht kommen wir gemeinsam zu einer Lösung ...

17.März 2008, 14.58, regnerisch, grau, deprimierend

Zwar habe ich in dem Buch über den Freitod zu lesen begonnen, aber ich habe mir noch keine Meinung zu bilden vermocht. Das Problem liegt darin, dass die Verantwortlichkeiten darin noch nicht geklärt sind. Wer, zum Teufel, trägt die Schuld daran, dass das Leben so beschissen und die Menschenbrut ein einziger Mafiasumpf der Lebensbejahung ist? Stehen diejenigen, die das nicht mitmachen möchten, tatsächlich unter einem satanischen Zwang der Verführung, wie Professor Unrat im Blauen Engel? Aber - wie wären wir dann in diese Lage hinein geraten. Sind wir a priori Idioten, die sich leicht verführen lassen, fallen wir leicht auf Versprechungen herein; und wenn ja - wer oder was hat uns verführt?
Da ich Schauspieler gewesen bin, liegt mir das Bild von der Bühne und der Rolle, die man darauf spielt, viel näher. Habe ich mich mal damit einverstanden erklärt, einen gewissen Part in dem aufzuführenden Stück zu übernehmen, dann ist die Entscheidung gefallen und ich stehe zu meiner Rolle, mag sie noch so unsympathisch, böse oder unsittlich sein. Ich gehöre zu der Gesamtaussage des Stückes und spiele nicht in erster Linie meinen privaten Part. So sehe ich auch mein persönliches Leben: Eines Tages im Jenseits habe ich mich entschlossen auf der Bühne des Lebens in einem gewissen Stück eine gewissen Rolle zu spielen. Dazu musste ich jeweils für die Dauer der Aufführung vergessen, dass ich nicht wirklich derjenige war, den ich spielte, sondern vielleicht ein Gauner, Kinderschänder oder eine andere widerliche Type.
Ich erinnere mich an viele Schlüsse von Aufführungen. Nach dem Applaus sauste ich wie von der Tarantel gestochen in die Garderobe, schminkte mich ab, wechselte vom Kostüm in die privaten Kleider und holte mir ein Bier aus dem Kühlschrank. In der Kantine hiess es dann vielleicht: Mensch, heuite hast Du diesen unsympathischen Kerl aber gut gespielt. Ich f¨ühlte mich wohl und offerierte dem Schmeichler ein Bier. Heute denke ich, dass ich in einer Rolle stecke, von der ich keine Ahnung habe, worum es geht, die aber irgendwann mal zu Ende sein wird. Dann treffen sich alle Beteiligten in der Theaterkantine zur Grossen Feier und genieessen das soeben stttgefundene Spiel. So sehe ich das Leben: Ein Spiel, nichts weiter - insbedondere nicht bedeutender als ein Spiel, da ja auch die Wahrheit bloss eine Art von Spiel ist. Prost und Amen.

10. April, 2008

Am Ball bleiben! Viele sagen, man müsse am Ball bleiben. Koste es, was es wolle! Was für ein Ball, zum Teufel nochmal? Bin ich denn ein Fussballer? Oder ein Korbballer, Handballer, Faustballer, Arschballer? Wenn schon bin ich ein Hirnballer. Meine Bewegung findet im Kopf statt. Und das ist amüsant. Und wisst Ihr warum? Weil es dort keine Regeln gibt - kein Offside, keinen Netzball und kein Out. Ich denke, was ich will. Und heute denke ich zum Beispiel, dass ich nie an irgend einem Ball bleiben wollte, nicht mal am Sauf-Ball, denn auch der geht mir ab und zu auf die Nerven. Sogar Frauen oder Cordon Bleus, Champagner, Beethoven, Sepp Trütsch...Ja, sogar Sepp Trütsch geht mir ab und zu auf den Wecker. Es ist nicht zu ändern. Das Leben ist ein Spiel, bei dem man sich von Geburt an täglich mehr und mehr vom Ball entfernt - und sei es bloss der Ball der Mamaaaaaaaaaaaaaaaaaaa mit dem Nippel in der Mitte, an dem man saugt, um sich mit Nahrung zu versorgen. Ich freu mich ehrlich auf die Theaterkantine; das ist der Ort, wo meinesgleichen sich trifft, sobald man 'den Schirm zugemacht' hat. Meine Güte, wie konnte ich mich je für eine Existenz inmitten einer solchen Brut von Blödianen entscheiden, wie es die Menschen sind. Aber schon François Vuillon hat gesagt: La vie n'épargne personne - das Leben verschont niemanden. Und das war vor vielen Hundert Jahren. Nasdarowje.

12. April 2008, 16:04 Uhr

Soeben ist unten ein blaues Auto vorbei gefahren. Ich habe es am Dach erkannt.

13. April 2008, 21:28 Uhr

Heute bin ich mir nicht mehr sicher, ob das Auto tatsächlich blau war. Vielleicht war ich es auch bloss und habe mich getäuscht. Ich werde der Sache nachgehen und Sie zu gegebener Zeit informieren. Ich vermute fast, dass es vielleicht ein dunkles Grün war, das mir wegen der Lichtverhältnisse blau vorgekommen ist.

20. April 2008, 15:47 Uhr

Soeben ist schon wieder ein Auto unten vorbei gefahren. Diesmal war es rot und hatte eine andere Form als das erste. Könnte es sein, frage ich mich, dass der Inhaber es hat umspritzen und in der Form umbauen lassen - nur um mich in den Wahnsinn zu treiben? Aber so leicht kriegt der mich nicht. Wenn ich will, kann ich aussehen wie ein Gangster. Da lässt er besser die Finger davon, der arme und bedeutungslose Knilch. Ich lasse mir von dem sicher auch nicht die Europameisterschaft vergällen. Vermutlich haue ich sowieso ab - in die Vogesen oder so, wo die Autos noch anständig sind und keine braven Bürger in die geistige Irre treiben.

29. Mai 2008

Heute nur eine kleine Nachricht: Am 1. November findet in Basel das zehnjährige Jubiläum von HUMOR CARE SCHWEIZ statt (siehe unter www.humor.ch ==> humor care). Mir soll an diesem Anlass als Erstem die Würde eines "Doktors humoris a la casa" für meine Aufbauarbeit in Bezug auf die Kongresse "Humor in der Therapie", deren erster im Oktober 1996 im Kongresshaus der Messe Basel stattfand, verliehen werden. Ich hoffe auf einen Applaus mit starker gesundheitsfördernder Wirkung.

17. Juni 2008, 12:39 Uhr, ein paar Stunden vor Frankreich - Italien

Die Geiss ist heiss
Der Hase schläft
Fermez la porte - die Türe zu!
(Finde den Sinn- Ohrfeige zu gewinnen)

16. Juli 2008, warm und schön

Vor etwas mehr als zwei Wochen bin ich beim Gang vom Wohnzimmer in die Küche über den Teppich im Corridor gestolpert und habe mir zwei Rippen gebrochen. Das war sehr schmerzhaft. Ich konnte kaum schlafen. Jetzt ist es viel besser, ausser beim Liegen; da wache ich jeweils mitten in der Nacht auf und muss mich hinsetzen, um den Schmerz abflauen zu lassen. Vorgestern ist mir das Gedicht Gier in den Sinn gekommen, als ich über den Sinn meines weiteren Dahinsiechens nachgedacht habe. Am 27. werde ich 65. Welch ein Ärger! Und ich weiss noch nicht mal, was ich unternehmen soll. Vielleicht mache ich alleine eine Schifffahrt auf dem Rhein und lasse mir etwas Hervorragendes auftischen. Menschen, die ich einladen könnte, kenne ich keine. Wenn ich an die Kläffer denke, schrumpft mein Hirn - was eigentlich eine weitere Überlegung und Überprüfung wert wäre!

24. Juli 2008, sonnig und warm

Am Sonntag, 27. Juli habe ich Geburtstag, meinen fünfundsechzigsten. Das Verblüffende daran ist, dass mir nichts einfällt, was ich an diesem Tag unternehmen könnte. Da ich bescheidene finanzielle Mittel habe, jedoch von den Krankenkasse eine mehrhundertfränkige Rückerstattung zu erwarten habe, dachte ich daran, einen Freund oder eine Freundin zu einem guten Essen einzuladen - Vielleicht ins Restaurant Spitzwald, dessen Patron ich kenne und welches weit und breit allein in der Natur steht. Das Problem ist: Ich habe keine Freunde und Freundinnen mehr, die mir wirklich nahe stehen. Sie haben entweder das Zeitliche gesegnet, leben weit weg in der Fremde oder sind mir sonst fremd geworden ...
Da es im Orakel des I GING vor ein paar Tagen hiess, ich könne mich nun von allem trennen - insbesondere auch von meinem Werk; es sei getan und bedürfe meiner nicht mehr, es sei jetzt sozusagen ein Selbstläufer, da es dies dort hiess und ich es mir seither schmackhaft zu machen verstehe, weiss ich nicht mehr, wie es weitergehen soll. Soll ich einfach nichts tun und abwarten, was in meinem Kopf geschieht? Oder soll ich mir einen stillen Ort in der Natur suchen, wo ich meinem Inneren nachspüren kann, um vielleicht eines Tages die Erleuchtung zu erreichen?
Ich weiss es nicht. Vielleicht hat jemand einen Rat ...

Dienstag, den 2. September 2008, 14:18 Uhr

Wetter: gemischt sonnig, leicht derb, vom Odeur her an Brombeerenkonfitüre und Zedernholzrauch erinnernd. Jetzt, da ich im Ruhestand bin und ab und zu mein Leben Revue passieren lasse, stelle ich fest, dass ich mich auf dieser Welt immer fremd gefühlt habe, immer wie ein Schiffbrüchiger, der sich nach der Rückkehr in seine Heimat sehnt.
Zum Beispiel erinnere ich mich fast ohne Emotionen an meine wenigen bedeutsamen und häufigeren bedeutungslosen Beziehungen zu Frauen, obwohl ich damals den üblichen Liebesschmerz empfunden habe. Ich habe auch nie eine Frau begriffen - einen Mann fast ebenso wenig; Tiere schon eher.
Das Einzige, was mir Mühe macht, sind die Erinnerungen an zwei Hunde, die ich geschlagen habe, den Arturo und den Schnaatzky. Ich bin auch bereit, für diese Untaten Busse zu tun und Leid zu tragen.
Ich finde, dass diese Welt von Grund auf eine Fehlkonstruktion ist; und wenn ich eine Art Michelin-Prüfer der Qualität von Planeten wäre, würde ich die Erde nicht einmal für eine negative Erwähnung in meinen Berichten in Erwägung ziehen. Sie würde nicht einmal in der Rubrik "uninteressant" Einlass finden. Sie ist zum sofortigen Vergessen geschaffen.
So, jetzt habe ich schon genug von diesem unnötigen Geplapper. Ich hoffe bloss, dass ich bald von hier abhauen und wieder durch die unendliche Leere sausen kann, den Ursprung aller Ideen (auch der miesesten).

14. September 2008, ein grauer Sonntag nachmittag

Am Donnerstag Abend, den 11. September, habe ich vor dem Schiefen Eck plötzlich das Bewusstsein verloren und bin vom Stuhl gefallen. Die Sanität kam angedüst und hat mich wie einen Säugling auf die Pritsche gestemmt, in den Wagen geschoben und mit einem kindlichen Tüüütaaatooo in die Notfallstation gefahren. Als ich erwachte, hatte ich eine per Einstich geöffnete Blutbahn mit Drehschalter. Vermutlich hatte man mir was gespritzt und dann den Schalter zugemacht und zur Not in meiner Hand stecken gelassen, um auf Überraschungen bereit zu sein, die eine weitere Ladung des belebenden Medikamentes nötig gemacht hätte.
Ich lag lange in dieser Notzelle. Allmählich kam meine Erinnerung zurück, Andy kam zu Besuch. Er war am Tisch gesessen, als es passiert war. 'Was ist geschehen?' fragte ich gespannt. 'Du hast einfach plötzlich die Augen verdreht und bist vom Stuhl gefallen. 'Komisch', sagte ich, 'ich habe keine Erinnerung daran - nur dass ich plötzlich auf dem Boden lag und die Sanität angerauscht kam.' 'Ja, die war schnell da. Jemand vom Personal hat sie alarmiert.'
Andy schnorrte noch eine Dose Bier, die ich in meiner Einkaufstasche hatte und machte sich dann wieder aus dem Staub.
Als endlich mal jemand von Personal sich zu mir bemühte, fragte ich: 'Was war los?' 'Sie hatten sehr viel getrunken.' Dazu ein bedeutungsvoller Blick mit einem klaren, aber ungesagten 'Wiekonntensiebloss?' in den Augen. Nähere Angaben hielten sie offenbar für überflüssig.
Ich war wieder mit mir allein und dachte nach, da ich nichts Anderes zu tun hatte. 'Das hätte mein Tod sein können, überlegte ich. Päng und fertig!' Leider bin ich wieder erwacht. Es war wohl bloss ein kleiner süsser Wink des Schicksals, dass es nicht so schlimm werden wird mit dem Sterben wie befürchtet.
Seither freue ich mich aufs Sterben - wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Schon komisch, was einem so alles zustösst, oder?
Ich wünsche Euch allen einen angenehmen Tag und möglichst viele eigene Nahtod-Erlebnisse. (Obwohl meines wohl kein richtiges war.) Prooost!

Unter der Rubrik Werk / Weitere Texte könnt ihr noch eine paar emotionalere Worte zum Thema "Mensch - Leben - Sonnensystem" nachlesen: Durchschautes Spiel.

24. September 2008, 00:29 Uhr

Nehmen wir mal ein Beispiel: Bei der Geburt oder kurz danach, wenn man erst Bähbläbla machen kann, wird der Mensch eingespannt, angeschirrt wie ein Maultier, um mit allen anderen seiner Brut den Menschheitskarren durch den Pflotsch des Lebens zu ziehen.
Wenn seine Zeit gekommen ist, wird der Mensch ausgeschirrt und kann beiseite in den Ruhestand treten. Der Weltkarren zieht unbeeindruckt weiter. Ich bin im Ruhestand, wie ich schon erwähnt habe. Im August traf meine erste Rentenzahlung ein; ich setzte mich hin und lehnte mich zurück. So! dachte ich, jetzt suche ich zuerst mal den Eingang des Aufzugs, der mich direkt in den mir fremden Teil meiner Seele führt. Ich wollte die Bilder meines Lebens sehen. Schnell sah ich Einiges, das mich besonders interessierte. Am hellsten strahlte das Phänomen des Humors.Ich untersuchte es wie ein mittelalterlicher Gelehrter. Meine Augen mussten sich zuerst an den Glanz gewöhnen, den dieser Stern der Heiterkeit ausstrahlte. Plötzlich wusste ich, dass ich angekommen war, zurückgekehrt in meine Heimat, wo ich immer hingehört und nach der ich mich immer gesehnt hatte.

Fortsetzung folgt!

29.9.2008, 01:58 Uhr

Und wenn man dann in einer weiteren solchen Nacht einfach so daliegt und dem Gedanken an den Tod nachhängt, weil man zu nichts anderem mehr Lust hat und fähig ist, dann denkt man zurück an den Tag der Einschulung mit seiner Illusion, es würde besser, wenn man dann später etwas wisse ...wenn einem die Spaziergänge am Rheinufer mit dem obligaten Fernweh in den Sinn kommen - und der Hafen mit dem fremdländischen Touch; und später die Bummel zum fernen Walde hin mit einem Mädchen, von dem man nicht wusste, was es wollte, weil man noch Schüler und die Liebe etwas Rätselhaftes und Geheimnisvolles war - wenn man so daliegt, leer und doch nicht ganz, dann fragt man sich: Wieso gibt es nicht einfach wie beim Licht oder dem Kochherd einen Schalter, den man knipsen oder umdrehen kann, um die Verbindung zum Leben zu kappen? Wie lange soll diese Monotonie noch andauern, wie lange die allnächtlichen Albträume und täglichen Depressionsschübe? Habe ich etwas falsch gemacht im Leben? Oder vielleicht etwas zu richtig? Oder war alles nur von A bis Z ein simpler Selbstbetrug, entstanden in der Atmosphäre der Kindheit, wo der Vater pokern ging und die Mutter sich mit Handelsreisenden vergnügte, während man auf den Spielplatz verbannt wurde?
Das Leben behandelt die meisten Menschen ungerecht und "verschont niemanden" (François Villon). Aber dessen wird man sich erst bewusst, wenn man denkt, es gehe dem Ende zu und man keinen Antrieb mehr hat, weil man weiss, dass eh alles für die Katz' ist.

Umba umba

14. Oktober 2008, 14:36 Uhr, die Zeit, da die Putzfrau herumgambuliert

Ich habe einen Verleger, der hatte am Samstag sein zehnjähriges Schubiläum - im Theater La Fourmi in Luzern am Vierwaldstättersee beim Pilatus hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwuckeln. Es ging hauptsächlich um Slam Poetry und Spoken Word-Artisten, die neue Hoffnung aller Verzweifelten. Deren CDs bilden nebst meinem Best of-Buch das Hauptgeschäft seines Verlages. Als ich ihn, begeistert von den Darbietungen, fragte, was denn so alles erlaubt sei auf diesen beiden Gebieten, sagte er, Doppelpunkt: 'Alles'! Und ein paar junge Schönheiten stimmten ihm bei und zu und leuchteten mich dabei mit ihren Juwelenaugen an. Jetzt arbeite ich bereits daran, das Rezept für Zwetschgenkonfitüre meiner Grossmutter väterlicherseits niederzuschreiben. Bei der erstbesten Gelegenheit werde ich es dann vorlesen und dazu auf einer Weltkarte ab und zu auf irgend etwas deuten, was sich in Afrika oder Australien oder im Stillen Ozean oder sonstwo auf dem Erdball befindet. Als nächstes Projekt nehme ich mir dann die Erdbeerkonfitüre meiner Grossmutter mütterlicherseits vor und werde beim Vorlesen auf diverse Gegenden auf einer Karte des Universums deuten. 'Alles' ist halt ziemlich viel, würde ich mal sagen.

Über den Tod können wir ja dann ein anderes Mal wieder reden ... wenn vielleicht die Luft mal wieder rein ist.

Sonntag, den 19. Oktember zwootausendundach-ach-acht, hoppelidu

Am Freitag war der Michael hier, der Michael Titze, Doktor der Soziologie, Psychotherapeut und erfolgreicher Buchautor - zum Beispiel 'Die Humorstrategie'. Wir haben 1996 gemeinsam den ersten Basler Humorkongress auf die Beine gestellt, er als wissenschaftlicher Leiter, ich unter anderem als Organisator eines Patronats aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Bümpliz, Arizona und den beiden Basel. Der Bluemefritz war leider unabkömmlich, weshalb wir uns mit Hannelore Pfusch, einer Nachgeburt von Johann Peter Knebel, zufrieden geben mussten. Sie hat dann an der Eröffnung eine Ihrer Arschbacken entblösst und wurde mit einem Riesenapplaus von der Männerseite und eher verhaltenem von den anwesenden Evas belohnt. Der erste Kongress wurde dann etwa vier-, fünfmal wiederholt und hat die Grundlagen für die heute grassierende Lachbewegung in den deutschsprachigen Gegenden geschaffen.
Kennen gelernt haben Michael und ich uns aber schon 1990, als ich vom Inhaber eines Ingenieurunternehmens den Auftrag hatte, einen Messestand für seine Firma zu konzipieren. Es ging um die erstmals stattfindende Infrastructa, deren Teilnehmer sich grösstenteils aus Branchengiganten wie Siemens, ABB etc. zusammen setzte. Mein Auftragggeber wollte einen Stand, der sich von den anderen - viel grösseren - durch seine Originalität abheben sollte. Mir fiel die Idee eines Humoratoriums ein, eines Zentrums für Humor. Er war begeistert und besprach sich mit seinen führenden Mitarbeitern, welche teils skeptisch, teils ebenfalls begeistert waren. Ich musste ein Konzept entwickeln und vorstellen. Es wurde besprochen, schliesslich angenommen und zur Realisierung frei gegeben. Man wollte den Fachbesuchern zeigen, wie die Firma ein solches Projekt zur Reife bringen und bis zur Fertigstellung umsetzen wollte.
Michael Titze half mit einigen Texten und gutem Rate und bekam dafür eine sehr gute Tafel Schokolade mit Nuss.

So, jetzt bin ich zu faul zum Weiterschreiben. Die Sonne lockt mit ihrem Scheine und ihrem verhaltenen Grinsen, und ich gebe dieser Verführung nach, stürze mich ins Schiefe Eck und dröhne mich mit Flaschenbier der Marke Calanda zu. Petri Heil!

25. Oktopussy 2008, Blablahausen

Ich weiss, dass ich weitererzählen sollte; aber ich habe halt keine Lust. Zudem bin ich im Ruhestand, und Leonardo da Vinci ist gestorben - alles Dinge, die mich um den Verstand bringen, den ich zwar gar nicht mehr habe, wenn man's genau nimmt. Michael Titze wird auch nicht jünger, wenn ich erzähle, wie der Abend weiter gegangen ist. Ich bin faul, alt, fett und träge - die besten Voraussetzungen für ein erfülltes Leben. Mehr geht im Moment einfach nicht, ich muss einkaufen gehen, denn es ist Samstag und schon 16:15 Uhr. Man stelle sich das mal vor ... 16 Uhr 15 an einem Samstag im Oktober 2008. Wenn man da nicht wahnsinnig wird ...

8. November 2008, ein Alltag im Wochenende.

Das Leben geht weiter. Ungefragt. Was vor ein paar Tagen oder Wochen nicht erledigt worden ist, wird es vermutlich nie werden. Vielleicht immerhin noch dies: Michael Titze (siehe unten) hat mich besucht, weil er mit mir zusammen ein neues Buch auf den Humormarkt bringen will. Arbeitstitel: Therapeutisches Blödeln. Da geht es darum, bei seelisch blockierten Menschen die Verkrampfungen zu lösen, zum Beispiel mit einem Indianertanz um einen selbst produzierten Marterpfahl herum. Stellen Sie sich mal vor, wie das die Verspannungen löst. Besser als autogenes Training oder eine Flasche Kentucky Bourbon.
Dann war am Dienstag Hannes Bertschi hier. Er lebt auf der Insel Borocay in den Philippinen. Wir trafen uns in der Bar des Hotels Les Trois Rois. Ich genehmigte mir einen Campari und eine blöde Mary. Leider füllte sich der Raum sehr schnell mehr und mehr, und der Pianist spielte zu laut, weshalb wir uns verzogen und durch die St. Johanns-Vorstadt zum legendären Ristorante Donati pilgerten. Mit meiner Wahl eines Osso-bucco an Safranreis lag ich leider daneben, es war ziemlich durchschnittlich. Die Rechnung rundeten wir generös von 260 Franken auf 300 auf, wofür sich der Chef de Service mit einem Handschlag und einem professionellen Lächeln gefolgt von einem Mille Grazie bedankte. Dann schlenderten wir über die Johanniterbrücke und blieben auf ein paar Flaschen Bier im Restaurant Erasmus, wo wir noch den Rest des Champions League-Spiels FCB gegen FCB (Barcelona gegen Basel) am Fernsehen verfolgten. Das Resultat war befriedigend - 1:1 unentschieden. Im Bläsitörli, unserer nächsten Station, erzählte der Wirt absurdes Zeug über die amerikanischen Wahlen, zum Beispiel, dass John McCain Vizepräsidemt von Barack Obama werde und Alaska nicht zu den Vereinigten Staaten gehöre. Wir waren schon zu gut gelaunt, um uns aufzuregen und nahmen die zwei- bis dreihundert Meter Fussmarsch bis zum Schiefen Eck in Angriff. Dort gab es wieder je ein paar Flaschen Bier und angeregte Gespräche über das geplante Buch 'Therapeutisches Blödeln'.
Fürs Erste wäre das mal wieder etwas.
Allerdings ist noch der Besuch meiner Exfreundin Ingrid zu erwähnen, mit der ich auf das Riesenrad an der Herbstmesse ging und anschliessend ins Restaurant Rollerhof direkt daneben zum Abendessen. Es stellte sich sofort unsere alte Vertrautheit ein, und wir lachten uns die Rücken krumm.
Jetzt ist Jean-Claude S. hier. Er wohnt als Hotelbesitzer am Mittelmeer, in La Croix Valmer bei Saint-Tropez. 1968 hat er mich als Banklehrling darüber informiert, wie man eine Bank betrügt. Ich habe seine Informationen beherzigt und eine Grossbank um damals rund 31'000 Franken betrogen. Nach fünf Monaten bin ich in Mailand verhaftet und zweieinhalb Monate später an die Schweiz ausgeliefert worden, wo ich ein weiteres Jahr hinter Gittern verbracht habe. Es war - völlig ehrlich gemeint - eine der schönsten und fruchtbarsten Zeiten meines Lebens. Manchmal sehne ich mich zurück. (Siehe mein Buch Alles Gute und viel Glück, vielleicht noch antiquarisch erhältlich bei www.zvab.de). Mehr bald.

Vergesst das weise Wort von François Villon nicht: 'La vie n'épargne personne', das Leben verschont niemanden.

9. Dezember im Jahre des Herrn Jesus Christus von Nazareth und Bethlehem 2008; und jenem des Herrn Fritz Bökelmeier aus Worms ebenfalls 2008.

Vielleicht fange ich bald, noch dieses Jahr, mit dem Fortführen einiger Projekte an, die in meinem Innern rumoren und mich trotz des Ruhestandes nicht in Ruhe lassen.
Der Zufall - so es einen solchen gibt - wollte es, dass ich in dieser letzten Zeit im Jahre 2008 der Herren Christus und Bökelmeier ein paar Leuten begenet bin, welche die nötige Lebenseinstellung und -erfahrung mitbringen, um an meinen Projekten Unart, Fritzenkunst für Kunstfritzen und die Umgekehrte Null aktiv teilzunehmen. Die unabdingbare Basis dafür ist ein tief verwurzeltes Verständnis für das Wesen des Humors und seiner Funktion innerhalb des psychischen Apparates des Menschen und der gesamten Schopfheit (oder Schöpfung?). Diese Wesen sind leider so selten anzutreffen wie etwa die schwarzen Trüffel und weissen Rappen. Aber ich habe den leisen Verdacht, dass die Gabe, solche Individuen aufzuspüren, dabei ist, sich in mir zu entwickeln. Wollen wir mal sehen, ob diese sogar die Kraft hat, meinen eisernen Ruhestandsvorsatz ins Wanken zu bringen.
Vergesst nie, was Joseph Beuys und Andy Warhol gesagt haben... Beuys: 'Jeder ist ein Künstler'. Warhol: 'Alles ist Kunst.' Was gibt 'JEDER mal ALLES?'

01:19, Samstag, den 13. Ditschember 2008

Wenn ich wüsste, was ich sagen will, hätte ich das vermutlich längst getan. Vielleicht habe ich es ja auch getan und erinnere mich nicht mehr daran. Womöglich will man im Leben heute dies undbedingt und morgen unbedingt das sagen und merkt dabei nicht, dass es nichts gibt, was wirklich und einmalig endgültig gesagt werden soll, kann oder muss. Ich könnte jetzt natürlich noch Vieles sagen, eventuell sogar alles, aber dann bräuchte ich unendlich viel Zeit und die will ich gar nicht, denn: Zeit enerviert mich je länger ich sie kenne und ihr unterstehe. Vielleicht kann man aber ALLES auch zusammengefasst in einem Ausdruck oder Wort sagen, zum Beispiel: Amen; oder Prost; oder Allah, dada, GAGA, Blatzenmurk, Schöwalimbi oder Uff, Hugh, Görk, Münk und Seppli. Zum Beispiel: Schacher Seppeli ... ich bin dr Schacher Seppelii, bekannt im ganze Land. Oder Ave Maria, Jesses Gott, Huersiech. Oder Bluwurst mit Sauerkraut ... Wem ist es jetzt noch nicht langweilig? Gut, die andern können gehn und erhalten beim Abwart einen Kaugummi. Sagt einfach: Das geht auf das Konto vom Heiland aus dem vierten Stock.

28. Dezember 2008, 10:48

Der Himmel ist bedeckt. Ich habe nichts vor, die Weihnachtstage langweilen mich. Ich wollte nicht ins Wallis fahren. Ingrid, meine Ex, hat volles Haus mit Baby, Hund und Katzen. Das liegt mir nicht besondes, insbesondere das Babygeschrei nicht.
Beim Blättern in alten Notizheften habe ich einige Tagebucheinträge gefunden, die sich für die Rubrik VITA eignen. Mein Webmaster hat sie an der chronologisch richtigen Seite eingefügt.
Über die Weihnachsttage lässt sich nicht viel sagen. Am Heiligabend war ich bei Peter Wylliam Alt von Österreich eingeladen. Er residiert im Haus zu den Drei Königen im edlen Basler Vorort Kleinhüningen. Wir gaben uns mit Heringsalat Atlantic doré als Entrée und Entre-côte Macchiavelli-Santa Lucía Moribundi ante Portas mit feinen Nüdeli Noriega zufrieden. Dazu gab es zwei Flaschen Roten und für mich fünf Dosen Edelsud Schloss Meisterburg, ein Bier aus dem Land der Turner und Tataren.
Auf dem Heimweg habe ich, vermutlich in der Strassenbahn, eine Tasche voller teurer Medikamente liegen gelassen; ich hoffe, dass sie sich im Fundbüro auffinden lassen. Meine Erwartung ist nicht gross auf Grund meiner Erfahrungen in der Vergangenheit mit dieser Institution.
Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre der oben erwähnten Beiträge viel Vergnügen und weise Sie mal wieder auf meine Fritzenkunstbilder hin, mit denen ich eigentlich bald einmal was unternehmen sollte, zumal mein Geistesfreund Peter Wylliam eine Persönlichkeit ist, die sich sehr den ausgefallenen Künsten zugeneigt fühlt und auch den Pinsel schwingt.

Immer noch der 28. Dezember im Jahre der Zuckerbäckereien von Budapest, 18:16 Uhr

Mein Webmaster ist halt schon verdammt schnell, wenn er Lust dazu hat. Er erinnert mich an ein Rennpferd oder einen Windhund. Jetzt habe ich da noch einen Text, den ich für die Rubrik VITA einfügen will. Falls jemand diese Webseite einer Dissertation für würdig erachtet, hätte ich nichts dagegen, davon zu erfahren. Ich werde langsam träge und könnte eine interessierte Studentin oder einen Studenten der Künste gut gebrauchen, zumal da noch ein Wust an Material rumliegt, den ich in meiner vermutlich verbleibenden Zeit in diesem Theater kaum mehr bewältigen kann; und vielleicht habe ich ja Lust, ein paar der Ideen noch wirklich seriös und mit professioneller Hilfe an die Hand zu nehmen.



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