Homepage http://www.guido-studer.ch/
 
           
 
Foto:            
 
 

Erfahrungsbericht Canon EOS 40D

Nach den sehr positiven Erfahrungen mit der Canon EOS 20D entschied ich mich im Herbst 2007, den Nachfolger Canon EOS 40D als leichte Reportagekamera zu beschaffen. Dieser Erfahrungsbericht beschreibt vorwiegend die Unterschiede zum Vorgänger und meine ersten Eindrücke von dieser Kamera.



Dasselbe noch einmal

In den vergangenen drei Jahren habe ich beste Erfahrungen mit meiner Canon EOS 20D gemacht, die mir allzeit treu und weitgehend problemlos gedient hat, mit inzwischen rund 30000 Auslösungen. Die Canon EOS 40D soll den Vorgänger ablösen und die Canon EOS 5D sinnvoll ergänzen.

Eine Ergänzung mit System

Als ich vor einem Jahr durch glückliche Umstände zur Canon EOS 5D kam, überlegte ich bereits, die Canon EOS 20D mit einer Canon EOS 30D zu ergänzen, da bei einem täglich mitgeführten Werkzeug ein Ausfall ja auch nicht ganz ausgeschlossen werden kann. Zudem ist die Kombination Canon EOS 5D, BG-E3 und Canon EF 24-70/2.8 L USM nicht gerade leichtgewichtig, verglichen mit der Canon EOS 40D, BG-E2N und Canon EF 17-40/4 L USM, welche gut 500g weniger wiegt.

Prinzipiell können alle Canon EOS-Kameras die Objektive, die Blitzgeräte und einiges an Zubehör problemlos teilen, von einigen Kleinigkeiten einmal abgesehen. Natürlich sind die Hochformatgriffe zwischen der Canon EOS 5D und der 20D bzw. 40D nicht kompatibel, aber immerhin können letztere die Varianten BG-E2 und den inzwischen neu erschienenen BG-E2N tauschen.

Einsatzdauer

Die Canon EOS 20D war nun drei Jahre bei mir im Einsatz, seit einem Jahr allerdings begleitete mich jedoch hauptsächlich die Canon EOS 5D. Für den Reportageeinsatz muss es aber nicht zwingend eine Vollformatkamera sein, auch wären gelegentlich etwas mehr als die drei Bilder pro Sekunde der 5D wünschenswert. Die Auflösung und die Bildqualität sind bei beiden Modellen recht ähnlich, die Vorteile jedes Systems wirken sich auf der anderen Seite nicht wirklich negativ aus.

Es mag für den durchschnittlichen Anwender eine etwas überraschend kurze Lebensdauer einer digitalen Spiegelreflexkamera sein, wenn ich nach drei Jahren bereits von der Canon EOS 20D auf ein Folgemodell umsteige. Es sei diesbezüglich aber darauf hingewiesen, dass meine Kameras täglich im Einsatz oder zumindest mit dabei sind. Zudem ist die Canon EOS 20D ja nicht defekt und kann bei Bedarf jederzeit wieder in Betrieb genommen werden, bei widrigen Bedingungen beispielsweise.

Etwas zur Technik und zur Bedienung

Im folgenden Vergleich versuche ich die Unterschiede zwischen der Canon EOS 20D und der Canon EOS 40D aufzuzeigen, ebenso gehe ich dabei auf die Relevanz der neuen Features für meinen Bedarf ein:

Das Gehäuse

In gewohnt stabiler Manier kommt auch die Canon EOS 40D daher, das Magnesiumgehäuse hat sich schliesslich schon bei den Vorgängern bestens bewährt. Sie ist ein klein wenig grösser (146 x 108 x 74mm) und ein klein wenig schwerer (740g), als die Canon EOS 20D und die 30D, besonders auffällig ist der mit 76mm (3") in der Diagonale deutlich grössere Bildschirm (30D: 64mm/2.5", 20D: 46mm/1.8").

Canon EOS 40D und Canon BG-E2N mit Canon EF 50mm/1.4 USM

Neu an der Canon EOS 40D wie auch am zugehörigen Hochformatgriff BG-E2N sind die Abdichtungen von diversen Klappen, wie die des Kartenfachs und der Anschlüsse bei der Kamera sowie des Batteriefachs beim Griff. Gerade die linksseitigen Klappen für die diversen Anschlüsse - ich brauche davon öfters den für die Fernbedienung - wurde gegenüber der 20D vom Handling her deutlich verbessert und entsprechen nun denen, die auch von der 5D verwendet werden. Optimal sind sie zwar noch nicht, aber besser als die fummligen 20D-Klappen allemal.

Ebenfalls leicht geändert wurde der Blitzanschluss, der jetzt kompatibel zum Blitz Speedlite 580 EX II ist und dadurch eine bessere Abdichtung der Kontakte gegen Umwelteinflüsse gewährleisten soll. Die mit der Canon EOS 1D Mark III eingeführte Lösung wird auch vom Blitzkabel OC-E2 unterstützt. Selbstverständlich können auch weiterhin alle üblichen EX-Blitzgeräte und alles Blitzzubehör verwendet werden.

Bedienung

Wie die Vorgänger und die Canon EOS 5D lässt sich auch die Canon EOS 40D nach dem üblichen Schema bedienen. Fast jedenfalls, denn unverständlicherweise hat Canon die Belegung der Tasten rechts oben auf dem Gehäuse etwas verändert. Das ist für mich besonders lästig, denn ich benutze sehr oft die Empfindlichkeitseinstellung, die vorher über die mittlere Taste und das Daumenrad geändert wurde, bei der Canon EOS 40D nun aber über die rechte Taste und das vordere Hauptwahlrad. Dass neu die ISO/ASA-Werte nun auch im Sucher nicht nur beim Ändern angezeigt werden, tröstet darüber nicht wirklich hinweg.

Ansonsten sind die Bedienungselemente weitgehend ähnlich wie bei den Vorgängern angeordnet, soweit dies möglich war. Durch den grösseren Bildschirm an der Kamerarückseite wanderten diverse Tasten von der Seite unter den Bildschirm. Neu ist Taste AF ON unter dem rechten Daumen gleich neben der Stern-Taste und ganz rechts unterhalb des Bildschirms die - meiner Ansicht nach nicht wirklich sinnvollen - Bildstilwahl-Taste.

Dass die unsägliche Direktdruck-Taste immer noch vorhanden und immer noch nicht umprogrammierbar ist, beklage ich so lange weiter, wie Canon sich hier nicht eines Besseren belehren lässt. Nach meinem Gefühl sind zudem einige Tasten etwas zu tief versenkt, dh. sie sind gerade mit breiten Fingern und gar Handschuhen noch viel schlechter bedienbar, als bei den Vorgängern. Dies gilt für fast alle Tasten an der Rückseite, aber auch und ganz besonders für die Abblendtaste vorne rechts neben dem Objektiv. Genau umgekehrt verhält es sich mit den Tasten für die AF-Messfeldauswahl und die danebenliegende AE-Speichertaste, welche sich gelegentlich schon versehentlich gedrückt haben, besonders in der etwas engen Kameratasche.

Das Programmwahlrad links auf der Kameraoberseite der Canon EOS 40D hat neben den üblichen Kreativ- auch immer noch dieselben Motivprogramme, wie sie auch die Canon EOS 20D besitzt. Zusätzlich sind drei individuelle Custom-Funktionen (C1 bis C3) verfügbar, die frei mit Kameraeinstellungen belegt werden können. Als ich bei der Canon EOS 5D bemängelt hatte, dass es nur eine solche Einstellung gäbe, hatte ich die Rechnung allerdings ohne meine Gewohnheit gemacht, denn wirklich gebraucht habe ich diese Funktion bisher nie.

Komplett neu kommt das Menü der Canon EOS 40D daher und entspricht jetzt dem, das ich bereits so ähnlich von der digitalen Ixus kenne und wie es auch bei den grossen 1D-Modellen implementiert ist. Statt des einen langen Menüs der Canon EOS 20D, 30D und 5D, das lediglich farbliche Unterscheidungen der verschiedenen Bereiche bietet, werden jetzt über ein horizontales Menü verschiedene kurze Menüseiten aufgeklappt.

Bildschirm

Wie oben bereits erwähnt, ist der Bildschirm an der Kamerarückseite auf nominal 3" (exakt 75mm in der Diagonale) angewachsen, was sowohl die Menüführung (man wird ja auch nicht jünger ...) als auch die Bildbetrachtung erheblich verbessert. Das Seitenverhältnis der Anzeige ist nun nicht mehr 2:3, wie das der Bilder, sondern mit 4.5 x 6cm etwas höher als die eigentliche Bildanzeige von 4 x 6cm. Das führt zu einem schwarzen Rand oberhalb der Bildanzeige, welcher Informationen zum Bild (Belichtungszeit, Blende und Bilddateinummer) zeigt. Neben der normalen Bildansicht sind weitere drei Modi verfügbar, die weiter unten abgebildet sind: Eine Vollbildansicht mit eingeblendeten Informationen zur Speicherart und der Bildnummer auf der Karte, eine Kleinanzeige mit Histogramm über die Helligkeitverteilung und allen möglichen Informationen zum Bild sowie eine Kleinanzeige mit zwei Histogrammen über die Helligkeit und die Farbkanäle mit einigen wenigen Zusatzinformationen.

Vollbildansicht mit eingeblendeten Informationen zur Speicherart und der Bildnummer   Kleinanzeige mit Histogramm über die Helligkeitverteilung und allen möglichen Informationen zum Bild   Kleinanzeige mit zwei Histogrammen über die Helligkeit und die Farbkanäle mit einigen wenigen Zusatzinformationen

Wie gewohnt kann die Bildansicht gezoomt werden. Unten wird die Sequenz von 9 Bildern (die nächste Stufe mit 4 Bildern ist ausgelassen), von Originalansicht und die vergrösserte ("gezoomte") Abbildung gezeigt. Das mittlere Bild ist übrigens jenes, welches in der oberen Reihe ganz am Anfang fehlt.

Bildübersicht mit neun Bildern   Originalbild   Vergrösserter Ausschnitt aus dem Originalbild

Weil wir gerade dabei sind: Aus dem oben auf dem Bildschirm gezeigten Bild ist das folgende Bild (nachbearbeitet und freigestellt) entstanden. Links ist das komplette, freigestellte Bild zu sehen, rechts ein 100%-Ausschnitt davon. Entstanden ist die Aufnahme mit dem Canon EF 70-200mm/4 L IS USM, das natürlich massgeblich für die exzellente Qualität des Bildes verantwortlich ist. Technische Daten: 1/100 Sekunde, Blende 5.6, ISO/ASA 800, Brennweite 200mm, IS aktiv, Bild nicht nachgeschärft.

Nachbearbeitetes und freigestelltes Endprodukt 100%-Ausschnitt aus dem nachbearbeiteten (aber nicht nachgeschärften) Originalbild

Aber wieder zurück zur Bedienung der Canon EOS 40D: Wird die Info-Taste unterhalb des Bildschirms in der Bildwiedergabe mehrfach gedrückt, werden die vier oben aufgezählten Wiedergabemodi nacheinander durchlaufen. Wird die Info-Taste im Aufnahmemodus gedrückt, ist als erstes Bild eine bereits von der Canon EOS 20D gewohnte Auflistung der aktuellen Einstellungen aktiv. Ein weiterer Druck auf die Info-Taste bringt eine vergrösserte Anzeige des Inhalts des LCD-Displays auf der rechten Kameraoberseite auf den Bildschirm. Eine praktische Angelegenheit besonders bei Dunkelheit. Über die neue, rechts neben der Info-Taste zu findende Bildstil-Taste kann eine Übersicht zur Auswahl des Bildstils angezeigt werden.

Auflistung der aktuellen Einstellungen   Vergrösserte Anzeige der Inhalte des oberen LCD-Displays   Bildstil-Schnellauswahl, über eigene Taste angesteuert

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass auf dem letzten Bilder ein modifizierter Standard-Bildstil eingestellt ist, bei dem Kontrast und Farbsättigung etwas (+1) angehoben ist. Das entspricht meiner gewohnten Reportageeinstellung, die möglichst wenig Nachbearbeitung für den Regelbedarf erfordert.

Auch auf dem bereits erwähnten LCD-Display auf der rechten Kameraoberseite hat sich etwas getan: Es ist, gegenüber den Vorgängern, für meinen Geschmack noch unübersichtlicher geworden. Die auch im Sucher angezeigte Empfindlichkeit wird nun auch hier ständig ausgewiesen, was sicher eine gute Idee ist, aber der Übersichtlichkeit dann doch wieder etwas abträglich erscheint. Andererseits wurde dadurch eine wichtige Information sichtbar gemacht, die bisher eher stiefmütterlich behandelt und durchgängig versteckt blieb (was ja auch nicht verwundert, fusst das Prinzip der EOS-Spiegelreflexkameras ja auch auf den filmbasierenden Modellen, die es seit 1986/87 gibt).

Sucher

Recht übersichtlich ist der Sucher der Canon EOS 40D. Natürlich ist die Grösse kein Vergleich zu der des Suchers der Canon EOS 5D, aber das war auch nicht zu erwarten. Aber einen wirklich grossartigen Unterschied zwischen dem Sucher der 20D und der 40D kann ich nicht feststellen, auch wenn andere darüber berichten und die geänderten technischen Daten es vermuten lassen.

Ebenfalls wie bei der Canon EOS 5D und den 1D-Modellen kann bei der Canon EOS 40D nun auch die Mattscheibe gewechselt werden. Sie ist allerdings zu keinem bereits bestehenden Mattscheibensystem kompatibel.

Wie weiter oben bereits erwähnt wird im Sucher nun endlich auch die gewählte Empfindlichkeit angezeigt, ansonsten sind die Anzeigen vergleichbar mit den Vorgängermodellen. Etwas klein sind die eingeblendeten Daten natürlich schon, was bei der Fülle von Informationen ja auch verständlich ist.

Die Aufnahmeeinheit

Der Zuwachs von zwei Megapixeln gegenüber der Canon EOS 20D ist nicht wirklich weltbewegend und wirkt sich in der Praxis kaum aus. Trotz der leicht grösseren Dichte der Sensorelemente scheint gemäss Testberichten sich die Bildqualität erstaunlicherweise eher etwas verbessert zu haben, was wohl mit der verwendeten Sensortechnik einerseits und der im Hintergrund werkelnden Software andererseits zu tun hat. Wie bei allen digitalen Spiegelreflexkameras ab rund 6 Megapixeln ist die Auflösung kein wirklich nennenswerter Fakt. Mit ihren 10 Megapixeln ordnet sich die Canon EOS 40D zwischen der 20D/30D und der 5D ein.

Eine wirkliche Neuerung ist das Format, in dem die Daten vom Sensor ausgelesen werden. Bisher wurde jede Farbe mit 12 Bit repräsentiert, was 4096 Abstufungen ergibt, neu liefert der Sensor 14 Bit pro Farbkanal, was einer Vervierfachung der Abstufungen gleichkommt (16384 Stufen pro Kanal). Dieses Mehr an Bildinformationen steht natürlich nur im RAW-Format zur Verfügung und kann allenfalls bei der extensiven Nachbearbeitung wirklich genutzt werden.

Die Steuerung der Bildstile der Canon EOS 40D entspricht jetzt der, wie sie auch von der 5D und den grösseren 1D-Modellen verwendet wird. Bei gleicher Einstellung dünken mich die Farben der 40D aber etwas lebendiger, etwas bunter, als von der Canon EOS 5D gewohnt.

Im Gegensatz zu ihren Vorgängern entsprechen die Empfindlichkeiten der Canon EOS 40D nun (leider) wieder den tatsächlichen ISO/ASA-Werten. Bei der Canon EOS 20D und 30D entsprachen eingestellte 3200 ISO/ASA realen 4000 ISO/ASA, bei der Canon EOS 40D sind es "nur" noch 3200 ISO/ASA. Dadurch verringert sich die effektive Empfindlichkeit der Canon EOS 40D gegenüber ihren Vorgängern zwar etwas, was auf der anderen Seite aber auch wieder der Bildqualität zugute kommt.

Ein Grund für die vergrösserte Serienbildgeschwindigkeit - ich komme weiter unten noch darauf zu sprechen - von nominal 6.5 Bildern pro Sekunde ist wohl auch die veränderte Spiegelkonstruktion, bei der der Spiegel nun nicht mehr federbelastet heruntergeklappt wird, sondern sich neu über dieselben elektromagnetischen Vorrichtungen nach unten bewegt, wie beim Heraufklappen.

Bildspeicher

Auch die Canon EOS 40D verwendet weiterhin die handlichen Compact Flash-Karten, die inzwischen zu vertretbaren Preisen in vielfachen Gigabyte-Dimensionen erhältlich sind und sich in der Praxis als äusserst zuverlässig erwiesen haben. Neuerdings lässt sich die Canon EOS 40D durch das Öffnen des Kartenschachtdeckels nicht mehr irritieren und auch gehen dabei nicht mehr alle noch nicht auf der Karte gespeicherten Bilder verloren, sondern es wird nur noch eine Warnung auf dem Bildschirm angezeigt. Eine wirklich sinnvolle Verbesserung, auf die wir schon lange gewartet haben, obschon es mich eigentlich noch nicht direkt betroffen hat.

Sehr schön ist auch die Vergrösserung des internen Bildspeichers der Kamera, der nun mindestens 75 JPEG- oder 17 RAW-Bilder (bzw. 14 Bilder in der Kombination JPEG+RAW) im Buffer halten kann, bevor die Serienbildgeschwindigkeit merklich nachlässt. Dies ist besonders wegen der hohen Geschwindigkeit von 6.3 Bilder/Sekunde (das haben offenbar Messungen ergeben, der von Canon angegebene Wert von 6.5 Bilder/Sekunde scheint etwas aufgerundet worden zu sein) nicht unwichtig. Es sei hier noch angemerkt, dass diese Geschwindigkeit nur unter optimalen Bedingungen (Belichtungszeiten schneller 1/2000 Sekunde) und entsprechenden Einstellungen zu realisieren ist, ab 1/500 Sekunde sinkt sie unter 6 Bilder/Sekunde, bei 1/60 auf unter 5 Bilder/Sekunde.

Automatische Sensorreinigung

Auch bei Canon ist die integrierte Sensorreinigung inzwischen etabliert worden. Über die Sinnhaftigkeit von derlei Einrichtungen darf trefflich gestritten werden, die Meinungen darüber gehen von nützlich bis weitgehend wirkungslos.

Ich reinige die Sensoren meiner Kameras bei Bedarf mit einem speziellen flüssigen Reinigungsmittel, das auf den Namen Eclipse hört. Und das nebenbei auch nur alle Jubeljahre, wenn ich ehrlich sein will. Staub auf dem Sensor ist meist ein herbeigeredetes Problem, das eigentlich eher hinter dem Sucher zu suchen ist, meiner Erfahrung nach. Wer sich auf die Programmautomatik verlässt und sich nachher wundert, dass bei Blende 22 Staubspuren sichtbar werden, sollte sich Vergleichsbilder bei Blende 8 ansehen und seine Schlüsse daraus ziehen.

Live View

Das Jahr 2007 darf wohl als jenes gelten, in dem auf breiter Front die Live View-Funktion bei digitalen Spiegelreflexkameras eingeführt wurde. Bei Canon waren dies die Canon EOS 1D Mark III und eben die EOS 40D, Nikon kündigte die Nikon D300 und die vollformatige D3 an, die ebenfalls über diese Technik verfügen.

Im Gegensatz zu den vergleichbaren Kameras von Nikon besitzt die Canon EOS 40D und das grössere 1D-Modell keine Möglichkeit der automatischen Fokussierung im Live View-Modus. Über die AF ON-Taste kann der AF zwar aktiviert werden, dabei klappt aber kurzzeitig der Spiegel hinunter und schaltet die Anzeige auf dem Bildschirm aus, bis die AF ON-Taste wieder losgelassen wird. Das einzige Indiz für die korrekte Fokussierung ist dabei das akustische Signal der Kamera und natürlich die entsprechende Anzeige im Sucher, auf dem Bildschirm gibt es darauf allerdings keinen Hinweis. Wird die Kamera über den Computer ferngesteuert, ist die automatische Fokussierung nicht möglich, dafür kann der Fokus über entsprechende Schaltflächen sehr fein verändert werden.

Erst mit der Einführung der am 24. Januar 2008 vorgestellten Canon EOS 450D hat Canon bei einem ersten Modell einen kontrastbasierenden Autofokus implementiert, der auch im Live View-Modus ohne Herunterklappen des Spiegels funktioniert. Diese Technik dürfte erst im nächsten Update der 40D eingeführt werden, also in vielleicht knapp zwei Jahren, spätestens.

Ich halte diese Technik mehrheitlich immer noch für eine vernachlässigbare Spielerei, zumal sie besonders ohne beweglichem Bildschirm nicht wirklich sinnvoll verwendbar ist; einen Winkelsucher empfinde ich in den meisten Situationen als nützlicher. Nicht ganz von der Hand weisen möchte ich nach einigen ersten Erfahrungen allerdings, dass es trotzdem ein paar Anwendungen gibt, wo diese Funktion von Interesse ist. Beispiele dazu weiter unten.

Weitere Funktionen

Eine Neuerung gegenüber der Canon EOS 20D ist der Spot-Belichtungsmesser, wie er schon bei der Canon EOS 30D eingeführt wurde. Da ich ihn bei der Canon EOS 5D kennen und schätzen gelernt habe, kann ich nur Gutes davon berichten. Besonders bei Bühnenaufnahmen und dergleichen hat mir die Spot-Belichtungsmessung schon öfters gute Dienste geleistet.

Ebenfalls neu gegenüber der Canon EOS 20D und bei der 30D bereits eingeführt sind die Bildstile (Picture Styles), wie sie von den grösseren Modellen schon länger verwendet werden. Sie erlauben eine etwas feinere Abstimmung der relevanten Bildparameter. Neu besitzt die Canon EOS 40D einen eigenen Knopf für die Wahl der Bildstile, der sich ganz rechts unterhalb des rückseitigen Bildschirms finden.

Wie bei den grösseren Modellen ab der Canon EOS 5D können bei der Canon EOS 40D neu nun auch die Mattscheiben gewechselt werden. Es stehen insgesamt drei verschiedene Mattscheiben zur Verfügung, bei einer davon handelt es sich um die beliebte Gittermattscheibe.

Wird die neu gegen Umwelteinflüsse versiegelte Kartenschachtklappe geöffnet, verliert die Kamera nicht mehr die noch nicht gespeicherten Bilder, sondern warnt den Benutzer über eine entsprechende Meldung auf dem Bildschirm vor dem möglichen Verlust der Bilder, wenn die Karte jetzt entfernt wird.

Erste Erfahrungen

Bestellt am Montag bei einem grösseren Online-Händler hier in der Schweiz, traf das Paket mit Kamera und Hochformatgriff am folgenden Freitag bei mir ein. Bereits am Nachmittag dieses Tages ging es raus zu einem ersten Ausflug, bei dem die Canon EOS 40D sich bewähren konnte.

Gleich nach dem Auspacken

Die Software-Installation verlief problemlos, wobei ich Digital Photo Professional in der letzten Version bereits installiert hatte und an einigen Applikationen (Photo Stitch, Zoom Browser usw.) sowieso nicht interessiert war. Primär ging es mir darum, den Besitzernamen in die Kamera zu übertragen. Das dazu nötige Programm EOS Utility erwies sich dann aber als interessanter, als anfänglich gedacht. Dank der neuen Live View-Funktion der Canon EOS 40D ist es damit möglich, sowohl ein Live Bild als auch ein Live Histogramm auf den Computerbildschirm zu zaubern, den Fokus und den Weissabgleich manuell zu korrigieren und natürlich Aufnahmen auszulösen und auf der Festplatte des Rechners zu speichern.

Die Konfiguration der Kamera warf nur wenige Fragen auf und war schnell erledigt, schliesslich habe ich schon etwas Erfahrung damit von meinen anderen Canon-Kameras her. Es zeigten sich dabei aber auch einige Detailverbesserung, was die Konfiguration angeht. Ich frage mich allerdings, ob die ganzen Custom Functions ("C.Fn") nicht etwas veraltet wären und nicht besser in eine saubere Menü-Struktur integriert werden könnten.

Eine erste Auftragsarbeit

Da das Kamerasystem mir grundsätzlich ja schon recht vertraut ist und ich ein gutes Gefühl bezüglich der Canon EOS 40D hatte, entschied ich spontan, die Kamera bereits am ersten Nachmittag mit zur Arbeit zu nehmen und ein paar Aussenaufnahmen damit zu machen. Um es vorweg zu nehmen: Es hat alles prima geklappt und ich bin den Resultaten (technisch gesehen) zufrieden.

Wegen der geänderten Tastenbelegung an der Kameraoberseite traf ich den Knopf zur Empfindlichkeitseinstellung jeweils erst im zweiten Anlauf, was natürlich auf die Gewohnheit zurück zu führen ist und kein wirklicher Mangel darstellt. Etwas anders sehe ich das bezüglich der neuen AF ON-Taste unter dem rechten Daumen, die sich allzu schnell mit der Sternchen-Taste verwechseln lässt. Ich halte es für einen eher gefährlichen Ansatz, in diesem Bereich noch mehr Tasten unterzubringen, die man möglichst blind bedienen können sollte.

Der Sucher der Canon EOS 40D ist im Vergleich zur gewohnten Canon EOS 5D immer noch deutlich kleiner, wobei nach meinem Empfinden der Fortschritt gegenüber der Canon EOS 20D und 30D eher gering ist, technische Daten hin oder her.

Ein Ausflug auf den nächtlichen Rummel

Anlässlich der Basler Herbstmesse hatte ich das Glück, von meiner Tochter begleitet zu werden, die sich freundlicherweise bereit erklärte, eine Kamera zeitweise mitzuschleppen. Dadurch konnte ich abwechselnd die Canon EOS 5D und die 40D verwenden. Dabei bewährte sich die 40D auch unter den denkbar ungünstigsten Umständen: Dunkelheit, extrem schnell wechselnde Lichtverhältnisse, schnelle Bewegungen usw.

Unter anderem führte ich auch das Peleng 8mm-Fischauge mit, um ein paar Bilder aus besonderer Perspektive zu machen. Probleme mit diesem manuellen Spezialobjektiv im Zusammenhang mit der Canon EOS 40D waren nicht zu erwarten, zumal es auch mit der Canon EOS 20D als auch der 5D problemfrei funktioniert. Aber erst im Zusammenspiel mit der Live View-Funktion macht dessen Verwendung einen Riesenspass, kann man doch bei Bedarf auch losgelöst vom Auge am Sucher interessante Perspektiven einfangen, die ich zuvor gerne "aus der Hüfte" (man könnte auch sagen blind) eingefangen hatte. Hier zwei Bildbeispiele von diesem Tag:

 

Technische Daten, linkes Bild: 1/60 Sekunde, Blende 8, ISO/ASA 3200, rechtes Bild: 1/8 Sekunde, Blende 8, ISO/ASA 200, Objektiv: Peleng 8mm-Fischauge.

Weitere Bilder dieser Ausflüge mit der Canon EOS 40D sind auch in meiner Foto-Galerie zur Herbstmesse 2007 (ab Bild 25) online, die restlichen Bilder stammen aus der Canon EOS 5D.

Available Light

Während einem Konzert in kleinem Rahmen im Restaurant Schiefeneck am Claraplatz in Basel fotografierte ich neben Musikern auch im Publikum, wie ich das gerne gelegentlich mache. Die Bildqualität bei ISO/ASA 3200 gab keinen Anlass zu irgendeiner Beanstandung. Der Autofokus erwies sich als zuverlässig, schnell und treffsicher, merkliche Verzögerungen durch das wenige Licht waren nicht spürbar. Rein gefühlsmässig empfinde ich eine Verbesserung gegenüber dem AF der Canon EOS 20D, der AF der Canon EOS 5D scheint mir dem der Canon EOS 40D etwa ebenbürtig.

 

Technische Daten: 1/25 Sekunde, Blende 2.8 bzw. 4.0, ISO/ASA 3200, Brennweite 43 bzw. 73mm, Objektiv Canon EF 24-70mm/2.8 L USM.

Lediglich der Brennweitenbereich des Canon EF 24-70mm/2.8 L USM, das mehrheitlich zum Einsatz kam, erwies sich einmal mehr als nicht ganz so ideal, ein Problem nebenbei, das mir von der Canon EOS 20D her leider gut bekannt ist. Die Frage, ob nun nicht doch noch ein lichtstarkes Normalbereichszoom wie das Canon EF-S 17-55mm/2.8 IS USM für die Canon EOS 40D angebracht wäre, stellt sich nun wieder, denn mein sehr geschätztes Canon EF 17-40mm/4 L USM ist für solche Situationen eher zu wenig lichtstark.

Reportagen

Das hauptsächliche Einsatzgebiet der Canon EOS 40D soll bei mir die Reportagefotografie sein. Dabei konnte sie sich in den vergangenen Wochen bereits mehrfach bewähren. Neben dem Canon EF 17-40mm/4.0 L USM kam dabei hauptsächlich das EF 24-70mm/2.8 L USM zum Einsatz, aber auch das neue Canon EF 70-200mm/4.0 L IS USM konnte seine Fähigkeiten beweisen.

Ein paar Beispiele dafür wären die Impressionen über den Tramverkehr während dem Welt-Aids-Tag und den Bericht über das Tattoo-Tram, auch während der Basler Fasnacht 2008 war ich am Cortège parallel mit der Canon EOS 5D + EF 24-70/2.8 und der EOS 40D + EF 70-200/4 IS unterwegs. Hier ein paar Beispiele, mit der 40D bei verschiedenen Tele-Brennweiten aufgenommen (die technischen Details entnehmen Sie bitte den Detailseiten zu den Bildern, welche Sie per Mausklick aufrufen können; die Brennweitenangaben dort sind übrigens kleinbildäquivalent hochgerechnet):

   

Beim direkten Vergleich während der abwechselnden Arbeit mit der Canon EOS 40D und der 5D fiel mir der vergleichsweise kleinere Sucher der 40D doch stärker auf, als vorher gedacht. Wenn ich nur mit der 40D unterwegs bin, ist mir das bisher nicht unangenehm ins Auge gesprungen, sozusagen.

Studioarbeiten

Auch damit habe ich mich selbstverständlich schon befasst, derzeit liegen mir aber noch keine geeigneten Bilder für diese Veröffentlichung vor. Deshalb lässt dieser Punkt noch etwas auf sich warten. Nur soviel im Moment: Die Möglichkeiten der Anbindung der Canon EOS 40D an den Computer und die Übertragung des Live-Bildes auf den Computer-Bildschirm ist schlicht fantastisch.

Weitere Anmerkungen

Der Auslöser der Canon EOS 20D war meiner Ansicht nach der für mich geeignetste, der Druckpunkt erzeugte einen klaren Widerstand und versehentliche Auslösungen kamen praktisch nie vor. Bei der Canon EOS 5D erschien mir der Druckpunkt mit weniger Widerstand versehen, der Auslöser reagierte sensibler. Besonders am Anfang löste ich die Kamera gelegentlich versehentlich aus. Der Auslöser der Canon EOS 40D schliesslich ist der empfindlichste, der mir bisher begegnet ist. Er reagiert beinahe etwas zu sensibel für meinen Begriff, so dass ich bei meinen ersten Shootings übermässig viele Fehlauslösungen zu verzeichnen hatte.

Das Daumenrad meiner Canon EOS 40D ist etwas schwergängiger, als bei den anderen Canon-Kameras in meinem Besitz. Vielleicht gibt sich das mit der Zeit, das kann ich natürlich nicht ausschliessen.

Die Auswurftaste für die CF-Karte ist neu zwar etwas länger, aber auch gegen hinten etwas abgeschrägt. Dadurch lässt sie sich meinem Empfinden nach nicht mehr ganz so gut bedienen, wie die Variante der Vorgänger.

Das Programmwahlrad links oben auf dem Gehäuse wirkt durch die vielen Einstellmöglichkeiten stark überladen. Mein Verständnis dafür, dass die Canon EOS 40D nicht nur von "Profis" verwendet wird, hält sich in Grenzen, so dass ich weiterhin für den Verzicht auf die diversen Motivprogramme plädiere.

Fazit

Ich bin von der Canon EOS 40D durchaus begeistert, sie hat gegenüber ihren Vorgängern nichts an Qualität verloren, aber einiges, gerade durch die Live View-Funktion, gewonnen, auch wenn ich die nur sehr eingeschränkt und selten verwenden werde. Das Handling ist gut, von einigen Kleinigkeiten vielleicht mal abgesehen, die ich weiter oben bereits angesprochen habe.

 


Canon EOS 40D und Canon BG-E2N mit Canon EF 50mm/1.4 USM


Lohnt sich der Umstieg?

Die Antwort auf die Frage, ob sich der Umstieg von der Canon EOS 20D zur 40D lohnen würde, muss ganz klar heissen: Es kommt darauf an.

Wenn Sie jetzt mit Ihrer Canon EOS 20D zufrieden sind und keine der neuen Funktionen wirklich vermissen, bleiben Sie bei dieser Kamera und nutzen Sie weiter das grosse Potential, das in ihr steckt. Wenn Sie jetzt im Besitz der Canon EOS 30D sind, verbietet sich der Umstieg meiner Ansicht nach im Moment sowieso, da die 40D nicht so viel Neues bringt, dass der Tausch sich lohnen würde.

Falls Sie bisher eine Canon EOS 300D, 350D oder 400D benutzen und sich den Aufstieg in die bessere Klasse überlegen, kann ich Ihnen durchaus zur Canon EOS 40D raten oder, wenn Sie die neuen Funktionen nicht unbedingt brauchen, auch noch zu einer 30D, die es derzeit (Dezember 2007) zu interessanten Konditionen noch neu zu kaufen gibt.

Für den Neueinsteiger in die digitale Spiegelreflexfotografie schliesslich bietet die Canon EOS 40D ein ausserordentlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis und ist von der Herstellungs- und Bildqualität her in ihrer Klasse unübertroffen. Es gibt sogar Stimmen die behaupten, die Bildqualität im hohen Empfindlichkeitsbereich sei sogar der der rund doppelt so teuren Canon EOS 5D mit Vollformatsensor überlegen.

Immer wieder werden Fragen bezüglich der Canon EOS 5D an mich heran getragen und manchmal wundere ich mich dabei über den, sagen wir mal "bescheidenen" Objektivpark, mit dem diese Kamera verwendet werden soll. Ich rate dann regelmässig zu einem kleineren Modell - derzeit eben zur Canon EOS 40D - und zum Zukauf von entsprechend besseren Objektiven.

Preisfragen

Der offizielle Listenpreis von Canon Schweiz nennt CHF 2150.- für das Gehäuse der Canon EOS 40D, bei Online-Händlern wird sie dank der guten Verfügbarkeit bereits für knapp über CHF 1500.- angeboten (Stand: Januar 2008).

Inzwischen (im November 2008) ist der Nachfolger, die Canon EOS 50D längst angekündigt und nun auch verfügbar, und die Preise für die 40D ist auf unter CHF 1200.- gesunken. Wenn nicht jetzt zuschlagen, wann sonst?!

Ein abschliessender Entscheid

Ich trug mich mit dem Gedanken, meine Canon EOS 40D gegen die 50D zu tauschen, bot sie deshalb meistbietend in einer Auktion an und wurde sie auch los, nach über 900 Besuchen auf der Auktionsseite während den zehn Auktionstagen. Der Erlös war, wie ich zugeben muss, nicht wirklich überwältigend, besonders wenn man bedenkt, wie wenig die 40D bei mir zum Einsatz kam.

Aber eben, erstens kommt es immer anders, als man zweitens denkt ... Denn kurz nachdem ich den Entscheid gefasst hatte, wurde dann doch noch ein Nachfolger meiner Canon EOS 5D vorgestellt, die Mark II-Version, und so überlegte ich nur gerade einen Tag, bis ich mich für dieses Gehäuse entschied, um nun vollständig auf Vollformat umzusteigen.

Mit der Canon EOS 50D wäre ich sowieso nicht glücklich geworden, wie ich nun feststellen musste, nachdem ich die Testberichte darüber studiert habe: Das Rauschen des kleinen 15-Megapixel-Sensors und der erreichbare Dynamikumfang hätten meine Qualitätsansprüche kaum befriedigt und auch meine besten Objektive hätten die geforderte Auflösung nur mit Mühe und ausschliesslich im Bildzentrum erreicht. Und ich besitze wirklich nicht die schlechtesten Objektive ...

Ich trauere der 40D nicht nach, weil die Canon EOS 5D Mark II alle Ansprüche an eine aktuelle Kamera genauso erfüllt und in vielen Bereichen deutlich übertrifft. Aber es sei auch darauf hingewiesen, dass dieser Schritt nicht sehr konsequent ist, jedenfalls was den Anspruch eines Ersatzes für die 40D betrifft, schliesslich ist die 5D Mark II einer anderen Klasse zuzuordnen und auch preislich nicht mit der 40D zu vergleichen.

Gerade im Moment (November 2008, aber das dürfte noch so lange gelten, wie sie neu erhältlich sein wird) würde ich jedem potentiellen Käufer dringend zur Canon EOS 40D statt der neu erschienen 50D raten.

Testberichte

Weitere Testberichte zur Canon EOS 40D lassen sich zahlreich im Internet finden. Hier eine kleine Auswahl davon:

Phil Askey - DPreview.com

In seiner ausführlichen und besonders langen Preview hat Phil Askey die Canon EOS 40D getestet und, wie damals bei der Canon EOS 20D, die Empfehlung "Highly Recommended" vergeben. Er vergleicht dabei die Canon EOS 40D mit der 30D, also dem direkten Vorgänger. Neben einer langen Liste von "Pros" führt er als "Cons" nur vergleichsweise wenige Punkte auf, ua. den immer noch etwas schwächelnden automatischen Weissabgleich, die nicht ganz der Spezifikation entsprechende Serienbildgeschwindigkeit und - natürlich ... - den sinnfreien Direktdruck-Knopf.

Homepage: www.dpreview.com

Dave Etchells - Imaging-Resource.com

Auch Dave Etchells bescheinigt in seiner Review der Canon EOS 40D sehr gute Leistungen. Als negativen Punkt zählt Dave ua. auf, das Gehäuse sei grösser als das des Vorgängers Canon EOS 30D, womit Dave bei mir auf wenig Verständnis stösst.

Homepage: www.imaging-resource.com

Jeff Keller - DCresource.com

In seiner Review geht Jeff Keller besonders auch auf die Software ein, die zur Canon EOS 40D geliefert wird. Auch hier schneidet die Kamera sehr gut ab.

Homepage: www.dcresource.com

Steve Sanders - Steves-Digicams.com

Steve Sanders testet in seiner Preview mit dem Canon EF 28-135mm/3.5-5.6 IS USM, welches weder vom Brennweitenbereich, noch von der Qualität her dieser Kamera gerecht zu werden vermag. Es werden aber kaum Mängel aufgezählt, die Canon EOS 40D schneidet jedenfalls im Fazit sehr gut ab.

Homepage: www.steves-digicams.com

Michael Reichmann - Luminous-Landscape.com

In seiner Review vergleicht Michael die Canon EOS 40D bezüglich der Bildqualität mit der Canon EOS 5D und spricht von einer sehr ähnlichen IQ (Image Quality), was offenbar im Herbst 2007 zu einigem bösen Blut geführt hat, in der "Szene". Seine markigen Worte dazu in den Updates (ganz unten) sprechen Bände ...

Homepage: www.luminous-landscape.com

Weitere Informationen

Hier noch ein paar Links auf weitere verwandte Themen aus meinem Angebot:

 

Dieser Erfahrungsbericht werde ich bei Gelegenheit erweitern, wenn ich Neues zu berichten habe. Für Fragen oder Anmerkungen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.


12.03.2008



 :
 
 
 
Alle Rechte © Guido Studer, Basel - Letzte Änderung: 05.11.2008