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Archiv: Aktuelles 2005

27.07.2005, Geburtstag von René Schweizer

Am Anfang, als noch rein gar nichts manifestiert worden war, gab es nur das Denken.
Es dachte nichts, es ruhte. Es war im Zustand der Leere. Es lag da wie eine leeres Blatt Papier, auf dem noch absolut nichts geschrieben steht oder auf das noch nichts gemalt ist.
Das erste nennt man Vor-Wort, das zweite Vor-Bild.
Das Vorwort ist das Vorbild, und das Vorbild ist das Vorwort.

29.07.2005, nach dem Geburtstags-Hangover

Weil das Denken nichts anderes zu tun hatte, begann es zu denken. Es dachte: Ich bin!
Diese Erkenntnis verlangsamte seine Schwingungsfrequenz auf jene des Ur-Lichtes.
Das war die erste Erleuchtung des Denkens.

01.08.2005, Nationalfeiertag

Da das Ur-Licht das Kind des Denkens war und aus gebremstem Denken bestand, war es neugierig darauf zu erfahren, was es mit sich alles anstellen konnte. Es verlangsamte seine Schwingungsfrequenz solange, bis es sich spaltete und plötzlich in positive und negative Partikel aufgeteilt war.
Das war der Einstieg in die Welt der Materie.

14.08.2005, ein paar Tage nach meiner Rückkehr von zwei schamanischen Reisen

Das aufgespaltete Urlicht ist das, was die Chinesen Yin und Yang nennen, das weibliche und das männliche Prinzip.
Um Leben erschaffen zu können, mussten sich einzelne Yin-Quanten mit einzelnen Yang-Quanten vereinen. So entstand die Heerschar der Urschöpfer, auch Götter genannt.

20.08.2005, an einem jener trüben Tage, die man bald vergisst

Die Urschöpfer hatten alles, was das Denken hatte, denn sie waren dessen Abkömmlinge, dessen Kinder.
So wie die Tropfen des Ozeans das selbe Wasser sind wie der Ozean, so sind die Urschöpfer das selbe Denken wie das noch ungeteilte Ur-Denken.

30.08.2005, an jenem Dienstag, der kurz vor einem Mittwoch kam

Alles ist Frequenz.
Die höchste hat das Denken, die niedrigste die schwerste Materie.
Denken kann man auch Bewusstsein nennen; es ist also alles Bewusstsein in einer spezifischen Frequenz.
Deshalb gibt es kein Nicht-Leben, sondern nur schwer erstarrtes und blockiertes Leben.

31.08.2005, 04:30 Uhr, beim fernen Klang der Strassenputzmaschinen

Das Denken erfindet unablässig Neues, skizziert Bilder von noch Ungedachtem, Vor-Bilder.
Es stellt sich das Neue vor, noch ehe es aus dem Nebel des noch nicht Gedachten auftaucht; es macht sich eine Vorstellung davon, stellt es quasi ahnend zusammen - und auf!
Durch die Kräfte der Neugier und des Begehrens träumt es das Unerschaffene auf die Bühne des Lebens, ins Spiel der Wirklichkeit ...

03.09.3005, 04:30 Uhr, in einer Schlafpause mit Asthma

Ich wiege beinahe einhundertvierzig Kilos.
Von Materie und Masse verstehe ich also etwas.
Würde sich dieses Verständnis reduzieren, wenn ich abnähme?
Würde ich vergeistigen, ätherisch werden und verblöden?
Soll ich oder soll ich nicht?

08.09.2005, zu Hause vor dem Laptop mit der wachsenden Lust auf ein grosses Bier

Manchmal gibt es Tage, da fällt einem nichts ein. Wenn man dann weiterdenkt, fragt man sich: Ist mir nichts eingefallen oder ist mir Nichts eingefallen? Nichts ist etwas, nämlich nichts. Von dort sollen wir ja ursprünglich herstammen, und wenn uns nichts einfällt, erinnern wir uns einfach daran.

15.09.2005, nach meiner fünften schamanischen Reise

Ich war im Licht und habe meine Symbole abgeholt.
Die Feder und den Flügel für meine Seele; sie sind jetzt in meinem Herzen.
Den Kristall in der Gralsschale für meinen Geist; der Kristall ist jetzt im Kopf, die Gralsschale in meiner Brust.

22.09.2005, im Angesicht der milden Bläue eines Altweibersommertages

Da die Temperatur der Sonne nicht hoch genug ist (und nie war), um Metalle wie Gold oder Eisen entstehen zu lassen, ist klar, dass unser Planetensystem aus einer ursprünglich wesentlich heisseren Umgebung stammt: einer Supernova. Wir sind also tatsächlich Sternenkinder.

23.09.2005, aus dem heutigen Kalenderblatt

«Du siehst Dinge, und du sagst 'Warum?' Aber ich träume von Dingen, die es nie gegeben hat, und ich sage 'Warum nicht?'»
George Berhard Shaw

25.09.2005, nach dem Brunch in Stockach beim Bodensee

Moritz der Hase hat eine Karotte bekommen. Er liegt daneben in seinem grossen Stall und lässt sich von seinem Formel 1-Herzen durchzittern. Zuviele Schläge verderben des Hasen Tod.

27.09.2005, am ersten Tag des Rests des Lebens

Ich stelle fest: Mein Thema ist der Rest des Lebens. Ich bin 62, habe Kontakt ins Jenseits über ein Medium und gehe ab und zu auf schamanische Reisen, wenn Sie wissen, was ich meine. Zudem habe ich für mich selbst einen Verhaltenskodex verfasst.

30.09.2005, in Zeitnot mit Blick auf den Kasernenhof

Es ist Zeit für etwas anderes; ich weiss aber nicht, was ...

01.10.2005 nach einem Blick auf die unten vorüber rauschenden Schülerinnen und Schüler

Die Lichtteilchen, die durch das in seiner Schwingungsfrequenz abgebremste Denken entstanden waren, repräsentierten das, was man als die Götter bezeichnen mag. Als diese die Fülle ihrer Möglichkeiten erkannten, erschufen sie den Traum und begannen darin Rollen zu spielen. In diesen Rollen vergassen sie vorübergehend absichtlich ihre Göttlichkeit, um die Emotionen der Ohnmacht, des Schwachsinns und dergleichen kennen zu lernen. Diese spielenden Götter sind allgemein als Menschen bekannt und berüchtigt.

04.10.2005, nach der Beobachtung von Dummköpfen beim Entladen eines Lastwagens

Ursprünglich liegt das Denken da, ruhig und still. Seine Schwingungsfrequenz ist derart hoch, dass sie als Bewegungslosigkeit wahrgenommen wird. Doch es ist Energie in ihrer reinsten Form. Plötzlich spritzt mysteriengleich eine Schöpfung empor. Zeit entsteht, Lärm, Schmutz und Aktivität. Wenn die Zeit abgelaufen ist, senkt sich die ermattete und energieleere Schöpfung wie ein fallendes Blatt zurück in ihren Ursprung, und es herrscht wieder Frieden im Nichts.

10.10.2005, nach dem Schreck der Waage

«Ein Mann ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne» sagt ein tunesisches Sprichwort.
Heute habe ich 143 Kilogramme auf die Waage gebracht; das sind 67 mehr als an meinem vierzigsten Geburtstag anno 1983.
Obwohl es ein sehr gutes Gefühl sein muss, wenn man beim Abschied vom Diesseits, einen solchen Fleischkoloss verlässt, gebe ich diesen Plan heute auf und versuche, den Überfluss loszuwerden.
Ich lebe noch zwanzig bis dreissig Jahre, und das ist zu lange mit soviel Fett.
Obst ist angesagt, Obst, Säfte und Bewegung.

14.10.2005, mit sehnlichem Blick auf das Jenseits

Bevor die Seele auf die Bühne entlassen wird, erhält sie vom Schutzengel den Abschiedssegen, der gleichzeitig auch die Erinnerung auslöscht - für ein Leben lang. Das Vergessen ist Teil des Lebens-Spiels, wo der fleischliche Körper nichts anderes ist als ein Kostüm.

16.10.2005, Sonn- und Wäschetag, Formel 1 in Schanghai

Zur Erinnerung: Alles ist Spiel, die Illuminaten - so nennen sie sich selbst - spielen die Bösen; das heisst nicht, dass sie es wirklich sind. Sie haben die Materie und das Materielle in der Hand. Ihre Energie ist am Abnehmen, wie bei einer Batterie, die sich leert. Ich arbeite an einem Buch über das Spiel. Provisorischer Titel: Das Jenseits liegt auf der Hand. In etwa einem Jahr kommt es auf den Markt.

18.10.2005, nach dem morgendlichen Nachdenken

Die meisten Menschen haben anstelle des Gehirns eine grosse Blutwurst im Schädel.
Blutwürste sind weder zum Denken, noch zum Spüren, Fühlen oder Ahnen da. Wer seine Pforten für die frei flottierenden Gedanken des Kosmos öffnet, sieht, dass uns die Blutwurstschädel an der Nase herum zu führen versuchen. Das Jenseits ist bloss eine Dimension entfernt, es schwingt in einer anderen Frequenz als das Diesseits.
Ist das so verdammt schwer zu verstehen? Für Blutwürste vermutlich schon!

Heute, 29.10.2005, hat die Herbstmesse begonnen

Es ist schwierig, am Computer hocken zu bleiben, wenn man sich die lockenden Töne ununterbrochen anhören muss. Deshalb schliesse ich meinen Kasten für heute und werfe mich ins Getümmel: 16:37 Uhr

08.11.2005, der rote Locher

Neben mir steht ein roter Locher. Es ist kurz nach halb vier Uhr am Nachmittag des achten Novembers 2005, und ich finde, das musste endlich mal gesagt sein. Was ist schon ein schwarzes Loch im Vergleich zu einem roten Locher? Überflüssig und nichtssagend. Pflopp!

19.11.2005, 13:03 Uhr

Wenn ich da sitze an meinem Notebook, die sonnbeschienenen Häuserwände, Bäume, Rabatten und Plätze betrachte, dann sehe ich keinen Grund, wieso ich nicht hinaus und ans Rheinufer hinunter gehen soll. Nur etwas sehr Unangenehmes weigert sich, etwas Anerzogenes, längst Verinnerlichtes, von Lehrern und Erziehern Beigebrachtes. Man nennt es Pflicht. Dabei bin ich völlig frei und niemandem Rechenschaft schuldig - ausser eben dieser Stimme in mir, die sagt: Tu's doch, dann ist es getan.
Ich weiss noch nicht, wie dieser Kampf ausgeht. Heute.

20.11.2005, 14:55 Uhr, schweissgebadet, weil mitten in den Klauen einer Erkältung (Verkühlung für Österreicher)

"Das Leben: ein langes Verfahren, müde zu werden." Samuel Butler

07.12.2005, nach der Entsorgung des Sankt Nikolaus (wieso eigentlich nicht Nikofloh oder Nikohund oder -elephant oder -ameise?)

"Werde alles los, was du hast. Denn du weisst nie, wann es dir im Wege stehen wird." Buddhistisch-christlich-mohammedanisch-jüdisches Sprichwort.
Amen...oder so ähnlich!

14.12.2005

Um sechs Uhr dreissig heute morgen habe ich mich dazu entschlossen, anfangs 2006 in den Ruhestand zu treten. Dies bedeutet, dass diese Web Seite sich nur noch rudimentär verändert.
Die Rubriken AKTUELL und KONTAKT werden weiterhin sporadisch bedient.

20.12.2005, Ich war in Deutschland

Habe etwas Geld von meinem Konto abgehoben und dann bei Nordsee Scholle plus Reis und Béchamel-Sauce gegessen. Der Bus hatte Verspätung. Ich musste stehen, niemand stand auf. Zu Hause hatte ich Schottelfrüst und ging ins Bett. Das Telefon klingelte. Mein Verleger wollte mich besuchen. Er kam, ich lag im Bett, er sagte: das mit dem Buch 'DieSäuferin' klappt und hielt mir einen Hamburger hin. Ich verdrehte die Augen, er ass ihn selbst und ging. Nach fünf Stunden erhob ich mich, rieb meine Birne mit dem nassen Waschlappen ein, ging in meine Stammkneipe und trank zirka acht Grosse. Für Laien: Ein Grosses ist ein halber Liter Lagerbier. Servus bis irgendwann.
Moribundi ante portas.

29.12.2005

Als das Denken, - das viele mit dem Begriff Gott bezeichnen - sich selbst als Ursprung der Kreativität erkannte, verlangsamte es seine Eigenschwingungsgeschwindigkeit so sehr, dass polarisiertes Licht entstand, das heisst: das Licht wurde aufgeteilt in positive und negative Energie. Diese Energiequanten waren der Anfang der materiellen Schöpfung, von positiv und negativ, männlich und weiblich.
Wir, die wir diese Tatsache zu erkennen vermögen, sind zu einer Kreativität in der Lage, die sich selbst als nicht existent einzustufen vermag - wir können absichtlich und bewusst vergessen. Deshalb gibt es so viele freiwillige Dummköpfe auf der Welt. Da wir alle ursprünglich von göttlicher Intelligenz und Kreativität sind, ist es faszinierend, vorübergehend das Spiel der Ignoranz, Banalität und Beschränktheit zu spielen. Es ist, als gäbe es eine Jahrmarktsmaschine, die einen in die Erlebniswelt eines Fisches, einer Qualle oder eines Vollidioten hinein zu versetzen vermöchte.
Unterschätzt die Dummheit nicht. Sie ist IN und sehr beliebt bei den Reisenden durch die Universen.



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