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Die historischen Basler Trams

Dank dem unermüdlichen Einsatz des Tramclub Basel und der Basler Verkehrsbetriebe verfügt Basel heute über eine beachtliche Anzahl historischer Tramwagen, welche zum grössten Teil betriebsbereit ist. Das folgende Verzeichnis versucht einen Überblick über den Basler Museumsbestand an Tramwagen aus den verschiedenen Epochen zu geben.

Hinweis: Diese Seite wird seit Ende 2005 nicht mehr gepflegt. Für aktuellere Informationen verweise ich auf die Seite www.tram-basel.ch.



Vor der Verschrottung gerettet

In mehreren Wellen trennten sich die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) in der Vergangenheit von Tram- und Anhängewagen. Beispielsweise wurden in der Zeit um 1967 bis 1969 ein Grossteil der Zweiachser aus den frühen Serien der Verschrottung zugeführt. Nur wenige Wagen überlebten und wurden in der Folge zum Teil noch als Dienstfahrzeuge in den Depots weiterverwendet.

Im Jahre 1968 organisierten sich einige Basler Tramfreunde und gründeten den Verein Tramclub Basel (TCB). Sie konnten verschiedene Wagen vor dem Abbruch retten, welche während Jahren in verschiedenen Depots und zum Teil auch im Freien abgestellt zur Aufarbeitung und späteren Verwendung aufgehoben wurden. Mit der Zeit wurden immer mehr Fahrzeuge revidiert und im Vorfeld des hundersten Geburtstags der Basler Trams im Jahr 1995 an die BVB zurückgegeben und zu einem beachtlichen Teil wieder als Museumswagen in Betrieb genommen.

Seither werden vom TCB mehrmals pro Jahr Museumslinien mit den historischen Tramwagen organisiert und auch die BVB vermieten die Oldtimer für Sonder- oder Werbefahrten. In Zusammenarbeit mit Basel Tourismus werden zudem jeden Sonntag Stadtrundfahrten in einem historischen Wagen angeboten.

Verzeichnis der Fahrzeuge

Die folgenden nach Jahrgang sortierten Fahrzeuge gehören heute in den Bestand der Basler Oldtimer und werden weiter unten näher vorgestellt (das Jahr der ersten Inbetriebnahme jeweils in Klammern):

Motorwagen
Anhängewagen

Zu allen oben aufgeführten Fahrzeugen finden Sie im Folgenden ein paar Detailinformationen mit Bildern, sofern verfügbar. Eine Bemerkung noch zur Notation der Bezeichnungen von Anhängewagen: Traditionell werden zweiachsige Anhängewagen der dritten Klasse mit "C" bezeichnet, also ohne Angabe der Anzahl Achsen. Im Gegensatz dazu wird üblicherweise "B2" für zweiachsige Anhängewagen der zweiten Klasse benutzt. Ich schreibe der Einheitlichkeit halber jeweils "C2" bzw. "B2" für zweiachsige Anhängewagen der entsprechenden Klassen.

Motorwagen

Ce 2/2 47

Dieser Wagen stammt aus der zweiten, 1898 bestellten Serie mit ursprünglich noch offenen Plattformen, und ist damit das älteste noch existierende Basler Tram. Nach verschiedenen Umbauten wurden die Fahrzeuge dieser Serie im Jahr 1952 ausser Dienst gestellt, zum Teil verkauft oder verschrottet.

Der Wagen 47 wurde zum Dienstfahrzeug Xe 2/2 2014 und diente im Depot Allschwilerstrasse als Rangierwagen.

Gegen Ende November 1968 wurde das Fahrzeug ausrangiert und überlebte dank dem Tramclub Basel. Nach 36 Jahren soll dieser Tramwagen nun wieder aufgearbeitet und betriebsfähig gemacht werden. Ihre Spenden für dieses Unternehmen sind immer noch herzlich willkommen!

Derzeit weilt der Wagen 47 in Landquart, wo er bei den RhB aufgearbeitet wird. Im Frühjahr 2006 erwarten wir ihn in neuem Glanz zurück in Basel.

Zum Bild: Für einen Pressetermin wurde der Wagen 47 vor sein derzeitiges Domizil - das Depot Dreispitz - gestellt, aufgenommen am 11.05.2005
 
Status: wird derzeit aufgearbeitet
Jahrgang: 1900
Länge: 8'700 mm
Breite: 2'050 mm
Leergewicht: 12'100 kg
Kapazität: 18 Sitzplätze
33 Stehplätze
Leistung: 2 x 37 kW (2 x 50 PS)


Weitere Bilder des Wagens Ce 2/2 47

Ce 2/2 126

In einer Serie von 35 baugleichen Fahrzeugen wurde der Wagen 126 im Jahr 1908 ausgeliefert und blieb während seiner Betriebszeit weitgehend von grösseren Umbauten verschont. Die meisten Tramwagen dieser Serie wurden ab 1951 ausrangiert und verschrottet.

1967 vom TCB übernommen und von diesem bis 1975 revidiert, ging dieser Wagen 1991 zurück an die BVB. Dort wurde das Fahrzeug komplett zerlegt und in den Zustand von 1931 rückgebaut. Dabei wurde der 1935 montierte Pantograph wieder gegen den ursprünglich verwendeten Lyrabügel ausgetauscht.

Der Wagen 126 wird heute gerne für Sonderfahrten oder Einsätze auf Museumslinien eingesetzt und ist wegen seinen Längsbänken beim Publikum sehr beliebt.

Zum Bild: Ce 2/2 126 + C2 309 unterwegs als Oldtimerlinie 1 auf der Mittleren Brücke anlässlich der Eröffnung der Dreirosenbrücke, aufgenommen am 05.06.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1908
Länge: 8'680 mm
Breite: 2'000 mm
Leergewicht: 11'700 kg
Kapazität: 20 Sitzplätze
33 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)


Weitere Bilder des Wagens Ce 2/2 126

Ce 4/4 450 "Dante Schuggi"

Als Musterfahrzeug im Jahr 1915 für die nie verwirklichte Überlandlinie über Pratteln nach Liestal beschafft, verkehrte die "Dante Schuggi", wie der Wagen seit 1955 heisst, bis zur Ausserdienststellung 1972 fast ausschliesslich auf der Linie 11 nach Aesch. Ihre Nummer wechselte von anfänglich 401 nach 450 (im Jahr 1929), auf 400 (1947) und wieder auf 450 (1993).

Während einer umfassenden Modernisierung nach einem schweren Unfall im Jahr 1955 wurde der vormalige Zwei- in einen Einrichtungswagen umgebaut und die linken Türen verschlossen.

Seit 1985 ist die "Dante Schuggi" als Restauranttram in Einsatz und zeichnet sich seither unter anderem durch einen gemütlichen runden Tisch auf der hinteren Plattform aus.

Zum Bild: Ce 4/4 450 + C3 702 unterwegs bei Nacht und Regen auf der Oldtimerlinie am Wettsteinplatz anlässlich der Museumsnacht 2004, aufgenommen am 17.01.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1915
Länge: 12'940 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 21'680 kg
Kapazität: 34 Sitzplätze
Leistung: 4 x 54 kW (4 x 74 PS)


Weitere Bilder der Ce 4/4 450 "Dante Schuggi"

Ce 2/2 163

Die 1921 abgelieferte Serie bestand aus zwölf Wagen, welche mit den beliebten Klappsitzen ausgerüstet waren, die es erlaubten, die Sitzflächen in oder gegen die Fahrtrichtung zu nutzen. Die Wagen wurden während ihrer Einsatzzeit bis in die frühen Siebzigerjahre nur wenig umgebaut. Lediglich die Motoren wurden zweimal durch leistungsstärkere Varianten getauscht.

Der Wagen 163 wurde 1972 ausrangiert und vom TCB übernommen und eingestellt. 1991 ist das Fahrzeug wieder an die BVB zurückgegeben und in der Folge in Italien komplett restauriert und in den Stand der Zwanzigerjahre zurückversetzt worden. Neue Tischchen im Fahrgastraum und ein Stehtisch auf der hinteren Plattform machten den Wagen zum oft eingesetzten Apérotram. So umgebaut ist der 163er seit 1995 im Einsatz.

Zum Bild: Ce 2/2 163 + C2 331 auf der Museumslinie anlässlich des "Schienefescht Clarastroos" am Claraplatz, aufgenommen am 10.08.2003
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1921
Länge: 9'420 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 14'000 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
9 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)


Weitere Bilder des Wagens Ce 2/2 163

Be 2/2 181

Eine Serie von zehn Fahrzeugen dieses Typs wurde 1924 wegen der bevorstehenden Eröffnung der Ringlinie 2 und zur Verstärkung der Reserven bestellt und 1925 geliefert. Interessant dabei ist die Tatsache, dass die Wagen bei ihrer Auslieferung mit drei unterschiedlichen Bremssystemen ausgerüstet waren: Druckluftbremse (Wagen 173-177), Öldruckbremse (178) bzw. Schienenbremse (179-182). 1927 tauschten die Wagen 178 und 182 ihre Nummern.

Der nie grossartig modifizierte Wagen 181 stand bis zu seiner Ausmusterung 1979 hauptsächlich auf der Linie 2 und der ehemaligen Linie 7 nach Binningen im täglichen Liniendienst. Danach wurde er wegen seinem guten Gesamtzustand in den historischen Wagenpark der BVB übernommen.

Zum Bild: Be 2/2 181 + B3 1303 + B2 1193 während einer Sonderfahrt auf dem Claraplatz, aufgenommen am 03.06.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1925
Länge: 9'480 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 14'750 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
43 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)


Weitere Bilder des Wagens Be 2/2 181

Be 2/2 190

Im Jahr 1927 wurde eine weitere Serie von zehn Tramwagen beschafft, darunter die Wagen 190 und 192. Sie sollten auf der verlängerten Linie 18 und auf der Strecke nach Lörrach als Linie 6 eingesetzt werden. Die anfänglich mit Öldruckbremsen ausgerüsteten Wagen wurden später auf Druckluftbremssystem umgebaut, blieben ansonsten weitgehend unmodernisiert.

Der Wagen 190 wurde bei der Modernisierung des Betriebs und der Ausserdienststellung der zweiachsigen Fahrzeuge Ende der Siebzigerjahre nicht verschrottet, sondern dem Museumsbestand zugeteilt. Er ist seither oft auf Sonderfahrten unterwegs.

Zum Bild: Be 2/2 190 als fahrbarer Werbeträger für die Uhrenmarke "Breil" während der BaselWorld auf dem Wettsteinplatz, aufgenommen am 30.04.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1927
Länge: 9'480 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 14'750 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
43 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)


Weitere Bilder des Wagens Be 2/2 190

Be 2/2 192

Ebenfalls zusammen mit Wagen 190 im Jahr 1927 abgeliefert, wurde dieses Fahrzeug 1958 in einen Einrichtungswagen umgebaut.

Bis 1979 stand der Wagen 192 im Linieneinsatz und wurde danach als Zugfahrzeug für den Sprengwagen X2 2040 verwendet. Die Sprengwagen wurde übrigens anfänglich für die Wässerung des Gleisbettes und im Winter für die Enteisung mit Salzwasser eingesetzt, später aber für die Bekämpfung von Unkräutern mit Herbiziden verwendet.

Seit 1994 stand der neu wieder mit den charakteristischen weissen Linien an der Wagenfront bemalte Wagen 192 im Dienst für Extrafahrten, seit 1996 in der Adventszeit als "Wiehnachtstram". Inzwischen ist der Wagen wieder abgestellt.

Zum Bild: Be 2/2 192 + B2 1205 + B2 1187 + B3 1331 anlässlich dem Tag der offenen Tür bei den BVB vor dem Depot Dreispitz, aufgenommen am 13.09.2003
 
Status: betriebsbereit abgestellt
Jahrgang: 1927
Länge: 9'480 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 14'300 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
46 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)

Be 2/2 199

Als 1930 weitere zehn Fahrzeuge beschafft wurden, verzichtete man auf die Bestellung von vierachsigen Motorwagen, sondern tendierte zu zweiachsigen Wagen mit grösserem Fassungsvermögen. Der Wagen 199 ist aber mit konventionellen Massen geliefert worden, wie weitere sieben Fahrzeuge dieser Serie.

Nach dem Ausscheiden aus dem Liniendienst stand der Wagen 199 ab 1979 für Extrafahrten zur Verfügung. Seit 2002 ist das Fahrzeug abgestellt.

 
Status: betriebsbereit abgestellt
Jahrgang: 1930
Länge: 9'480 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 15'200 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
43 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)

(derzeit kein Bild verfügbar)

Be 2/2 205

Der Wagen 205 stammt aus einer nachbestellten Serie von sechs Fahrzeugen, welche 1931 zur Auslieferung kam. Die Bestellung war wegen steigendem Bedarf nötig geworden.

Nachdem der Wagen 205 im Jahr 1979 aus dem Liniendienst ausschied, wurde er oft als Zugfahrzeug für die "Badwännli" (B2 1045 und B2 1046) verwendet. Zwischen 1983 und 1995 stand er beispielsweise auch in der Vorweihnachtszeit als "Wiehnachtstram" im Einsatz.

Im Jahr 1996 wurde der Wagen 205 zusammen mit dem Anhänger B3 708 zum "Edelweiss-Express" umgebaut. Neben einer luxuriösen Ausstattung mit Bar erhielt er neu auch eine dunkelblaue Farbe.

Da am 18. August 2004 der gleichfarbige Anhänger B3 708 abgebrannt ist, entschloss man sich bei den BVB, den betriebsbereiten Wagen 205 der Verschrottung zuzuführen.

Zum Bild: Be 2/2 205 im Depot Dreispitz, aufgenommen anlässlich dem Tag des Denkmals am 11.09.2004
 
Status: abgebrochen am 07.11.2005
Jahrgang: 1931
Länge: 9'480 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 15'000 kg
Kapazität: 2 Sitzplätze
20 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)


Weitere Bilder des Wagens Be 2/2 205

Ce 2/2 215

Zur letzten Serie zweiachsiger Trams gehört der 1933 ausgelieferte Wagen 215. Die zehn Fahrzeuge umfassende Serie unterschied sich ausser in der Länge - der Wagenkasten wurde um 35 cm gestreckt - kaum von ihren Vorgängern.

Der Wagen 215 war bis zu seiner Entlassung aus dem Liniendienst im Jahr 1979 hauptsächlich auf der Linie 14 nach Muttenz und Pratteln im Einsatz. Danach wurde er für gelegentliche Extra- und Werbefahrten gebraucht, für die er 1987 sogar einmal silbergrau bemalt wurde.

Wenig später erhielt Wagen 215 seine heute noch typische dunkelgrüne Bemalung mit gelben Zierlinien und wird seither oft und gerne zusammen mit dem Anhängewagen C2 423 für Sonderfahrten und auf Museumslinien verwendet.

Zum Bild: Be 2/2 215 während dem Tramputz durch den TCB neben dem Depot Wiesenplatz, aufgenommen am 24.04.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1933
Länge: 9'820 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 15'360 kg
Kapazität: 20 Sitzplätze
44 Stehplätze
Leistung: 2 x 54 kW (2 x 74 PS)


Weitere Bilder des Wagens Ce 2/2 215

Be 4/4 413

Als erstes "modernes" Tram bei den BVB darf die erste Serie von zweiundzwanzig vierachsigen Fahrzeugen mit seinem Vertreter Wagen 413 bezeichnet werden. Die Beschaffung war nicht unumstritten, denn von der Automobil-Lobby wurde damals der Trolleybus als moderne Alternative zum Tram bevorzugt.

Zwischen 1996 und 2000 wurden fast alle Fahrzeuge dieser Serie ausgemustert und zum Teil verschrottet. Der Wagen 413 wurde als Museumsfahrzeug gründlich revidiert und stand für Sonderfahrten zur Verfügung.

Im Zusammenhang mit der "Combino"-Krise wurde der Wagen 413 im März 2004 kurzfristig wieder reaktiviert und wird seither auf der Linie 15/16 täglich eingesetzt.

Zum Bild: Be 4/4 413 + B4 1427 (unmarkierter "Belgrader"-Anhängewagen) wegen der Umleitung der Linie 15 durch die Innenstadt anlässlich des "Swiss Inline Cup", aufgenommen am Steinenberg am 01.05.2004
 
Status: betriebsbereit und derzeit wieder im Liniendienst
Jahrgang: 1948
Länge: 13'950 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 19'300 kg
Kapazität: 30 Sitzplätze
69 Stehplätze
Leistung: 4 x 66 kW (4 x 90 PS)


Weitere Bilder des Wagens Be 4/4 413

Be 4/6 602 "Haifisch"

Als Prototypen wurden in den Jahren 1961 und 1962 zwei Be 4/6 mit den Nummern 601 und 602 ausgeliefert, welche in Basel das Zeitalter der Gelenkwagen einläuten sollten. 1967 wurden dann aber Be 4/6-Gelenkwagen von DüWag statt der ebenfalls in Zürich zum Einsatz gekommen Schweizer Produkten von SIG/BBC (90 Stück Be 6/6 "Mirage") in Betrieb genommen.

Nach vielen Problemen und Umbauten verunglückte 1991 Wagen 601 und musste abgebrochen werden, während Wagen 602 noch bis 1995 im Liniendienst stand. Danach wurde dieser Wagen zum Partytram "Haifisch" mit DJ-Pult und Bar umgebaut und vom Verein der Fahrdienstaushelfer (VFB) betrieben.

Der Be 4/6 602 fiel am 18. August 2004 einem Brand im Depot Wiesenplatz zum Opfer. Ursache des Feuers soll ein Kühlschrank an Bord des "Haifisch" gewesen sein. Darüber, ob er je zur Museumsflotte gezählt werden konnte, lässt sich streiten. Ich habe ihn lediglich der Vollständigkeit halber hier aufgenommen.

Zum Bild: Be 4/6 602 "Haifisch" auf dem Hof vor dem Depot Wiesenplatz, aufgenommen am 08.06.2004
 
Status: abgebrannt am 18.08.2004
Jahrgang: 1962
Länge: 20'175 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 24'900 kg
Kapazität: 10 Sitzplätze
50 Stehplätze
Leistung: 4 x 66 kW (4 x 90 PS)


Weitere Bilder des Be 4/6 602 "Haifisch"

Ce 2/2 4

Anlässlich des Jubiläums "75 Jahre Basler Tram" im Jahre 1970 wurde versucht, einen Tramwagen aus der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende zu rekonstruieren. Es kam für diesen Nachbau eines Wagens der ersten Basler Tram-Serie unter anderem das Fahrgestell des Be 2/2 30 aus den Jahren 1900/1901 zur Verwendung. Der Wagen wurde zwischen 1968 und 1970 in der Hauptwerkstätte der BVB aufgebaut und mit der eher zufällig gewählten Nummer 4 versehen.

Der als "JuZu" (Jubiläumszug) oder "Hochzytsdrämmli" (Hochzeitstram) bekannte Wagen 4, welcher 1997 remisiert wurde, war vorher regelmässig mit dem Sommerwagen C2 281 unterwegs. Das ankuppeln anderer Anhänger ist wegen des verwendeten Bremssystems nicht möglich.

Zum Bild: Abgestellt in der hintersten Ecke im Depot Dreispitz steht der Ce 2/2 4 vor dem Sommerwagen C2 281 und fristet ein Dornröschendasein, aufgenommen am 31.08.2005
 
Status: betriebsbereit,
seit 1997 abgestellt
Jahrgang: 1970
Länge: 8'710 mm
Breite: 2'050 mm
Leergewicht: 12'000 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
30 Stehplätze
Leistung: 2 x 37 kW (2 x 50 PS)


Weitere Bilder des Wagens Ce 2/2 4


Anhängewagen

C2 281 und B2 1077

Von den beliebten, seitlich offenen Sommerwagen waren insgesamt 43 Einheiten vorhanden, welche zwischen 1900 und 1912 beschafft wurden. Zwölf dieser Sommerwagen wurden 1921/1922 in geschlossene Wagen mit Mitteleinstieg umgebaut.

Die Sommerwagen wurden jeweils zur Mustermesse in Dienst genommen und im Herbst wieder eingestellt, beispielsweise auch im Depot Aesch. Bei schlechtem Wetter konnten seitlich angebrachte Vorhänge die Passagiere vor den gröbsten Regengüssen schützen.

Mitte der Sechzigerjahre wurden die meisten Sommerwagen abgebrochen, mit Ausnahme der beiden Wagen C2 277 (1955 neu als C2 1077, später B2 1077) und C2 281 (1955 neu als C2 1062, seit 1970 wieder C2 281). Letzterer wurde ab 1970 ausschliesslich mit dem Jubiläumswagen Ce 2/2 4 eingesetzt.

Zum Bild: Sommerwagen B2 1077 hinter Ce 2/2 215 + C2 423 auf der Mittleren Brücke, aufgenommen auf der Museumslinie 1 anlässlich der Eröffnung der Dreirosenbrücke am 06.06.2004
 
Status: betriebsbereit,
C2 281 seit 1997 abgestellt
Jahrgang: 1905/1906
Länge: C2 281: 8'000 mm
B2 1077: 8'100 mm
Breite: 2'050 mm
Leergewicht: 4'000 kg
Kapazität: 18 Sitzplätze
33 Stehplätze

B2 1045 und B2 1046

Aus den beiden Sommerwagen C2 260 und C2 262 - vgl. auch C2 281 und B2 1077 weiter oben - entstanden 1938/1939 in der BVB-Werkstätte Klybeck einmalige offene Aussichtswagen, die umgehend den treffenden Namen "Badwännli" erhielten. 1947 wurden die Wagen mit den Nummern B2 1045 und B2 1046 versehen, welche sie auch heute noch tragen.

Die beiden Aussichtswagen erfreuen sich seit ihrer Inbetriebnahme grösster Beliebtheit, bei Baslern wie auch bei Touristen. Bekannt sind auch Bilder aus den Nachkriegsjahren, wo über 90'000 amerikanische GI's unter anderem mit diesen Wagen die Stadt Basel erkundeten, für einen Franken pro Person auf Sightseeing-Tour.

Der B2 1046 wurde am 18. August 2004 bei einem Brand im Depot Wiesenplatz stark beschädigt. Dem Vernehmen nach soll er wieder neu aufgebaut werden, wann steht allerdings noch nicht fest.

Zum Bild: Das "Badwännli" B2 1046 wird von zwei Mitgliedern des TCB auf Hochglanz poliert, aufgenommen im Depot Wiesenplatz am 24.04.2004
 
Status: B2 1045: betriebsbereit
B2 1046: abgebrannt am 18.08.2004
Jahrgang: 1901
Länge: 8'100 mm
Breite: 2'000 mm
Leergewicht: 4'000 kg
Kapazität: 22 Sitzplätze

C2 331

Der Anhängewagen C2 331 stammt aus der zweiten von zwei zwischen 1911 und 1912 abgelieferten Serien mit insgesamt zwölf Wagen. Ursprünglich als C2 231 ausgeliefert, wurde 1916 die Nummer nach C2 331 gewechselt, im Jahr 1947 nach B2 1131.

Die meisten Fahrzeuge aus diesen Serien wurden in den Jahren 1968 bis 1972 ausrangiert und abgebrochen. Der Wagen 1131 wurde zwischen 1972 und 1991 vom TCB remisiert und danach den BVB zurückgegeben. Nach einer Aufarbeitung in Italien wurde der Wagen mit der alten Nummer C2 331 im Stil der Dreissigerjahre in den Bestand der Museumsfahrzeuge aufgenommen. Er ist oft hinter dem Zugfahrzeug Ce 2/2 163 auf Sonderfahrten anzutreffen.

Zum Bild: Der Wagen C2 331 wird vom Dienstfahrzeug Xe 2/2 2017 ins Depot Wiesenplatz geschoben, aufgenommen anlässlich dem TCB-Tramputz am 24.04.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1913
Länge: 9'380 mm
Breite: 2'100 mm
Leergewicht: 6'800 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
54 Stehplätze

B2 1163

Zu den 1919 und 1921 abgelieferten zwei Serien Motorwagen à je zwölf Einheiten (Ce 2/2 149-172) wurden auch zweiunddreissig Anhängewagen C2 344-375 beschafft. Ab 1947 wurden letztere auf C2 1144-1175 umnumeriert.

Ausrangiert und bis auf zwei Expemplare - C2 1163 und C2 371 (vormals C2 1171) - verschrottet wurden die Anhängewagen dieser Serien in den Jahren 1960 bis 1976. Der Wagen C2 1163 wurde 1972 vom TCB übernommen und 1993 wieder an die BVB zurückgegeben. Er harrt nun seiner Restauration, um als B2 1163 in den Museumsbestand übernommen werden zu können.

Zum Bild: B2 1163 in äusserlich schlechtem Zustand abgestellt, aufgenommen anlässlich dem Tag des Denkmals am 11.09.2004
 
Status: nicht betriebsbereit
Jahrgang: 1921
Länge: 9'430 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 6'500 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
54 Stehplätze

C2 371

Dieser Anhängewagen stammt aus derselben Serie wie der weiter oben beschriebene Wagen B2 1163.

Nach dem Ausrangieren 1979 wurde der Wagen 371 kurzfristig abgestellt und während einer Revision zwischen 1983 und 1984 als Speisewagenanhänger umgestaltet. Es wurde ein Buffet auf der vorderen Plattform, Tischchen und auf der hinteren Plattform eine Rundbank eingebaut. Bis 1993 verkehrte der Wagen 371 so ausschliesslich zusammen mit der Ce 4/4 450 "Dante Schuggi". Danach wechselte das Fahrzeug die Farbe und präsentierte sich fortan im Stil der Zwanzigerjahre. Seither ist der Anhängewagen 371 hauptsächlich zusammen mit der Ce 2/2 163 zu sehen.

Zum Bild: Der Wagen C2 371 hinter der Ce 2/2 163 auf dem Hof des Depot Wiesenplatz, aufgenommen anlässlich des Tramputz am 10.05.2003
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1921
Länge: 9'430 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 7'400 kg
Kapazität: 24 Sitzplätze

B2 1187

Wegen der bevorstehenden Eröffnung der Ringlinie 2 bestand ein Mehrbedarf an Fahrzeugen. Im Rahmen der Bestellung wurden sechs zweiachsige Anhängewagen mit den Nummern C2 382-387 beschafft und 1926 abgeliefert. 1947 erfolgte eine Umnumerierung und aus dem Wagen C2 387 wurde der C2 1187. Nach dem Einbau einer Druckluftbremse 1958 wurde aus dem C2 1187 der B2 1187.

Während alle anderen Anhänger dieser Serie bereits vergleichsweise früh zwischen 1961 und 1976 ausrangiert wurden, blieb einzig der Wagen B2 1187 übrig. Leider ist dieser Wagen nun zusammen mit einigen anderen seit 1997 remisiert und wir hoffen auf bessere Zeiten, wo auch dieser Wagen wieder seine Runden durch Basel ziehen kann.

Zum Bild: Der Wagen B2 1187 abgestellt zwischen anderen Anhängern vor dem Depot Dreispitz, aufgenommen anlässlich dem Tag der offenen Tür bei den BVB am 13.09.2003
 
Status: betriebsbereit,
seit 1997 abgestellt
Jahrgang: 1926
Länge: 9'430 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 6'400 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
54 Stehplätze

B2 1193

Anlässlich der Verlängerung der Linie 18 vom Neuweilerplatz an die Kantonsgrenze und dem durchgehenden Betrieb der Linie 6 nach Lörrach (D) wurden zehn Motorwagen (Ce 2/2 183-192) und zwölf Anhängewagen (C2 388-399) bestellt und im Jahr 1927 ausgeliefert.

Diese Anhängewagen waren denen der Vorgängerserien sehr ähnlich und wurden im Verlauf ihres Betriebs nur geringfügig verändert, abgesehen von der Umrüstung von der ursprünglich eingebauten Öl- gegen eine Druckluftbremse.

Auch diese Wagen wurden 1947 umnumeriert und aus dem Wagen C2 393 wurde der C2 1193 bzw. später B2 1193. Als letzter seiner Serie überlebte dieser Wagen bis heute und wurde als Museumswagen behalten. Die restlichen Fahrzeuge wurden zwischen 1972 und 1980 verschrottet.

Zum Bild: Der Wagen B2 1193 im Depot Wiesenplatz beim Tramputz mit fleissigen TCB-Mitgliedern, aufgenommen am 24.04.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1927
Länge: 9'440 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 6'700 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
54 Stehplätze

B2 1205

Der laufend steigende Fahrzeugbedarf und die Notwendigkeit zum Ersatz veralteter Wagen führte zu einer weiteren Bestellung von je acht Motor- und Anhängewagen.

Der heute als B2 1205 bekannte Wagen erhielt bei seiner Ablieferung 1930 die Nummer C2 405, ab 1947 hiess der Wagen C2 1005 und zwischen 1950 und 1964 wurde anlässlich dem Einbau einer Druckluftbremse die Nummer auf C2 1205 erhöht. Grössere Umbauten fanden ansonsten nicht statt.

Wie auch der Anhängewagen B2 1187 ist der Wagen B2 1205 seit 1997 im Depot Dreispitz remisiert.

Zum Bild: Der Wagen B2 1205 abgestellt hinter der Be 2/2 192 vor dem Depot Dreispitz, aufgenommen anlässlich dem Tag der offenen Tür bei den BVB am 13.09.2003
 
Status: betriebsbereit,
seit 1997 abgestellt
Jahrgang: 1930
Länge: 9'440 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 6'700 kg
Kapazität: 16 Sitzplätze
54 Stehplätze

C3 702

Einer der ersten überlangen zweiachsige Anhängewagen C2 702 wurde zusammen mit einem entsprechend überlangen Zugfahrzeug Ce 2/2 72 im Jahr 1931 ausgeliefert. Während sich letzteres nicht bewährte und später nur noch für Ausbildungsfahrten eingesetzt wurde, montierte man 1933 bei SML in Winterthur ein dreiachsigen Fahrgestell unter den Anhängewagen, welcher fortan als C3 702 bezeichnet wurde. Der 1948 zum C3 1302 umnumerierte Anhängewagen stand bis 1970 fast ausschliesslich auf der Linie 11 nach Aesch im Einsatz.

Nach der Ausrangierung übernahm der TCB den Wagen und gab ihn 1991 wieder an die BVB zurück. Nach einer kompletten Aufarbeitung in Italien erhielt das Fahrzeug wieder seine ursprüngliche Nummer C3 702 zurück und bildet seither zusammen mit der Ce 4/4 450 "Dante Schuggi" den beliebten Restaurantzug.

Zum Bild: Der Wagen C3 702 hinter Xe 2/2 2017 + C2 423 auf dem Hof des Depot Wiesenplatz, aufgenommen anlässlich des Tramputz am 24.04.2004
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1931
Länge: 10'880 mm
Breite: 2'170 mm
Leergewicht: 9'200 kg
Kapazität: 32 Sitzplätze

C2 423

Auf Grund von Jahr zu Jahr steigenden Passagierzahlen waren Anfang der Dreissigerjahre neue Fahrzeuge von Nöten. Trotz eingehender Beratungen wurde erneut von der Beschaffung von vierachsigen Fahrzeugen abgesehen und auf bewährte Technik zurückgegriffen.

Zur letzten Serie von zehn zweiachsigen Anhängewagen, welche 1932 abgeliefert wurden und von Anfang an über Druckluftbremsen verfügten, gehörte auch der Wagen C2 423. 1947 erhielt er die neue Nummer C2 1223.

Durch die passende dunkelgrüne Farbgebung mit gelben Zierstreifen ist der C2 423 seit 1988 treuer Begleiter vom Wagen Ce 2/2 215.

Zum Bild: Der Wagen C2 423 hinter der Ce 2/2 215 an der Schifflände, aufgenommen anlässlich der Museumslinie 7 am 18.05.2003
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1932
Länge: 9'780 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 7'150 kg
Kapazität: 20 Sitzplätze
55 Stehplätze

B3 1303

Für die Eröffnung der Linien nach Binningen und über die Dreirosenbrücke wurden weitere Anhängewagen benötigt. Dabei fiel die Wahl auf Wagen mit dreiachsigen Fahrwerken, wie sie zuvor am C3 702 ausgiebig getestet wurden. Es wurde eine Serie mit zwanzig Fahrzeugen beschafft, welche 1933 mit den Nummern C3 703-722 ausgeliefert wurden. 1947 gab es auch hier eine Umnumerierung, die die Wagen zu C3 1303-1322 werden liessen.

Die Wagen bewährten sich und mussten nicht umgebaut werden. Zwischen 1973 und 1979 wurden die meisten Anhängewagen dieser Serie abgebrochen. Lediglich der B3 1303 und B3 1308 (später C3 708) blieben in Basel und wurden in den Bestand der historischen Fahrzeuge übernommen.

Zum Bild: Der Wagen B3 1303 im Depot Wiesenplatz während der Innenreinigung durch TCB-Mitglieder, aufgenommen anlässlich des Tramputz am 10.05.2003
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1933
Länge: 11'230 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 7'000 kg
Kapazität: 26 Sitzplätze
62 Stehplätze

B3 708

Der Anhängewagen B3 708 stammt aus derselben Serie wie der Wagen B3 1303. Auch er wurde 1948 nach C3 1308 umnumeriert und später, sprich 1990, in die historische Museumsflotte der BVB integriert.

Die Geschichte dieses Wagens war jedoch deutlich abwechslungsreicher, als bei den restlichen Wagen dieser Serie. Während dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Anhänger zusammen mit dem Motorwagen Ce 2/3 73 als Hochzeitstram eingerichtet und verwendet. Nach seiner Ausmusterung 1979 gelangete der B3 1308 ins Eisenbahnmuseum "Rhein-Neckar" der DGEG in Viernheim (D), von wo er bereits 1990 wieder nach Basel zurückkehrte. 1996 wurde der B3 1308 zusammen mit dem Be 2/2 205 zum "Edelweiss-Express" umgebaut, dunkelblau bemalt und luxuriös eingerichtet. In diesem Zusammenhang erhielt der Wagen auch wieder seine alte Nummer B3 708 zurück.

Dieses Fahrzeug wurde beim Brand im Depot Wiesenplatz am 18. August 2004 vollständig zerstört.

Zum Bild: Der Wagen B3 708 auf dem Claraplatz, aufgenommen anlässlich des "Schienefescht Clarastroos" am 10.08.2003
 
Status: abgebrannt am 18.08.2004
Jahrgang: 1933
Länge: 11'230 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 7'000 kg
Kapazität: 20 Sitzplätze
10 Stehplätze

B3 1331

Im Jahr 1943 wurde eine Serie von zehn dreiachsigen Anhängewagen abgeliefert, welche den Vorserien bis auf kleine Details sehr ähnlich waren. Ihre ursprünglichen Nummern, die sie nur bis 1947 behielten, waren C3 723-732, danach C3 1323-1332. Zwischen 1971 und 1973 wurden die Wagen derart modernisiert, dass sie nicht mehr mit alten Fahrzeugen kompatibel waren, beispielsweise erhielten sie automatische Türen.

Der Wagen B3 1331 weilte mit drei weiteren Wagen dieser Serie zwischen 1985 und 1994 bei der BLT, von wo er alleine zurückkehrte, um in Basel abgestellt zu werden. Erst anlässlich der "Combino"-Krise wurde das Fahrzeug wieder soweit bereit gemacht, dass es im Fall äusserster Wagenknappheit hätte eingesetzt werden können. Zum Glück oder leider (je nach Standpunkt) kam es nicht dazu.

Zum Bild: Der Wagen B3 1331 vor dem Depot Dreispitz, aufgenommen anlässlich des Tages der offenen Tür bei den BVB am 13.09.2003
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1943
Länge: 11'230 mm
Breite: 2'200 mm
Leergewicht: 7'400 kg
Kapazität: 26 Sitzplätze
62 Stehplätze

C2 309

Der Wagen C2 309 ist im Prinzip ein Neubau auf der Basis eines inzwischen verrotteten Wagenkastens, welcher von Basel 1942/1943 nach Luzern ging und 1995 wieder zurück nach Basel verbracht wurde. Der Wagenkasten gehörte ursprünglich zum Basler C2 219 bzw. C2 319 resp. später dem Luzerner C2 58. Weitere Teile für das Fahrwerk lieferte der Wassersprengwagen X2 2040, welcher zu diesem Zweck abgebrochen wurde.

Das hauptsächlich durch Sponsoren finanzierte Projekt des Wiederaufbaus eines historischen Anhängewagens aus der Epoche der vorletzten Jahrhundertwende wurde in den Hauptwerkstätten der BVB und der Rhätischen Bahn (RhB) in Landquart ausgeführt.

Zum Bild: Der Wagen C2 309 hinter der Ce 2/2 126 am Claraplatz, aufgenommen anlässlich dem "Schienefescht Clarastroos" am 10.08.2003
 
Status: betriebsbereit
Jahrgang: 1997
Länge: 7'100 mm
Breite: 1'900 mm
Leergewicht: 4'300 kg
Kapazität: 18 Sitzplätze
14 Stehplätze



Weiterführende Links und Literatur

Weitere Informationen erhalten Sie vielleicht auf einer der folgenden Seiten bzw. in einem der hier aufgeführten Bücher:

  • Für das Mieten von historischen Tramwagen: Basler Verkehrsbetriebe (BVB)
  • Für Informationen rund um die Basler Trams: Tramclub Basel (TCB)
  • Broschüre "Die historischen Basler Strassenbahnen und Busse", TCB 1997 (Neuauflage in Vorbereitung)
  • Buch "Das Rollmaterial der Basler Verkehrs-Betriebe", Dominik Madörin 2003, ISBN 3-88255-843-1
  • Buch "Basel und sein Tram", Stephan Appenzeller 1995 (vergriffen)
  • Buch "100 Jahre Basler Tram 1895-1995", Amstein/Pleuler/Schwabe 1994, ISBN 3-7230-0229-3

Falls Sie nun selber Lust bekommen haben, die historischen Trams und das Fortbestehen der historischen Tramflotte konkret zu unterstützen, sei Ihnen eine Mitgliedschaft beim Tramclub Basel (TCB) oder die Unterstützung desselben durch Spenden für ein aktuelles Projekt - momentan sammeln wir beispielsweise für die Restaurierung des Wagens 47 - empfohlen. Neben einem regen Vereinsleben bietet der Tramclub Basel auch die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen:

  • Fahrdiensteinsätze auf den historischen Trams als Zugbegleiter
  • Renovations- und Unterhaltsarbeiten an den historischen Fahrzeugen
  • Mitarbeit an der Dokumentation, der Archivierung oder der Homepage des Vereins
  • ... und viele weitere Aufgaben rund um die historischen Basler Trams

Wenn Sie Anmerkungen, Fehlermeldungen oder weitergehende Informationen haben, würde ich mich über ein paar Zeilen von Ihnen freuen. Vielen Dank.


10.07.2004, letzter Update: 08.11.2005



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